Transfersperre bestätigt Atlético darf keine Spieler verpflichten

Atlético Madrid darf seine Mannschaft in diesem Sommer nicht verstärken. Das hat der Internationale Sportgerichtshof entschieden. Was bedeutet das für den wechselwilligen Antoine Griezmann?

Antoine Griezmann von Atlético Madrid
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Antoine Griezmann von Atlético Madrid


Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) hat die vom Fußball-Weltverband Fifa wegen Verstößen gegen Bestimmungen bei Transfers von minderjährigen Spielern verhängte Transfersperre für den spanischen Klub Atlético Madrid bestätigt. Somit darf der Verein in diesem Sommer keine neuen Spieler verpflichten. Die Entscheidung sei "unfair" und füge dem Klub "irreparablen Schaden" zu, kommentierte Atlético auf seiner Homepage. Der Verein betonte erneut, er habe sich stets an die spanische Rechtsprechung gehalten.

Wie es bei Atlético im Vorlauf der kommenden Saison weitergeht, ist somit unklar. Trainer Diego Simeone hatte unlängst seine Bereitschaft zur Weiterarbeit signalisiert, muss nun aber ohne Wunschstürmer Alexandre Lacazette (Olympique Lyon) auskommen. Superstar Antoine Griezmann wiederum erhält nun möglicherweise nicht die Freigabe, der Franzose möchte Atlético verlassen und wird mit Manchester United in Verbindung gebracht. Nun können die Madrilenen aber keinen Ersatz verpflichten und Simeone müsste nur mit Kevin Gameiro und Fernando Torres als Mittelstürmer in die Saison gehen.

Eine von der Fifa auferlegte Geldbuße in Höhe von 900.000 Schweizer Franken (826.000 Euro) wurde vom Cas in Lausanne auf 550.000 Franken reduziert. Die Fifa erklärte, der Cas habe mit der Entscheidung erneut seine "eindeutige und starke Unterstützung" für die Fifa-Bemühungen zum Schutz minderjähriger Spieler gezeigt.

Die Fifa hatte gegen Champions-League-Halbfinalist Atlético und den spanischen Rekordmeister Real Madrid Transfersperren für je zwei Wechselperioden ausgesprochen. Als Grund wurden "Verstöße im Zusammenhang mit dem internationalen Transfer und der Registrierung von Spielern unter 18 Jahren" angegeben. Bereits im Januar hatten beide Vereine keine neuen Spieler verpflichten können. Die Sperre für Real Madrid hatte der Cas aber im Dezember reduziert - somit dürfen die Königlichen im Sommer wieder auf dem Transfermarkt aktiv werden. Auch diese ungleiche Behandlung der beiden Klubs wurde von Seiten Atléticos kritisiert.

krä/dpa

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