Asiatischer Vereins-Wettbewerb Fifa-Schiedsrichter mit Sex bestochen

Ein Schiedsrichter-Trio aus dem Libanon wurde vor einem internationalen Spiel mit sexuellen Dienstleistungen bestochen. Sie gingen auf das Angebot ein, der Plan flog auf. Nun wurden die Unparteiischen, darunter ein Fifa-Referee, ersetzt.

Schiedsrichter Ali S.: Mit Sex bestochen - und ausgetauscht worden
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Schiedsrichter Ali S.: Mit Sex bestochen - und ausgetauscht worden


Hamburg - Im asiatischen AFC Cup, dem Äquivalent zur Europa League, ist es zu einem kuriosen Bestechungsskandal gekommen. Vor der Partie der indischen Mannschaft East Bengal gegen die Tampines Rovers aus Singapur wurde das Schiedsrichter-Trio bestochen - mit sexuellen Dienstleistungen. Das bestätigte eine Strafverfolgungsbehörde aus Singapur.

Die Antikorruptions-Agentur Corrupt Practices Investigation Bureau (CPIB) aus Singapur durchkreuzte den Plan, der Referee Ali Sabbagh und seine Assistenten Ali Eid und Abdallah Taleb aus dem Libanon wurden umgehend ersetzt. Der 33-Jährige Sabbagh ist zudem Fifa-Schiedsrichter und hat einige Qualifikationsspiele für die WM 2014 geleitet.

In einem CPIB-Statement hieß es: "Die drei Schiedsrichter mussten in einem Fall von illegaler Vorteilsnahme, in Form von kostenloser Sex-Dienstleistungen, vor Gericht erscheinen."

Mit der Strafe will der Fußball in Asien nach CPIB-Aussagen seine Null-Toleranz-Linie im Kampf gegen Korruption und Spielbetrug unterstreichen. Schon im Februar, nachdem Europol seinen Bericht von weltweit 680 Partien unter Manipulationsverdacht veröffentlicht hatte, griff der Libanesische Fußball-Verband hart durch und bestrafte 24 involvierte Spieler.

East Bengal gewann die Partie am Mittwoch schließlich unter der Leitung von Ersatz-Schiedsrichter Chaiya Mahapab aus Thailand 4:2. Damit ist das Team Tabellenführer in der Gruppe H, Tampines belegt den letzten Platz.

leh/Reuters/AP

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