"Keinen Schutz vom Verein empfunden" Lewandowski kritisiert Bayern-Bosse

Robert Lewandowski hat der Vereinsführung von Bayern München vorgeworfen, dass er mit der Kritik an ihm nach der vergangenen Saison allein gelassen wurde. Aktuell ist ein Wechsel für den 30-Jährigen aber kein Thema mehr.

Robert Lewandowski
LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Robert Lewandowski


Torjäger Robert Lewandowski hat mit Blick auf die vergangene Saison Kritik an den Verantwortlichen des deutschen Meisters FC Bayern München geübt. In einem Interview der "Sport-Bild" wirft er Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß vor, sie hätten ihn im Stich gelassen, als er im Frühjahr in die Schusslinie geriet. "Ich habe niemanden gesehen, der damals hinter mir stand. Auch keiner der Bosse hat mich verteidigt", sagte der Torjäger.

Lewandowski bezieht sich auf die Kritik nach den Halbfinalspielen der Champions League gegen Real Madrid. Der Pole, seit Jahren der treffsicherste Angreifer in der Bundesliga, erzielte dabei kein Tor - später auch nicht im Pokalfinale und bei der WM. "Plötzlich hieß es für alle: Feuer frei gegen Lewandowski", sagte er in dem Interview. In dieser Phase habe er "keinen Schutz vom Verein empfunden". Er habe sich in der Situation alleine gefühlt.

Nun keine Wechselabsichten mehr

Danach hatte sich sein neuer Berater Pini Zahavi nach einem neuen Klub umgeschaut, was auch so abgesprochen gewesen sei. "Denn in diesem Moment habe ich mich nicht mehr wohl in München gefühlt. Doch nun habe er keine Wechselabsichten mehr: "Ich bin mit dem Herzen wieder bei Bayern."

Allerdings hat Lewandowski den Vertrag mit Zahavi bis 2020 verlängert, in den kommenden Transferperioden wird es vermutlich wieder Gerüchte über einen Vereinswechsel geben.

Rummenigge und Hoeneß sagten stets, Lewandowski, dessen Vertrag bis 2021 läuft, sei unverkäuflich. Diese Standhaftigkeit, Aussagen von Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Gespräche mit Trainer Niko Kovac hätten ihn zum Umdenken bewogen, sagte der 30-Jährige.

Kovac "hat verstanden, was ich auf dem Herzen habe", so Lewandowski. Nach einem zweiten Gespräch mit dem neuen Trainer habe er dann entschieden, dass er bleiben wolle. "An diesem Tag hat sich meine Denkweise geändert. Ich weiß: Ich habe auch Fehler gemacht. Ich bin keine Maschine."

cop/dpa-AFX/sid



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