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Überfülltes Stadion in Nigeria: 15.000 Fans zu viel auf den Rängen

Völlig überfülltes Stadion: Nigerianischer Politiker sorgt für Chaos Fotos
AFP

Freier Eintritt für alle: Mit seiner Großzügigkeit hat ein nigerianischer Politiker eine Fußball-Katastrophe riskiert. Fast doppelt so viele Fans wie erlaubt kamen zum Spiel gegen Ägypten.

Beim Qualifikationsspiel zum Afrika-Cup zwischen Nigeria und Ägypten (1:1) wurde es eng: Rund 40.000 Zuschauer verfolgten am Freitag im Stadion in Kaduna das Spiel - obwohl offiziell eigentlich nur rund 25.000 Zuschauer in die Spielstätte passen.

Nach einem Bericht der nigerianischen Zeitung "Premium Times" wollte der Gouverneur des Bundesstaats Kaduna, Nasiru Ahmad El-Rufai, allen Zuschauern freien Eintritt ermöglichen. Zu diesem Zweck ließ er alle verfügbaren Tagestickets aufkaufen und jedem Interessierten Einlass gewähren.

Eine Entscheidung, die sich im Nachhinein beinahe als fatal erwies: In der Folge strömten massenweise Menschen ungehindert über Zäune und Mauern in das Stadion. Auf den Rängen war es bald so beengt, dass sich die Zuschauer anschließend bis an den Spielfeld gedrängt und Flutlichtmasten erklommen hatten.

Einzig ein Platzstürmer sorgt für Aufregung

Trotz des großen Andrangs ging die brisante Situation glimpflich aus: Einzig ein Fan, der während der Partie auf das Spielfeld gerannt war, um nigerianische Nationalspieler zu umarmen, musste von Sicherheitskräften abgeführt werden. Ansonsten blieb es im Stadion ruhig, Verletzte gab es offiziellen Angaben zufolge keine.

Sportlich mussten die Gastgeber einen späten Rückschlag hinnehmen: Mohamed Salah sicherte den Gästen aus Ägypten einen Punkt, indem der Flügelspieler vom AS Rom in der Schlussminute den Ausgleich erzielte (90. Minute). Oghenekaro Etebo hatte Nigeria in der 60. Minute im Nachschuss in Führung gebracht, nachdem Manchester-City-Stürmer Kelechi Iheanacho zuvor mit seinem Versuch an der Querlatte gescheitert war.

Nach der Punkteteilung bleibt Ägypten, das eine Teilnahme an den letzten drei Kontinentalmeisterschaften verpasst hatte, zwei Punkte vor Nigeria auf Platz eins der Qualifikationsgruppe G.

lst/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Statik
noalk 26.03.2016
Dem Baumeister des Stadions muss man gratulieren! Offensichtlich versteht er was vom Bauen.
2. Deutsche Wertarbeit!
trillion 26.03.2016
JBN PLC Julius Berger Nigeria
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