Sport


Ehemaliger Barça-Star: Deco gibt positive Dopingprobe ab

Es ist der zweite prominente Doping-Fall im brasilianischen Fußball binnen weniger Tage: Nach Carlos Alberto hat offenbar auch Ex-Barça-Star Deco unerlaubte Substanzen eingenommen. Sein Club Fluminense verzichtet vorerst auf den Mittelfeldspieler.

Beim Doping ertappt: Ex-Barcelona-Star DecoZur Großansicht
AFP

Beim Doping ertappt: Ex-Barcelona-Star Deco

Hamburg - Der portugiesische Ex-Nationalspieler Deco ist in Brasilien positiv auf Dopingsubstanzen getestet worden. Bei dem 35-Jährigen sei in einer Urinprobe nach einem Spiel für seinen Club Fluminense am 30. März der verbotene Wirkstoff Furosemid festgestellt worden, berichteten übereinstimmend mehrere brasilianische Medien.

Furosemid hat eine entwässernde Wirkung im Körper und wird auch zur Verschleierung anderer Dopingsubstanzen genutzt. Deco wird wohl vorläufig gesperrt werden, ehe der endgültige Richterspruch erfolgt. Fluminense teilte in einer Erklärung auf seiner Internetseite mit: "Hinsichtlich der Nachrichten über die Dopingprobe des Mittelfeldspielers Deco wird sich Fluminense erst am Freitag äußern, nachdem das Ergebnis der Gegenprobe bekannt ist."

Deco flog am Dienstag nicht mit nach Ecuador, wo Fluminense bei der Copa Libertadores, dem südamerikanischen Äquivalent zur Champions League, am Donnerstag gegen den Club Emelec antritt.

Erst vor zwei Wochen war in Brasilien der Ex-Bremer Carlos Alberto von Vasco da Gama positiv auf die Einnahme verbotener Substanzen getestet worden. Deco hat 75 Länderspiele für Portugal bestritten und gewann während seiner Zeit als Profi in Europa zahlreiche nationale wie internationale Titel, darunter zweimal die Champions League (2004 mit dem FC Porto, 2006 mit dem FC Barcelona). Auch seine Zeit in Brasilien war von Erfolgen geprägt. Seit seinem Wechsel zu Fluminense (2010) gewann der Club zweimal die nationale Meisterschaft.

mon/dpa/sid

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  • Mittwoch, 01.05.2013 – 11:12 Uhr
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Dopingsubstanzen und ihre Wirkung
Die Ausdauerleistung ist wesentlich davon abhängig, wie gut der Körper Sauerstoff aufnehmen kann. Das Hormon Erythropoetin (Epo) stimuliert die Produktion roter Blutkörperchen. Die erhöhte Anzahl der im Organismus zirkulierenden Erythrozyten verbessert die Kapazität des Blutes, Sauerstoff aufzunehmen und steigert damit Ausdauerleistungsfähigkeit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet den Gebrauch von Epo seit langem. Seit 1983 ist es möglich, Epo synthetisch herzustellen. Entwickelt wurde es für Patienten mit schweren Nierenleiden, die an Blutarmut leiden.

Das Wachstumshormon HGH wird bei Kleinwüchsigkeit eingesetzt. HGH lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen wachsen, das führt zu langen Gliedmaßen, einem verformten Kopf und Riesenhänden. Zudem verändert sich die Struktur der Organe. (mit dpa)

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