Bayern-Angreifer Sandro Wagner wechselt nach China

"Er hat ein sehr attraktives Angebot aus China vorliegen": Bayern Münchens Offensivspieler Sandro Wagner schließt sich dem chinesischen Klub Tianjin Teda an. Dort trifft er auf einen deutschen Trainer.

Sandro Wagner
Getty Images

Sandro Wagner


Der Wechsel von Sandro Wagner vom FC Bayern München nach China ist perfekt. Wie der deutsche Rekordmeister mitteilte, verpflichtet Erstligist Tianjin Teda den achtmaligen Nationalspieler. Der 31-Jährige erhält bei der Mannschaft von Trainer Uli Stielike einen angeblich hoch dotierten Vertrag und soll rund fünf Millionen Euro kosten.

"Er hat ein sehr attraktives Angebot aus China vorliegen, und wir haben daher seinem Wunsch entsprochen", wurde Sportdirektor Hasan Salihamidzic in der Mitteilung zitiert. Wagner war vor einem Jahr aus Hoffenheim in seine Geburtsstadt München zurückgekehrt. Bei Trainer Niko Kovac spielte der Angreifer zuletzt keine Rolle mehr.

Gegen Hoffenheim (3:1) und beim Heimspiel gegen Stuttgart (4:1) saß der ehemalige Nationalspieler nur auf der Tribüne. Wagner hatte sich im vergangenen Jahr sogar Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme gemacht, war dann aber von Bundestrainer Joachim Löw vor dem Turnier aussortiert worden. Anschließend hatte er seine DFB-Laufbahn für beendet erklärt.

Bei Tianjin Teda trifft er auf einen weiteren deutschen Profi

In der laufenden Saison kam Wagner, dessen Bayern-Kontrakt bis zum 30. Juni 2020 lief, lediglich auf zwölf Pflichtspieleinsätze. Ein Tor gelang nur im DFB-Pokal gegen Regionalligist SV Rödinghausen. Bei Tianjin Teda trifft er auch einen ehemaligen Teamkollegen wieder: Mit Felix Bastians hatte Wagner einst bei Hertha BSC zusammen gespielt.

Es ist das erste Mal, dass Wagner die Bundesliga in Richtung Ausland verlässt. In seiner Karriere spielte er unter anderem für den MSV Duisburg, Werder Bremen, Kaiserslautern, Hertha BSC, Darmstadt 98 und die TSG Hoffenheim, ehe er 2018 nach München zurückkehrte. In der Bundesliga kommt er auf 44 Tore und zwölf Vorlagen.

Nach dem Abgang von Wagner steht dem FC Bayern im Kampf um die deutsche Meisterschaft aktuell mit Robert Lewandowski nur noch ein echter Stürmer zur Verfügung. Der Pole ist mit derzeit zwölf Toren der gefährlichste Angreifer des Rekordmeisters.

bam/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.