Fußball-Bundesliga Leverkusen trennt sich von Trainer Schmidt

Die 2:6-Pleite gegen Dortmund war zu viel: Bayer Leverkusen hat seinen Coach Roger Schmidt freigestellt. In der Liga droht das Team den internationalen Wettbewerb zu verpassen.

Roger Schmidt
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Roger Schmidt


Für Roger Schmidt ist nach dem 2:6 bei Borussia Dortmund Schluss: Bayer Leverkusen hat die Trennung von seinem Trainer bekannt gegeben. In der Bundesliga ist das Team nur Neunter. In der Champions League droht das Aus gegen Atlético Madrid. Ein Nachfolger soll zeitnah feststehen, hieß es weiter.

Nach der klaren Niederlage in Dortmund hatte der Trainer weiter Hoffnung. Schmidt wertete die Leistung als "Schritt in die richtige Richtung". Die Vereinsbosse um Sportchef Rudi Völler sahen das anders. Die Trennung sei "schmerzhaft", aber aktuell "unumgänglich", wurde Geschäftsführer Michael Schade in einer Klubmitteilung zitiert.

"Wir mussten jetzt handeln, wenn wir unsere Ziele nicht vollends aus den Augen verlieren wollen", sagte Völler: "Unser Team hat große Qualitäten, die es allerdings viel zu selten in dieser Saison gezeigt hat. Die Spieler stehen nach der Trennung von Roger Schmidt mehr denn je in der Pflicht und in der Verantwortung, diese Qualitäten wieder freizusetzen." Es ist bereits die neunte Trainerentlassung der laufenden Saison.

Schmidt übernahm den Posten bei Bayer 04 zur Saison 2014/2015. In den ersten beiden Jahren gelang unter dem 49-Jährigen die Qualifikation zur Champions League, zunächst als Vierter, danach als Dritter. Vor der aktuellen Spielzeit hatte Schmidt das erfolgreichste Jahr seiner Ära angekündigt, aktuell beträgt der Rückstand auf einen Europa-League-Platz allerdings fünf Punkte. Dieser könnte am 23. Spieltag sogar noch auf bis zu acht Zähler anwachsen, sollten Frankfurt (gegen Freiburg, 15.30 Uhr) und Hertha (in Hamburg, 17.30 Uhr) in den Sonntagsduellen punkten.

Nicht nur wegen der sportlichen Auftritte stand Schmidt zuletzt in der Kritik. Der Trainer erregte im Frühjahr 2016 Aufmerksamkeit, als er einen Innenraumverweis durch Schiedsrichter Felix Zwayer nicht akzeptierte. Der Unparteiische unterbrach damals das Spiel gegen Dortmund - und Schmidt wurde anschließend für fünf Partien gesperrt (zwei davon als Bewährung ausgesetzt). Im vergangenen Oktober kassierte Schmidt nach einer Beleidigung gegen Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann eine Zwei-Spiele-Sperre.

jan



insgesamt 43 Beiträge
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spritdealer 05.03.2017
1. made my day
Endlich ist der unsympathischte Trainer der Liga weg :-) Noch 3 Punkte gegen Hertha und der Sonntag ist perfekt :-)
Peter Gabriel 05.03.2017
2. Arroganter Vogel
Haha (Nelson von den Simpson) freut mich so richtig, dieser abgehobene Ar..h endlich weg.
Nonvaio01 05.03.2017
3. war zu erwarten
keine ueberraschung.
triqua 05.03.2017
4.
Im Grunde genommen sang sein Stern und Ansehen mit seinem Verhalten ... Dieser Niedergang war seit Monaten zu beobachten ...
.patou 05.03.2017
5.
Seit seinem mit arrogantem Grinsen geäußerten Nachtreten gegen den unterlegenen FC vor zwei Jahren ("So könnte ich nicht Fußball spielen, wie Köln heute gespielt hat") ist es mir stets eine ganz besondere Freude, von wie auch immer gearteten Niederlagen im Zusammenhang mit Roger Schmidt zu hören.
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