Abgebrochenes Istanbul-Derby Besiktas erscheint nicht zum Nachholtermin

Besiktas Istanbul hat seine Ankündigung wahrgemacht und das Nachholspiel des abgebrochenen Halbfinal-Derbys boykottiert. Fenerbahce zieht damit wahrscheinlich ins Finale ein.

Das Team von Fenerbahce im Sukru Saracoglu Stadium, Istanbul
REUTERS

Das Team von Fenerbahce im Sukru Saracoglu Stadium, Istanbul


Besiktas Istanbul hat den Nachholtermin für das abgebrochene Halbfinal-Derby im türkischen Fußball-Pokal gegen den Stadtrivalen Fenerbahce boykottiert. Der Verein hat damit seine Ankündigung umgesetzt und ist nicht zu dem Spiel im Sukru Saracoglu Stadium erschienen. Da die Mannschaft bis zum Abpfiff nicht im Stadion aufgetaucht war, wurde die Partie abgesagt. Der türkische Fußballverband muss nun entscheiden, ob Fenerbahce damit in das Finale gegen Akhisar Belediyespor einzieht.

Besiktas-Trainer Senol Günes war im Rückspiel von Zuschauern mit einem Gegenstand beworfen worden und hatte dabei eine Kopfverletzung erlitten. Anschließend wurde er zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, die Partie nach einer 20-minütigen Unterbrechung abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte es 0:0 gestanden, das Hinspiel war 2:2 ausgegangen.

Türkischer Verband muss entscheiden

Der türkische Verband hatte daraufhin entschieden, dass die Restspielzeit des in der 57. Minute abgebrochenen Spiels vor leeren Rängen nachgeholt werden sollte. In einer separaten Entscheidung hatte der Verband mitgeteilt, dass Fenerbahce wegen der Vorfälle drei Spiele ohne Fans absolvieren und eine Strafe in Höhe von umgerechnet 200.000 Euro zahlen müsse. Zwei Besiktas-Spieler würden zudem für jeweils ein Spiel gesperrt.

Besiktas hatte sich als "das einzige Opfer" gesehen und Einspruch eingelegt. Als dieser scheiterte, teilte der Klub mit, diese Partie boykottieren zu wollen.

"Besiktas hat eine schwierige Entscheidung getroffen. Ich hätte es vorgezogen zu verlieren, anstatt in dieser Art und Weise zu gewinnen", sagte Fenerbahce-Coach Aykut Kocaman.

Der türkische Fußballverband TFF muss nun eine Entscheidung treffen. Wird das Spiel mit 3:0 für Fenerbahce gewertet, würde der Klub würde kampflos ins Finale gegen Akhisar Belediyespor einziehen.

ngo/reuters/sid



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brotherandrew 04.05.2018
1. Besiktas ...
... Istanbul hat sich richtig verhalten. 33 Minuten nachzuspielen ist Quatsch. Nach dem Spielabbruch haette das Spiel zugunsten von Besiktas gewertet werden müssen. Alles Andere sendet eine falsche Botschaft an gewalttätige "Fußballfans".
Nonvaio01 04.05.2018
2. sehe ich auch so
Zitat von brotherandrew... Istanbul hat sich richtig verhalten. 33 Minuten nachzuspielen ist Quatsch. Nach dem Spielabbruch haette das Spiel zugunsten von Besiktas gewertet werden müssen. Alles Andere sendet eine falsche Botschaft an gewalttätige "Fußballfans".
voellig richtige entscheidung. Sie haben nichts falsch gemacht, ausserdem sendet es das falsche signal an die fans. Das signal jetzt ist: Wenn es schlecht laeuft macht randale bis zum abbruch, und dann nochmals versuchen.....
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