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Fußball-Bundesliga: Borussias siegen im Gleichschritt, Freiburg verschärft HSV-Krise

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Borussia Dortmund zieht in der Fußball-Bundesliga unangefochten seine Bahn. Auch Werder Bremen konnte den Tabellenführer nicht aufhalten. Gladbach gewann in Leverkusen, der Hamburger SV ist nach der Heimpleite gegen Freiburg wieder in Not. Augsburg siegte erneut daheim.

26. Spieltag: Die knappen Siege der Borussias Fotos
AP

Wer soll Borussia Dortmund in dieser Spielzeit eigentlich noch stoppen? Werder Bremen gehört in jedem Fall nicht dazu. Die Dortmunder lösten ihre Aufgabe gegen die Norddeutschen so, wie man es von einem Titelträger erwartet: souverän, cool, unangefochten. Auch wenn das Resultat von 1:0 (1:0) knapp klingt, das Spiel jedoch war absolut einseitig. Ein frühes Tor von Shinji Kagawa sorgte für die schnelle Entscheidung zugunsten des Deutschen Meisters. Der BVB ist nunmehr seit 20 Spielen ohne Niederlage - das ist neuer Vereinsrekord.

Auf der Verfolgung bleibt die andere Borussia aus Mönchengladbach: Bei Bayer Leverkusen siegte das Team von Lucien Favre 2:1 (1:0). Der Sicherheitsabstand der Gladbacher nach oben zu den Dortmundern beträgt allerdings immer noch acht Punkte. Der Hamburger SV befindet sich nach der 1:3-Heimniederlage gegen den erstarkten SC Freiburg wieder in akuter Abstiegsnot. Der FC Augsburg befreite sich durch ein 2:1 (1:1) über Mainz 05 vorerst aus dem Tabellenkeller. Zudem überraschte der VfL Wolfsburg in Nürnberg mit einem 3:1-Auswärtssieg.

In Dortmund zeigte der BVB mehr als deutlich die Dominanz eines selbstbewussten Tabellenführers. Wobei die Voraussetzungen zwischen beiden Teams schon vor dem Anpfiff extrem ungleich waren. Hier Borussia Dortmund, bis auf den langzeitverletzten Mario Götze und den kurzfristig ausgefallenen Sven Bender in Bestbesetzung. Dort Werder Bremen, das nicht nur den gesperrten Claudio Pizarro verzichten musste, sondern auch auf die angeschlagenen Stammkräfte Marko Marin, Philipp Bargfrede und Tim Wiese.

Werder ohne Pizarro ohne Sturm

Eine Schieflage, die sich auf dem Platz mehr als deutlich spiegelte. Dortmund war von Beginn an turmhoch überlegen, Werder hatte mehr als genug zu tun, das eigene Tor zu verteidigen - Bemühungen, die lediglich sechs Minuten lang von Erfolg gekrönt waren. Dann schloss der überragende Kagawa eine sehenswerte Kombination zum 1:0 ab. Wie so oft in dieser Spielzeit lag das Geheimnis des Dortmunder Erfolges in einer überzeugenden ersten Halbzeit. In den bisherigen 26 Spielen hat der BVB in der ersten Hälfte lediglich vier Gegentore kassiert.

Gegner Werder präsentierte sich dagegen im Vorwärtsspiel erschreckend harmlos - man muss schon sagen, erwartungsgemäß. Ohne Pizarro findet eine Werder-Offensive nicht statt. Wenn der Peruaner die Bremer zum Saisonende tatsächlich verlassen sollte - zuletzt wurde wieder verstärkt über eine Rückkehr des 33-Jährigen zum FC Bayern spekuliert - , dann sieht es für den Angriff in Bremen richtig düster aus. In dieser Verfassung wird es Bremen schwer haben, einen Tabellenplatz, der zur Teilnahme in der Europa League berechtigt, zu verteidigen.

Das gilt allerdings auch für Bayer Leverkusen. Vor zwei Wochen nach dem 2:0-Erfolg über Bayern München hat das Team von Trainer Robin Dutt noch davon geträumt, einen der Champions-League-Ränge zu erreichen. Nach der 2:1-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach sind diese Träume erst einmal wieder verboten. Die Gladbacher finden rechtzeitig vor dem DFB-Pokal-Halbfinalhit gegen Bayern München am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wieder zurück in die Erfolgsspur.

Der Durchhänger der Borussia in den vergangenen Wochen war auch gleichbedeutend der Durchhänger von Marco Reus gewesen. Vier Spiele hatte der Nationalspieler zuletzt nicht getroffen, diese Serie beendete Reus in der 7. Minute. Der Gladbacher profitierte allerdings von einem katastrophalen Stellungsfehler von Daniel Schwaab. Reus stand plötzlich frei und ließ Bayer-Keeper Bernd Leno keine Chance.

