Bayern-Coach Heynckes: "Habe den Nationaltrainer-Job schon dreimal abgelehnt"

Bayern-Coach Jupp Heynckes hat mit einer überraschenden Aussage verblüfft: Er habe bereits dreimal den Trainerposten bei der deutschen Nationalmannschaft abgelehnt. Doch wann das genau war, konnte der 67-Jährige nicht beantworten - und verwies stattdessen auf seine Frau.

Foto: DPA

Hamburg - Es sollte nur eine Pressekonferenz zum anstehenden Bundesligaspiel des FC Bayern gegen den FC Schalke 04 am kommenden Samstag (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) werden, doch Coach Jupp Heynckes sorgte dabei für eine Überraschung.

Angesprochen auf mögliche Ambitionen, Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw zu werden, sagte er: "Ich habe den Nationaltrainer-Job schon dreimal abgelehnt, jetzt habe ich dazu überhaupt keine Motivation."

Heynckes, der im Sommer bei den Bayern aufhört, und von Josep Guardiola abgelöst wird, konnte sich allerdings nicht mehr an die genauen Zeitpunkte der Angebote erinnern: "Fragen Sie Franz Beckenbauer oder Wolfgang Niersbach, die können ihnen das genau sagen", sagte er laut Münchner "Abendzeitung". Eine Offerte erreichte ihn offenbar, als er noch Trainer in Lissabon gewesen war, Heynckes arbeitete von 1999 bis 2000 bei dem portugiesischen Club.

Die anwesenden Journalisten waren angesichts des Geständnisses verblüfft und fragten noch einmal nach, ob Heynckes tatsächlich von der deutschen Nationalmannschaft spreche. "Ja meinen Sie die albanische, oder was?", antwortete der Coach laut "Abendzeitung" daraufhin süffisant. Und auch die Nachfragen nach dem genauen Zeitpunkt konterte er: "Ich kann meine Frau beauftragen, dass sie mal im Terminkalender nachsieht."

Als Grund für die Absage führte er vor allem seine Vorliebe für die Arbeit als Vereinstrainer an. Er habe ohnehin viel mehr Spaß daran, täglich mit einer Mannschaft zu arbeiten und Dinge auszutüfteln, sagte Heynckes. Eine zukünftige Arbeit als Nationaltrainer schloss er kategorisch aus.

bka/sid

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insgesamt 22 Beiträge
Werner655 07.02.2013
Es wird immer offensichtlicher, dass Heynckes selber nichts von seinem von seiten des FC Bayern verkündeten Rückzug auf`s Altenteil wusste. Die Bayern hatten Guardiola verpflichtet und wohl erst nach Vollzug Heynckes [...]
Zitat von sysopBayern-Coach Jupp Heynckes hat mit einer überraschenden Aussage verblüfft: Er habe bereits dreimal den Trainerposten bei der deutschen Nationalmannschaft abgelehnt. Doch wann das genau war, konnte der 67-Jährige nicht beantworten - und verwies stattdessen auf seine Frau. Bayern-Coach Heynckes sollte Nationaltrainer werden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/bayern-coach-heynckes-sollte-nationaltrainer-werden-a-882057.html)
Es wird immer offensichtlicher, dass Heynckes selber nichts von seinem von seiten des FC Bayern verkündeten Rückzug auf`s Altenteil wusste. Die Bayern hatten Guardiola verpflichtet und wohl erst nach Vollzug Heynckes informiert. Womöglich haben sie ihren bisherigen Coach unterschätzt, dem das ganz bestimmt nicht so geschmeckt hat, wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wurde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Heynckes nach dieser Saison nicht aufhören wird. Ob er sich damit einen Gefallen tut, steht auf einem anderen Blatt.
Nonvaio01 07.02.2013
kommen Sie zu dieser Anahme?
Zitat von Werner655Es wird immer offensichtlicher, dass Heynckes selber nichts von seinem von seiten des FC Bayern verkündeten Rückzug auf`s Altenteil wusste. Die Bayern hatten Guardiola verpflichtet und wohl erst nach Vollzug Heynckes informiert. Womöglich .....
kommen Sie zu dieser Anahme?
Werner655 07.02.2013
Unter anderem hat sich Herr Hoeness diesbezüglich mal verplappert...
Zitat von Nonvaio01kommen Sie zu dieser Anahme?
Unter anderem hat sich Herr Hoeness diesbezüglich mal verplappert...
joe65 07.02.2013
den "gedruckten". :-)
den "gedruckten". :-)
ThomasCrown 07.02.2013
Was ich mich in diesem Zusammenhang frage: Hoeness und Heynckes sind gute Freunde. Normalerweise wäre es dann doch kein Problem, mit offenen Karten zu spielen und ihm mitzuteilen, daß sie an Guardiola dran sind. Zumal Heynckes' [...]
Was ich mich in diesem Zusammenhang frage: Hoeness und Heynckes sind gute Freunde. Normalerweise wäre es dann doch kein Problem, mit offenen Karten zu spielen und ihm mitzuteilen, daß sie an Guardiola dran sind. Zumal Heynckes' Vertrag ja sowieso zum Saisonende ausläuft. Von einem Freund hätte ich mir da mehr Offenheit erwartet...
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  • Donnerstag, 07.02.2013 – 16:09 Uhr
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