Aus in EM-Qualifikation: Türkei trennt sich von Trainer Guus Hiddink

Mission gescheitert: Guus Hiddink ist nicht mehr Trainer der türkischen Nationalmannschaft. Der Verband zog nach dem Aus in der EM-Qualifikation die Konsequenzen, ausschlaggebend war die bittere Pleite im Playoff-Heimspiel gegen Kroatien.

Trainer Hiddink: Erst das Aus in den EM-Playoffs, dann aus dem Amt geflogen Zur Großansicht
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Trainer Hiddink: Erst das Aus in den EM-Playoffs, dann aus dem Amt geflogen

Hamburg - Der Türkische Fußball-Verband (TFF) hat sich am Mittwoch von Nationaltrainer Guus Hiddink getrennt. Der Vertrag sei in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst worden, teilte der TFF einen Tag nach dem 0:0 im Playoff-Rückspiel der EM-Qualifikation in Kroatien mit.

Nach dem 0:3 in der ersten Begegnung hatten die Türken mit dem torlosen Remis in Zagreb die Teilnahme an der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine verpasst.

"Die Möglichkeit ist groß, dass dies mein letztes Spiel mit der Türkei war", hatte Hiddink bereits unmittelbar nach der Partie gesagt. Später sprach er allgemein von einer "Auszeit", die er sich nehmen wolle, "um selbst in meinem Alter darüber nachzudenken, wie meine Zukunft aussieht".

Der 65-Jährige hatte seine Trainerkarriere 1982 mit Engagements in den Niederlanden bei De Graafschap und beim PSV Eindhoven begonnen. In seiner Laufbahn coachte er namhafte Clubs wie Real Madrid und den FC Chelsea, aber auch Nationalteams. So führte er 2002 das Team von Gastgeber Südkorea bis auf WM-Platz vier. Schon vor dem Ende seines Engagements in der Türkei war über ein Comeback von Hiddink bei seinem Ex-Club Chelsea in der Premier League spekuliert worden.

Der Niederländer Hiddink war seit August 2010 Nationaltrainer in der Türkei. Ausgestattet mit einem millionenschweren Vertrag hatte Hiddink den türkischen Fußball fit für die EM machen sollen. Auch die Teilnahme der Türkei an der Weltmeisterschaft 2014 war ausgegebenes Ziel.

Stattdessen gab es immer wieder Pleiten, nach denen der Coach wiederholt ausgiebig die Stärke und das Geschick der Gegner lobte. Selbst gegen den krassen Außenseiter Aserbaidschan unter Trainer Berti Vogts musste die Türkei eine 0:1-Niederlage einstecken. Auch Vogts wird nun als einer der möglichen Kandidaten für die Hiddink-Nachfolge gehandelt. Der Deutsche hatte angekündigt, seinen Vertrag in Aserbaidschan nicht verlängern zu wollen.

luk/dpa/AP

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insgesamt 8 Beiträge
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    Seite 1    
1. ...Türkei legt Beschwerde bei der FIFA ein....
endymion37 16.11.2011
Zitat von sysopMission gescheitert: Guus Hiddink ist nicht mehr Trainer der türkischen Nationalmannschaft. Der Verband zog nach dem Aus in der EM-Qualifikation die Konsequenzen, ausschlaggebend war die bittere Pleite im Playoff-Heimspiel gegen Kroatien. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,798181,00.html
...nach der Niederlage gegen Kroatien legte der trükische Veraband Beschwerde bei der FIFA ein, derartig wichtige Spiele nicht mehr zur Gebetsstunde anzusetzen. Es spielt sich als ganz schlecht mit nur 2 Christen auf dem Feld....
2. ...
Greg84 16.11.2011
Tja, der Umbruch bei der Türkei muss so oder so kommen. Passiert das nicht, ist vollkommen egal wer Nationaltrainer ist. Das Spiel gestern war zwar schon mal deutlich besser als das Hinspiel aber dennoch viel zu wenig um eine Endrunde zu erreichen.
3. .
bingo` 16.11.2011
Zitat von endymion37...nach der Niederlage gegen Kroatien legte der trükische Veraband Beschwerde bei der FIFA ein, derartig wichtige Spiele nicht mehr zur Gebetsstunde anzusetzen. Es spielt sich als ganz schlecht mit nur 2 Christen auf dem Feld....
gibt dazu auch eine Quelle?
4. .....
Pupsie 16.11.2011
Zitat von endymion37...nach der Niederlage gegen Kroatien legte der trükische Veraband Beschwerde bei der FIFA ein, derartig wichtige Spiele nicht mehr zur Gebetsstunde anzusetzen. Es spielt sich als ganz schlecht mit nur 2 Christen auf dem Feld....
Entweder religiöser Mensch oder millionenschwerer unwichtiger Beitragsleister einer Gesellschaft. Es war schon so, dass Fussballspiele abends zu völlig "unflätigen" Zeiten stattfanden, bevor Ali und Muhammed angefangen haben Fussball zu spielen. Sie hätten also wissen sollen, wann Arbeitszeit ist. Bei deren Gehalt kann man eben erwarten, dass sie "Dreck fressen" Verwöhnte Heulsusen ....
5. ?
unterländer 16.11.2011
Zitat von endymion37...nach der Niederlage gegen Kroatien legte der trükische Veraband Beschwerde bei der FIFA ein, derartig wichtige Spiele nicht mehr zur Gebetsstunde anzusetzen. Es spielt sich als ganz schlecht mit nur 2 Christen auf dem Feld....
Das glaube ich Ihnen nicht. Schließlich fand der Spielbeginn vieler Spiele, auch der türkischen Mannschaft, bereits zu ähnlich später Stunde statt, ohne dass deshalb Protest eingelegt worden wäre.
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Playoffs zur EM-Qualifikation
Hinspiele 11. November
Türkei - Kroatien 0:3
Estland - Irland 0:4
Bosnien-Herzegowina - Portugal 0:0
Tschechien - Montenegro 2:0
Rückspiele 15. November
Kroatien - Türkei
Irland - Estland
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