Hamburg - Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, hat scharfe Kritik am Fußball-Weltverband Fifa und dessen umstrittenen Präsidenten Joseph Blatter geübt. "Ich glaube, Sepp ist wie ein Aal, den kriegt man nie so richtig zu fassen", sagte Rummenigge in der Talkshow "Liga total! Lounge". Der Bayern-Boss glaubt nicht an einen frühzeitigen Rückzug des Schweizers: "Es wird schwierig, ihn zu überzeugen, Platz zu machen." Rummenigge hat bereits mehrfach Kritik an Blatter und dessen Art, den Verband zu leiten, geübt.
Der Fifa-Boss war im Juni für weitere vier Jahre im Amt bestätigt worden. Eine Kandidatur über 2015 hinaus hatte der 75-Jährige zuletzt ausgeschlossen. Rummenigge selbst sieht sich dann nicht als potentieller Nachfolger Blatters: "Ich habe keine Lust, bei einem Verband Karriere zu machen. Verbände sind mir einfach ein Stück zu politisch und ich will absolut nichts mit der Politik zu tun haben", sagte 56-Jährige.
Der Fifa selbst warf Rummenigge vor, "nicht transparent und nicht demokratisch" zu sein: "Ich finde es schade, dass es solche Relikte gibt, die wie eine Diktatur geführt werden." Seine Hoffnungen setzt Rummenigge in den scheidenden Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, der sich künftig verstärkt in der Fifa-Exekutive einbringen will: "Theo wird da einiges einfordern."
Rummenigge stellt Zwanziger ein befriedigendes Zeugnis als DFB-Boss aus: "Er hat einen super Start gehabt und gewisse Dinge fantastisch gehandhabt, wie etwa nach dem Suizid von Robert Enke. Bei anderen Dingen, wie dem Fall Amerell, hätte er nicht so ins Steuer greifen sollen."
ham/sid/dapd
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