Bayern München Keine neuen Spieler für Klinsmann

Die zwei oder keine: Auf Aliaksandr Hleb und Mario Gomez hoffte Jürgen Klinsmann vergeblich, nun wird der Bayern-Trainer für die kommende Saison keine weiteren Spieler mehr verpflichten. Seine ersten Tage in München sieht Klinsmann positiv und spricht von einem "Wohlfühlgefühl".


München - "Unser Kader steht. Wir haben 24 Spieler, ich habe genügend Arbeit damit, jeden glücklich zu machen", sagte Klinsmann. Damit bleiben Nationalspieler Tim Borowski von Werder Bremen und Torwart Hans-Jörg Butt (Benfica Lissabon) die beiden einzigen Neuen bei den Münchnern.

Trainer Klinsmann (M.), Bayern-Profis: "Unser Kader steht"
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Trainer Klinsmann (M.), Bayern-Profis: "Unser Kader steht"

Zuletzt hatte es zwar Spekulationen über mögliche weitere Zugänge beim deutschen Meister gegeben, Klinsmann erteilte diesen jedoch eine deutliche Absage. Aliaksandr Hleb hatte den Münchnern einen Korb gegeben, um Wunsch-Stürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart werde er sich zunächst nicht mehr bemühen, sagte der Coach. "Wir haben das Veto des VfB akzeptiert", sagte Klinsmann. Sollte Gomez in einem oder zwei Jahren zu haben sein, "wird der FC Bayern aber mitreden", ergänzte der frühere Bundestrainer, der für die Zeit nach der WM 2010 einen personellen Schnitt bei den Bayern ankündigte.

Klinsmann zog nach knapp zwei Wochen beim Rekordmeister erneut eine positive Zwischenbilanz: "Seit dem ersten Tag macht es sehr viel Spaß, die Arbeitsbedingungen sind toll und es wird sehr konzentriert trainiert. Ein Wohlfühlgefühl entwickelt sich." Der 43-Jährige muss noch auf ein Gros des Kaders verzichten, weil die bei der EURO 2008 eingesetzten Spieler noch Urlaub haben. Zum Kennenlernen sei das optimal, so Klinsmann, jedoch werde das Zusammenwachsen der Mannschaft so verzögert. Wenn er aber alle Spieler beisammen habe, werde man die Auswirkungen seiner Arbeit auch in Form von Ergebnissen auf dem Platz sehen, kündigte er an.

Die Münchner absolvieren am Sonntag ihr erstes Testspiel beim SV Lippstadt 08. Dabei werden mit Rücksicht auf die Späteinsteiger ebenso einige Spieler der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen wie beim inoffiziellen Supercup am 23. Juli bei Borussia Dortmund. "Bei uns wird kein Spieler innerhalb von zwei Tagen von null auf hundert geschossen", sagte Klinsmann. Er betonte zugleich, dass die vielen Neuerungen an der Säbener Straße ein Mehr an Verantwortung für den einzelnen Spieler bedeuten. "Der Spieler muss das durch viel Engagement, Begeisterung und gute Spiele zurückgeben", forderte er. Die Ersatzspieler will Klinsmann mit "vielen Gesprächen" bei Laune halten - nicht durch Rotation wie sein Vorgänger Ottmar Hitzfeld. "Im Training wird es Platzkämpfe geben, Rotation ergibt sich aus dem Moment heraus", sagte Klinsmann.



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