Leverkusen spielte lange bemüht, mehr aber auch nicht. Der Einsatz zumindest wurde in der 75. Minute belohnt, als Stefan Kießling zum 1:1 abstaubte. Gladbachs Keeper Marc-André ter Stegen hatte zuvor den Ball nicht festhalten können. Die Freude der Gastgeber hatte jedoch nur gut zehn Minuten Bestand, dann sorgte der eingewechselte Igor de Camargo nach feinem Zuspiel von Reus für den K.o. zugunsten der Borussia. Angesichts der Fülle von Möglichkeiten, die Gladbach zuvor vergeben hatte, war es ein verdienter Sieg.

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1. Wo ist...
nudelhuber 17.03.2012
Zitat von sysopAPBorussia Dortmund zieht in der Fußball-Bundesliga unangefochten seine Bahn. Auch Werder Bremen konnte den Tabellenführer nicht aufhalten. Gladbach gwann in Leverkusen, der Hamburger SV ist nach der Heimpleite gegen Freiburg wieder in Not. Augsburg siegt weiter daheim. Wolfsburg überraschte in Nürnberg. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,821979,00.html
eigentlich unser Gladbachfreund, der uns den Einbruch der Borussia gebetsmühlenartig jede Woche gepredigt hat...lol Ach, sind ja Punkte im Kampf gegen den Abstieg...hehe Immerhin reichen diese Punkte mindestens für die Qualikationsrunde der CL
2. HSV-Krise - Arnesen ist an allem Schuld!
frank_w._abagnale 17.03.2012
Der unselige Frank Arnesen hat mit seiner tolpatschigen Art und seiner mehr als naiven Transferpolitik (Leerkaufen der Tribüne des Chelsea FC) den Hamburger Sportverein zu einer Lachnummer degradiert. Sollte der Verein absteigen, so ist das alleine sein Verdienst. Der Mann gehört irgendwo in die zweite Reihe. Dorthin, wo er am wenigesten Schaden anrichten kann. Der Hamburger Sportverein sollte jetzt schnell handeln bevor es zu spät ist. Es wäre angebracht vielleicht auch mal Gespräche mit einem Dietmar Beiersdorfer zu führen. Der Mann ist frei, fachlich über jeden Zweifel erhaben und kennt den Verein und die Stadt. Stellt sich der Hamburger Sportverein wieder zu bräsig an, wird ein Dietmar Beiersdorfer nach Köln gehen.
3. Deja vu
MADmanOne 17.03.2012
Zitat von frank_w._abagnaleDer unselige Frank Arnesen hat mit seiner tolpatschigen Art und seiner mehr als naiven Transferpolitik (Leerkaufen der Tribüne des Chelsea FC) den Hamburger Sportverein zu einer Lachnummer degradiert. Sollte der Verein absteigen, so ist das alleine sein Verdienst. Der Mann gehört irgendwo in die zweite Reihe. Dorthin, wo er am wenigesten Schaden anrichten kann. Der Hamburger Sportverein sollte jetzt schnell handeln bevor es zu spät ist. Es wäre angebracht vielleicht auch mal Gespräche mit einem Dietmar Beiersdorfer zu führen. Der Mann ist frei, fachlich über jeden Zweifel erhaben und kennt den Verein und die Stadt. Stellt sich der Hamburger Sportverein wieder zu bräsig an, wird ein Dietmar Beiersdorfer nach Köln gehen.
War Beiersdorfer nicht schon mal Sportdirektor beim HSV bis 2009 ? Oder verwechsel ich da was ?
4.
Stäffelesrutscher 17.03.2012
Hier schreiben manche von einem "Hamburger Sportverein". Dabei muss es "Spottverein" heißen.
5. Homophobie und Rechtsradikalismus in Dortmund
DerDemokrat 18.03.2012
Ein Vorfall während des gestrigen Spiels auf der Dortmunder-Südtribüne bleibt mal wieder völlig unerwähnt. Seit Jahren ist bekannt, dass ein nicht unbeachtlicher Teil der Dortmunder Fanszene mit rechtem Gedankengut sympathisiert, nun kommt auch noch offen zur Schau gestellte Homophobie hinzu. Leider passt es ins Bild des heutigen "Journalismus", dass ein solcher Vorfall in der deutschen Presselandschaft völligst unerwähnt bleibt. Hätte es ein solches Banner (wer den Schund sehen will, muss es einfach mal googeln, auf vielen Seiten wurde es aber bereits gelöscht) bei Vereinen wie Dresden oder Rostock gegeben, wäre der Aufschrei immens, mit Aufmachungen in riesigen Lettern in jeder Zeitung. Aber hier ist es ja der deutsche Meister, der mit "Zauberfußball" glänzt. Es gilt aufzuwachen, Rechtsradikalismus und Homophobie im Fußball ist längst kein "ostdeutsches-Problem" mehr. Vereine wie Aachen und Dortmund stechen hier zwar heraus, dürften aber nur die Spitze des Eisbergs sein. Vielleicht sollten gerade auch "Journalisten" mal aufwachen, oder wie lässt es sich erklären, dass in keinem größeren Onlineauftritt hierüber etwas zu finden ist! Aber wahrscheinlich lesen sich Artikel über Zauberfußball einfach besser...
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