Rummenigge über Hoeneß "Der Uli weiß, dass er mit dem einen Wort nicht sehr glücklich gelegen ist"

Erst forderten die Bayern-Bosse einen würdevolleren Umgang mit Bayernspielern, dann warf Uli Hoeneß Juan Bernat vor, "Scheißdreck" gespielt zu haben. Karl-Heinz Rummenigge hat sich dazu nochmal geäußert.

Karl-Heinz Rummenigge (l.), Uli Hoeneß
AFP

Karl-Heinz Rummenigge (l.), Uli Hoeneß


Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat Uli Hoeneß kritisiert - zumindest für ein Wort, das der Präsident des Rekordmeisters während der denkwürdigen Pressekonferenz am vergangenen Freitag gebraucht hatte.

Nur wenige Minuten, nachdem Rummenigge einen würdevolleren Umgang mit Bayernspielern gefordert hatte, hatte Hoeneß gesagt, dass Juan Bernat im Sommer an Paris St. Germain verkauft wurde, nachdem er im Champions-League-Viertelfinale gegen Sevilla "einen Scheißdreck" gespielt habe.

"Der Uli weiß, dass er zumindest mit dem einen Wort nicht sehr glücklich gelegen ist", sagte Rummenigge - und lobte Bernats Reaktion: "Ich muss ehrlich sagen, es hat mir gut gefallen, weil er damit sehr entspannt umgegangen ist." Bernat hatte gelassen geantwortet: "Ich habe darüber nichts zu sagen. Mir wurde schon als Kind beigebracht, dankbar zu sein."

Im Video: Rummenigge über Hoeneß

Rummenigge, Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatten Medien und Experten eine teils hämische und polemische Berichterstattung vorgeworfen. Die Pressekonferenz hatte wiederum Kritik am Inhalt, am scharfen Ton, aber auch an zum Teil widersprüchlichen Aussagen hervorgerufen. (Lesen Sie hier einen Kommentar zum Thema.)

"Dass es darauf ein Medienecho gab in der Größenordnung, war klar", sagte Rummenigge. "Wir haben die Medien kritisiert. Dass die Medien zurückkritisieren, war zu erwarten. Ich glaube, dabei sollten wir es belassen."

Rummenigge äußerte sich noch einmal zum Zweck der Kritik: "Sinn und Ziel der ganzen Geschichte war, der Mannschaft und dem Trainer zu zeigen, dass wir bereit sind, sie nach außen zu schützen", sagte Rummenigge: "Das war ein wichtiges Zeichen für die Spieler." Einige Profis hätten sich dafür bedankt.

bka/dpa/sid

insgesamt 45 Beiträge
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Seite 1
pauerkraut 22.10.2018
1. Optimal
Der Plan von Rummenigge/Hoeness ist ja aufgegangen: Die Media springt ja wie ein Hündchen ueber das Stöckchen. Mission accomplished...
titoandres 22.10.2018
2. Rummenigge beendet die Diskussion
und sagt, worauf es in der Causa Bernat ankomme, sei, dass Bernat seine Zeit in München positiv in Erinnerung behalte. Der Mann meint das ernst. Es liegt hier wirklich ein Intelligenzproblem vor. Sowohl er als auch Hoeneß verstehen einfach nicht, was sie tun und sagen.
Daedalus 22.10.2018
3.
Und vielleicht ist das, was seit der PK in den Medien passiert ist, gnz genau das, was die Bayern beabsichtigt haben? Auf den Gedanken kommt irgendwie kaum einer...
t.mahony 22.10.2018
4. Suboptimal statt optimal
Zitat von pauerkrautDer Plan von Rummenigge/Hoeness ist ja aufgegangen: Die Media springt ja wie ein Hündchen ueber das Stöckchen. Mission accomplished...
Die Medien haben sich zwar ausführlich der Pressekonferenz angenommen, aber in einer ganz anderen Art und Weise als sich dies die beiden Hauptakteure dieser "denkwürdigen" PK erwartet hatten. Dieser Schuss (sprich: Pressekonferenz) ging eindeutig nach hinten los.
lucky.sailor 22.10.2018
5. Wenn der Uli weiß, ...
welchen SCHEISSDRECK er redet, warum stoppt ihn dann keiner? Wird höchste Zeit, dass sich der Verein von ihm trennt, bevor seine schlechten Umgangsformen (die er nicht erst im Gefängnis erlernt hat) dass Image des FCB weiter schädigen. Mit ihm sollten auch Rummenigge und Stadler schnellstens abtreten.
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