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Bundesligaauftakt: Bayern starten mit knappem Sieg gegen Wolfsburg

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Bayern-Profi Robben (2.v.r.): Starke Leistung beim Saisonstart Zur Großansicht
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Bayern-Profi Robben (2.v.r.): Starke Leistung beim Saisonstart

Der FC Bayern hatte beim Bundesligastart lange alles unter Kontrolle, am Ende mussten die Münchner dennoch zittern. In einer turbulenten Schlussphase scheiterte Wolfsburgs Malanda aus einem Meter Entfernung. Es blieb damit beim knappen Erfolg für den Titelverteidiger.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der FC Bayern ist mit einem Sieg in die neue Bundesligasaison gestartet. Im Eröffnungsspiel setzte sich der Titelverteidiger 2:1 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg durch. Für die Münchner trafen Thomas Müller in der 37. Minute und Arjen Robben in der 47. Minute. Wolfsburg kam dank Ivica Olic (52. Minute) noch einmal heran.

"Für jeden Trainer der Welt ist der Sieg das Wichtigste. Nach dem 2:0 haben wir das Spiel nicht mehr kontrolliert, da war Wolfsburg besser als wir", sagte Bayern-Coach Josep Guardiola: "Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir gegen eine der besten Mannschaften der Liga gespielt haben. Wir brauchen Zeit."

Die Bayern mussten neben mehreren Verletzten auch auf Jérôme Boateng verzichten, der nach seiner Roten Karte am 33. Spieltag der vergangenen Saison gegen den HSV für das Eröffnungsspiel gesperrt war. Dafür feierte Holger Badstuber nach 20 Monaten Verletzungspause sein Bundesliga-Comeback. Auch Wolfsburg trat ohne einige Leistungsträger an, unter anderem fehlte Torwart Diego Benaglio, für ihn spielte Max Grün.

Die Gäste hielten zunächst gut mit. Wolfsburg stand sicher und gab dem großen Titel-Favoriten wenig Raum. So waren die ersten Versuche der Münchner durch Müller (12./21.) und Robben (19.) harmlos. Der VfL hatte zwei Möglichkeiten: Einen vielversprechenden Angriff unterband Dante im Strafraum (16.), sechs Minuten später parierte Manuel Neuer einen Flachschuss von Vieirinha aus 20 Metern.

High-Liveticker zu Bayern gegen Wolfsburg
Robben an beiden Bayern-Tore beteiligt

Danach wurden die Bayern jedoch stärker, spielten schneller nach vorne und durchbrachen so immer wieder die VfL-Defensive. Die erste Großchance gab es in der 29. Minute, nachdem Grün einen Schuss von Müller nur abprallen lassen konnte, seinen Fehler aber wiedergutmachte, indem er Lewandowski den Ball noch vom Fuß spitzelte. Wenige Momente später kam es erneut zum Duell des Wolfsburger Keepers mit dem Bayern-Stürmer: Lewandowski brachte eine eigentlich zu hohe Hereingabe von Gianluca Gaudino in Kung-Fu-Manier noch aufs Tor, doch Grün lenkte den Versuch über die Latte.

In der 37. Minute war Grün aber machtlos. Robben setzte sich auf der rechten Seite im Eins-gegen-Eins gegen Luiz Gustavo durch, passte flach in die Mitte, und dort hielt Müller nur noch den Fuß hin - 1:0. Ähnlich einfach kam der zweite Treffer kurz nach dem Seitenwechsel zustande: Robben nahm VfL-Zugang Josuha Guilavogui den Ball im Mittelfeld ab, die Bayern konterten, und Robben vollendete schließlich.

Die Vorentscheidung war das jedoch nicht. Fast aus dem Nichts fiel fünf Minuten später der Anschlusstreffer. Olic zirkelte den Ball nach einem Einwurf von der Strafraumgrenze direkt unter die Latte. Für den Kroaten war es der 66. Treffer im 200. Bundesliga-Spiel. Einige Münchner reklamierten allerdings ein Handspiel, das dem Tor vorangegangen sein soll.

