Argentinische Elf Kurzgeratene Weltklasse

Warmlaufen vor dem Viertelfinale Deutschland gegen Argentinien: Wo sind die Stärken der Südamerikaner, wo ihre Schwächen? SPIEGEL ONLINE stellt die Spieler vor, mit denen Trainer José Pekerman das Klinsmann-Team besiegen will.

Von Pavo Prskalo


Hamburg - Große Überraschungen sind nicht zu erwarten: Zwar hat sich Argentiniens Coach Pekerman noch nicht öffentlich festgelegt, wer am Freitag ab 17 Uhr in Berlin (Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen Deutschland auflaufen wird. Doch Assistent Hugo Tocalli hat schon verraten, dass "es nicht viele Veränderungen" geben wird.

In der Abwehr baut Pekerman vor Torhüter Roberto Abbondanzieri weiterhin auf Gabriel Heinze und Roberto Ayala innen sowie Juan Pablo Sorin auf der linken Seite. Als Rechtsverteidiger wird wohl der zuletzt angeschlagene Nicolas Burdisso den Vorzug vor Lionel Scaloni bekommen. Das große Manko der Verteidigung: Einzig Burdisso (1,83 Meter) ist über 1,80 Meter groß. Gute Chancen also für kopfballstarke Profis wie Miroslav Klose (1,82 Meter), Michael Ballack (1,89) oder Per Mertesacker (1,98).

Chef im Mittelfeld ist Juan Roman Riquelme. Er bestimmt das Tempo, schlägt alle Standardsituationen und ist in der Lage, mit einem Pass die gesamte gegnerische Hintermannschaft auszuhebeln.

Die Nummer 10 der Argentinier wird von einer Dreierkette abgesichert, in der neben Javier Mascherano auch der torgefährliche Maxi Rodriguez spielt. Der 25-Jährige hat bereits drei Turniertreffer auf seinem Konto, zuletzt erzielte er gegen Mexiko das 2:1-Siegtor in der Verlängerung.

Im halbrechten Mittelfeld wird wohl Esteban Cambiasso seinen Platz an Lucho Gonzalez verlieren. Dafür plädiert jedenfalls Spielmacher Riquelme. "Für uns wird es sehr wichtig sein, dass er sich gut fühlt, um am Freitag spielen zu können", sagte er in einem Radio-Interview über den zuletzt angeschlagenen Gonzalez.

Im Sturm ist Hernan Crespo nach seinen zwei Turniertoren gesetzt. Ob Javier Saviola neben dem Mann vom FC Chelsea auflaufen wird, ist allerdings fraglich. Der kleine Dribbler (1,68 Meter) war gegen Mexiko völlig von der Rolle. Sollte sich Pekerman doch dazu entschließen, Saviola rauszunehmen, würde entweder Carlos Tevez oder Jungstar Lionel Messi zum Einsatz kommen. Wobei Messi einen kleinen Vorteil hätte: Mit 1,69 Meter ist er einen Zentimeter größer als Kollege Tevez.



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.