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Bayerns erste Heimpleite: Nur noch fünf

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Uli Hoeneß saß erstmals wieder auf der Bayern-Tribüne - was sollte da noch schiefgehen? Jede Menge. Vor dem Spitzenspiel gegen Dortmund hat der FC Bayern an Vorsprung eingebüßt. Alles Wichtige zum Spiel gegen Mainz.

Ausgangslage des Spiels: Mainz spielt eine bisher starke Rückrunde, gewann zuletzt mit einer beeindruckenden Leistung 3:1 gegen Bayer Leverkusen und belegte vor dem "Super Wednesday" den fünften Rang. Der Klub hätte aktuell gegen viele Teams eine reelle Siegchance, aber nicht gegen die Bayern - schon gar nicht in der Münchner Arena, wo der Rekordmeister in der laufenden Spielzeit all seine elf Partien gewinnen konnte. Dann hatten die Bayern auch noch ihre Rückkehrer. Ach, ein Auswärtssieg war einfach gar nicht möglich. Oder?

Ergebnis: 1:2 (0:1). Hier geht's zum Spielbericht.

Aufstellungen:

München: Neuer - Rafinha, Benatia, Alaba, Bernat - Vidal - Coman (51. Thomas Müller), Robben, Thiago (60. Costa), Ribery - Lewandowski

Mainz: Karius - Balogun, Bungert (46. Latza), Hack - Baumgartlinger, Frei - Donati (73. Brosinski), Bussmann - Clemens, Malli (60. Cordoba), Samperio

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Bundesliga: Córdoba zwingt Bayern in die Knie
Erste Hälfte: Kurios. FSV-Trainer Martin Schmidt wollte die Bayern mit einer Fünferkette vom Tor fernhalten. In der Anfangsphase ging dieser Plan nicht auf: Die Münchner kombinierten sich wild hinter die Abwehrreihe des Gegners und erspielten sich gute Chancen. Doch ein Treffer gelang nicht. Das Tor schossen dann die Mainzer: Der engagierte Außenverteidiger Giulio Donati zog aus der Defensivkette in den Angriff und bereitete mit einem flachen Pass von rechts die Führung vor (26. Minute). Ein Schuss, ein Tor - der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Zweite Hälfte: Die hätte beinahe mit dem 0:2 begonnen. Christian Clemens vergab jedoch aus zehn Metern (51.). Sekunden später tat Josep Guardiola das, was ein Bayern-Trainer machen muss: Er wechselte Thomas Müller ein (siehe Botschaft des Spiels). Mit noch mehr Schwung im Angriff gelang schließlich der verdiente Ausgleich. Bayern drängte jetzt auf den Sieg und kassierte das 1:2. Der FCB hat gegen einen taktisch gut eingestellten und sehr effizienten Gegner verloren.

Stadionbesucher des Spiels: Uli Hoeneß, der Macher ist zurück. 662 Tage nach seinem bislang letzten Stadionbesuch verfolgte der Ex-Präsident wieder ein Spiel seines FC Bayerns live in der Arena. Seit Montag ist der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Hoeneß auf freiem Fuß. Die Reaktion? "Uli, du bist der Beste", stand auf einem Spruchband der FCB-Fans in der Südkurve. Der verletzte Verteidiger Jérôme Boateng sagte vor dem Spiel bei Sky: "Jeder ist heiß und will ihm einen Sieg schenken." Die Bescherung fiel aus.

Ehemaliger Bayern-Präsident Hoeneß Zur Großansicht
DPA

Ehemaliger Bayern-Präsident Hoeneß

Rückkehrer des Spiels: Franck Ribéry. Knapp über ein Jahr hat es gedauert, bis der Franzose in die Bundesliga-Startelf des Rekordmeisters zurückkehrte. Viele Verletzungen waren der Grund, nicht wenige Experten hatten den 32-Jährigen bereits abgeschrieben und ein vorzeitiges Karriereende befürchtet. Davon ist nicht mehr auszugehen: Ribéry wirbelte zuletzt nach Einwechslungen und zeigte auch gegen Mainz eine gute Leistung.

Botschaft des Spiels: "Müller spielt immer." Diesen Satz hatte einst Ex-Bayern-Trainer Louis van Gaal gesagt, er machte Thomas Müller zum Stammspieler und verhalf ihm zu einer großen Karriere in München. Josep Guardiola hält sich nicht immer an das Müller-spielt-immer-Credo - das hat Folgen: Der FCB hat Probleme, wenn der 26-Jährige nicht von Beginn an stürmt. Das war am 20. Spieltag gegen Bayer Leverkusen der Fall (0:0). Auch beim Auswärtsspiel in Frankfurt, das ebenfalls torlos endete. Heute wieder.

Rechenspiele der Halbzeitpause: Unnötige Zeitverschwendung, hatten wir gedacht. Die Halbzeit-Rechnung: Wenn Bayern gegen Mainz verliert und am Samstag im Spitzenspiel auch gegen Borussia Dortmund (18.30 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) eine Pleite kassiert, dann würde der Rückstand des BVB auf den Spitzenreiter nur noch zwei Punkte betragen. Der Meisterkampf wäre wieder spannend.

Rechenspiele mit dem Schlusspfiff: Das Titelrennen könnte wirklich wieder spannend werden - der Vorsprung auf den BVB beträgt nur noch fünf Zähler. Mainz bleibt Fünfter und darf sich berechtigte Hoffnungen auf die Champions League machen.

Konferenz-Wahnsinn des Spiels: Tor in Leverkusen, Elfmeter in Sinsheim, Tor in Darmstadt! Platzverweis auf Schalke! Wie die anderen sechs Partien ausgegangen sind, lesen Sie hier.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 116 Beiträge
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1. es ist echt zum kotzen:
rosagallica 02.03.2016
die 05er müssen die Bayern schlagen um wahrgenommen zu werden...
2. künstliche Spannung
FrankDr 02.03.2016
Finde es bedenklich, dass die Medien es schamlos hochspielen, wenn mal was zugunsten der Bayern läuft, aber hier nichtmal erwähnt wird (!), dass das Tor - auch ganz klar und von den Kommentatoren angesprochen - Abseits war. Und gleichzeitig Bayern einen Elfmeter hätte kriegen können/müssen. Objektivität ist anders. Zumindest beim Mainzer Abseitstor gibt es keine zwei Meinungen.
3. 8 Punkte
LapOfGods 02.03.2016
Wofür hat man 8 Punkte Vorsprung? Nicht als Statussymbol, sondern damit man nach einer Niederlage noch 5 Punkte Vorsprung hat. Und nach einer weiteren Niederlage immer noch 2.
4.
rudy09.rd 02.03.2016
Die Rueckkehr von Herrn Hoeness zeigt sofortige Wirkung.Er sollte ab jetzt bei jedem Spiel auf der Tribuene sitzen.
5. Komisches Spiel!
ge1234 02.03.2016
Mainz kommt genau dreimal vor das Tor der Bayern und macht zwei Tore daraus. Wobei die Situation vor dem 1:2 noch nicht mal eine richtige Torchance war!
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