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Bundesliga-Start des FC Bayern:: Dauerbrenner Lahm, glückloser Lewandowski
Malanda mit zwei Riesenchancen innerhalb von Sekunden

Kurz darauf hätten die Bayern wieder für Ruhe sorgen können, doch Lewandowski scheiterte allein am starken VfL-Keeper Grün, der den Münchner so irritierte, dass er ihn schließlich anschoss (57.). Stattdessen kamen die Wolfsburger wieder besser in die Partie. In der 63. Minute kam Kevin de Bruyne zwar an Neuer vorbei, der sich verschätzt hatte, aber Juan Bernat klärte noch rechtzeitig.

Von den Münchnern kam danach nur wenig, auf Pressing verzichtete das Team beinahe gänzlich. Wolfsburg hingegen sah seine Chance gekommen, angetrieben von den eingewechselten Maximilian Arnold und Daniel Caligiuri übernahmen die Gäste die Kontrolle. Bayern-Trainer Josep Guardiola reagierte darauf ungewohnt defensiv: Lewandowski wurde ausgewechselt, dafür kam mit Sebastian Rode ein defensiver Mittelfeldspieler (79.).

Zunächst hatte der ebenfalls eingewechselte Junior Malanda in der 80. Minute gleich zwei Riesenchancen für die Gäste innerhalb weniger Sekunden. Nach Vorarbeit von Arnold traf der Belgier erst die Latte - Neuer war noch an den Ball gekommen. Der Abpraller landete erneut bei Malanda, der jedoch aus einem knappen Meter das leere Tor nicht traf. Eine unglaubliche Szene. VfL-Trainer Dieter Hecking beklagte nach der Partie die ungenügende Chancenverwertung seiner Elf: "Das ist eben der Unterschied."

Vier Minuten später war der Ball dann im Wolfsburger Tor, doch Schiedsrichter Felix Zwayer erkannte den Treffer nicht an. Nach Absprache mit seinem Assistenten entschied er, dass Müller beim Schuss von Rode im Abseits gestanden hatte. Die Fernseh-Zeitlupe zeigte aber, dass Müller auf gleicher Höhe mit einem VfL-Abwehrspieler gewesen war.

Die Schlussphase blieb ereignisreich: Erst scheiterte Xherdan Shaqiri aus fünf Metern an Grün (88.), dann schoss Robben an die Latte (90.), und in der Nachspielzeit traf Müller nur das Außennetz. Wolfsburg hatte keine Möglichkeit mehr.

Bayern München - VfL Wolfsburg 2:1 (1:0)
1:0 Müller (37.)
2:0 Robben (47.)
2:1 Olic (52.)
München: Neuer - Badstuber, Dante, Alaba - Lahm, Gaudino (Höjbjerg) - Robben, Bernat - Müller, Lewandowski (79. Rode), Götze (62. Shaqiri)
Wolfsburg: Grün - Jung, Naldo, Knoche, Rodríguez - Guilavogui, Luiz Gustavo (72. Malanda) - Vieirinha (60. Caligiuri), Hunt (46. Arnold), De Bruyne - Olic
Schiedsrichter: Zwayer
Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: - / Luiz Gustavo, Arnold

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insgesamt 14 Beiträge
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1. Glückwunsch
Checkker 22.08.2014
an Pep, den ollen Dopingfuchs.
2. Gähn...
schlossplatz1a 22.08.2014
2:1...Gute Nacht, Bundesliga! zzz...und KHR macht sich über den BVB lustig... Wann ist die nächste EM/WM??? Ich bin dann mal weg...
3. Verdienter Sieg der Bayern...
exil-schwabe 22.08.2014
Interessantes Detail am Rande (Interview mit ARD nach dem Spiel): Sammer's Meinung nach wird zuviel über einen eventuellen Neuzugang geredet – das könnte ja Unsicherheit in die Mannschaft bringen. Gleichzeitig wird man beim FCB nicht müde über eventuelle Abgänge bei der Konkurrenz zu reden.
4.
schmusel 22.08.2014
Gab, bis zur Fehlentscheidung die das 3:1 verhinderte, eigentlich nie Zweifel das die Bayern das nach Hause schaukeln - selbst mit Halbgas.
5.
totalmayhem 22.08.2014
Und kein Wort darueber, auf wessen Gehaltsliste der Schiri stand. Schaemt euch was, SPON.
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