Spitzenfunktionäre Blatter und Platini dürfen gegen Sperren vorgehen

Die gesperrten Fußballfunktionäre Joseph Blatter und Michel Platini haben ihre Urteilsbegründungen durch die unabhängige Ethikkommission der Fifa erhalten. Nun können beide Berufung gegen ihre Strafen einlegen.

Ex-Fifa-Boss Blatter: Sieben Tage Zeit
AFP

Ex-Fifa-Boss Blatter: Sieben Tage Zeit


Wie die rechtsprechende Kammer unter der Leitung von Richter Hans-Joachim Eckert am Samstag mitteilte, wurden Fifa-Präsident Blatter (79) und Platini (60), Präsident der Europäischen Fußball-Union Uefa, über ihre Möglichkeiten in Kenntnis gesetzt. Für die schriftlich begründeten Einsprüche bei der Fifa-Berufungskommission haben beide sieben Tage Zeit.

Bei der zu erwartenden Bestätigung der Sperren steht dem Duo der Gang zum Internationalen Sportgerichtshof CAS offen. Nachdem Blatter und Platini am 21. Dezember gesperrt worden waren, erklärten sie, gegen die Urteile bis zur letzten Instanz vorgehen zu wollen, weil sie sich ungerecht behandelt fühlen.

"Wir bestätigen, dass wir in der Nacht von Freitag auf Samstag die Urteilsbegründung erhalten haben. Wir werden sie lesen, analysieren und Montag Berufung vor dem Berufungskomitee einreichen", sagte Platinis Anwalt Thibaud d'Alès.

Die beiden Funktionäre dürften auf ein eiliges Verfahren drängen, am 26. Februar wird in Zürich der neue Fifa-Präsident gewählt. Blatter will sich dort noch einmal feiern lassen, Platini verfolgt trotz seiner am Donnerstag zurückgezogenen Kandidatur für das höchste Amt im Weltfußball seine sportpolitische Rehabilitation. Sanktioniert wurden beide wegen der dubiosen Zahlung von 1,8 Millionen Euro von Blatter an Platini im Jahr 2011.

mig/sid



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