Beleidigung Weidenfeller für drei Spiele gesperrt

Weil er seinen Schalker Gegenspieler übel beschimpft hat, muss der Torhüter von Borussia Dortmund in den nächsten Partien zuschauen. Der genaue Wortlaut von Weidenfellers Entgleisung wurde nicht bekanntgegeben.


Frankfurt/Main - BVB-Torwart Roman Weidenfeller ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen "einer herabwürdigenden und verunglimpfenden Äußerung" gegen Nationalspieler Gerald Asamoah von Schalke 04 im Revierderby am vergangenen Samstag in Gelsenkirchen zu einer Sperre von drei Meisterschaftsspielen und einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro verurteilt worden. Weidenfeller soll den dunkelhäutigen Asamaoh als "schwarzes Schwein" tituliert haben, der BVB-Keeper hatte dies jedoch bestritten.

Kontrahenten: Asamoah, Weidenfeller: "Herabwürdigende Äußerung"
DPA

Kontrahenten: Asamoah, Weidenfeller: "Herabwürdigende Äußerung"

Laut Pressemitteilung des DFB sei zugunsten von Weidenfeller berücksichtigt worden, "dass er sich nach einer für ihn schmerzhaften Auseinandersetzung mit Asamoah zu einer verbalen Entgleisung hinreißen ließ". Zum genauen Wortlaut der Beleidigung wollen sich die Beteiligten nicht äußern. Asamoahs Anwalt Christoph Schickhardt sagte SPIEGEL ONLINE lediglich: "Gerald Asamoah und Schalke 04 akzeptieren diese Entscheidung."

Der DFB hielt Weidenfeller weiter zugute, dass er sich noch auf dem Spielfeld bei seinem Gegner entschuldigt und sich zwischenzeitlich mit ihm ausgesöhnt habe. Wegen dieser "gewichtigen Entlastungsgründe" wurde von einem möglichen Punktabzug für Borussia Dortmund abgesehen. Das Urteil ist rechtskräftig.

all/sid



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