Begehrter Goalgetter Hertha schnappt Hannover Bobic weg

Die ausgelassene Freude über den vorzeitigen Klassenerhalt währte in Hannover nicht lange. Der Fußball-Bundesligist verliert seinen erfolgreichsten Torschützen. Der wieder erstarkte Fredi Bobic verlässt die Niedersachsen Richtung Bundeshauptstadt.


Fredi Bobic: "Er kann sich sportlich und finanziell sicherlich verbessern"
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Fredi Bobic: "Er kann sich sportlich und finanziell sicherlich verbessern"

Hamburg - "Ich werde bei Hertha BSC einen Zweijahresvertrag mit einer zusätzlichen Option auf ein weiteres Vertragsjahr unterschreiben", verkündete Bobic am Montagabend auf seiner Homepage, "das Angebot aus Berlin, das Konzept von Manager Dieter Hoeneß und Trainer Huub Stevens hat mich sehr beeindruckt."

Bobic, der erst vergangenen Herbst vom entthronten deutschen Meister Borussia Dortmund nach Hannover gekommen war, wechselt ablösefrei an die Spree. "Wir brauchen die Winner-Mentalität, die bringt Fredi Bobic mit", sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß am Montagabend auf der Mitgliederversammlung des Berliner Vereins.

"Ich habe mir die Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht, weil ich sehr wohl weiß, was ich Hannover, den Fans, den Kollegen, der sportlichen Leitung und der Vereinsführung zu verdanken habe. Ich denke aber, das Vertrauen vollauf zurückgezahlt zu haben, so dass beide Seiten nun sagen können, dass die Rechnung aufgegangen ist", fügte Bobic hinzu, "die Zeit in Hannover war eine verdammt schöne, die ich im Rückblick auch nie werde missen wollen."

Auch Stuttgart und 1860 wollten Bobic haben

"Wir haben dem Spieler viel zu verdanken", sagte Hannovers Präsident Martin Kind, "er kann sich sportlich und finanziell sicherlich verbessern, deshalb respektieren wir seine Entscheidung." Für den Aufsteiger, der sich am Samstag durch ein 2:2 gegen Mönchengladbach den Klassenerhalt gesichert hatte, erzielte Bobic diese Saison in 27 Bundesligaspielen bislang 14 Treffer. Der 31-Jährige ist nach dem Bielefelder Stürmer Artur Wichniarek die zweite Neuverpflichtung der Berliner, die noch um die Teilnahme am Uefa-Cup bangen müssen.

Außerdem kam Bobic diese Spielzeit nach fast fünf Jahren Abstinenz zu einem Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. In seinen ersten beiden Partien gegen die Niederlande (1:2) und in Spanien (1:3) schoss er jeweils ein Tor. In der Bundesliga war der 21-malige Auswahlkicker, an dem auch sein Ex-Club VfB Stuttgart und der TSV 1860 München Interesse zeigten, bisher genau 100 Mal erfolgreich.

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