Hamburg - Es sollte nur eine Pressekonferenz zum anstehenden Bundesligaspiel des FC Bayern gegen den FC Schalke 04 am kommenden Samstag (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) werden, doch Coach Jupp Heynckes sorgte dabei für eine Überraschung.
Angesprochen auf mögliche Ambitionen, Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw zu werden, sagte er: "Ich habe den Nationaltrainer-Job schon dreimal abgelehnt, jetzt habe ich dazu überhaupt keine Motivation."
Heynckes, der im Sommer bei den Bayern aufhört, und von Josep Guardiola abgelöst wird, konnte sich allerdings nicht mehr an die genauen Zeitpunkte der Angebote erinnern: "Fragen Sie Franz Beckenbauer oder Wolfgang Niersbach, die können ihnen das genau sagen", sagte er laut Münchner "Abendzeitung". Eine Offerte erreichte ihn offenbar, als er noch Trainer in Lissabon gewesen war, Heynckes arbeitete von 1999 bis 2000 bei dem portugiesischen Club.
Die anwesenden Journalisten waren angesichts des Geständnisses verblüfft und fragten noch einmal nach, ob Heynckes tatsächlich von der deutschen Nationalmannschaft spreche. "Ja meinen Sie die albanische, oder was?", antwortete der Coach laut "Abendzeitung" daraufhin süffisant. Und auch die Nachfragen nach dem genauen Zeitpunkt konterte er: "Ich kann meine Frau beauftragen, dass sie mal im Terminkalender nachsieht."
Als Grund für die Absage führte er vor allem seine Vorliebe für die Arbeit als Vereinstrainer an. Er habe ohnehin viel mehr Spaß daran, täglich mit einer Mannschaft zu arbeiten und Dinge auszutüfteln, sagte Heynckes. Eine zukünftige Arbeit als Nationaltrainer schloss er kategorisch aus.
bka/sid
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