Bayern gegen Barcelona Scholl feiert, Messi trifft

Zum Abschied eine Niederlage: Mehmet Scholls letztes Spiel für den FC Bayern München endete mit einer Heimpleite. Gegen den FC Barcelona verloren die Bayern knapp - aber immerhin erst, nachdem die Nummer sieben den Platz schon verlassen hatte.


München - Im Spiel um den erstmals ausgetragenen Franz-Beckenbauer-Cup gegen den FC Barcelona ließ sich Scholl ein letztes Mal von den 69.000 Fans in der ausverkauften Allianz-Arena feiern. Um 19.12 Uhr war die Karriere der Nummer sieben endgültig beendet, als er gegen seinen Nachfolger Franck Ribéry ausgewechselt wurde. "Als das Tor fiel, war ich ja nicht mehr auf dem Platz. Ich habe 0:0 gegen Barcelona gespielt, das ist doch gut", sagte Scholl - der in seiner aktiven Karriere nie um einen Spruch verlegen war.

Bayern-Star Scholl: "Tolles Erlebnis"
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Bayern-Star Scholl: "Tolles Erlebnis"

Zum Abschied konnte sich der 36-Jährige zwar über die Ovationen der Fans, nicht aber über einen Sieg freuen. Barcelona, die auch mit ihrem neuen Stürmer Thierry Henry antraten, gewann 1:0 (0:0). Das Tor erzielte der eingewechselte Lionel Messi mit einem herrlichen Volleyschuss von der Strafraumgrenze in der 85. Minute.

Scholl hatte am Ende der vergangenen Saison zu Hause gegen den FSV Mainz 05 sein letztes der insgesamt 392 Bundesliga-Spiele absolviert und dabei auch sein letztes der insgesamt 98 Tore erzielt. 15 seiner 17 Jahre als Profi hatte der 36-malige Nationalspieler (acht Tore) bei den Bayern verbracht.

Gegen die Superstarts der Spanier bot der FC Bayern ein lockeres Spielchen; zu vielen Torchancen kamen aber weder Gastgeber noch Gäste. Scholl wurde oft von seinen Teamkollegen gesucht, eine gefährliche Aktion blieb ihm versagt. Trotzdem sei das Abschiedsspiel "ein tolles Erlebnis gewesen", sagte Scholl, dem auch Ronaldinho und Co. applaudierten.

Neben Scholl wurde vor dem Spiel auch Roy Makaay offiziell verabschiedet. Ebenfalls mit Standing Ovations bedankten sich die Zuschauer bei dem Niederländer, der nach der Verpflichtung von Luca Toni und Miroslav Klose keine Zukunft mehr im Bayern-Sturm gesehen hatte und für fünf Millionen Euro Ablöse zu Feyenoord Rotterdam gewechselt war. "Ich bedanke mich, dass ich die Chance bekommen habe, für einen der besten Vereine der Welt zu spielen. Ich und meine Familie haben hier super vier Jahre verbracht", rief der 32-Jährige den Zuschauern zu. Makaay hatte in 178 Pflichtspielen 102 Tore für die Bayern erzielt.

goe/sid/dpa

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