Remis bei Atalanta Schmelzer rettet Dortmund ins Europa-League-Achtelfinale

Mit viel Glück hat der BVB die nächste Runde in der Europa League erreicht. Dortmund lag bei Atalanta durch einen Torwartfehler lange zurück. Aber ein Tor in der Schlussphase sicherte das Weiterkommen.

AFP

Borussia Dortmund hat durch einen späten Treffer bei Atalanta den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Marcel Schmelzer traf in der 83. Minute zum Ausgleich, das Rückspiel in Italien endete 1:1 (1:0). Rafael Tolói hatte den Gastgeber in der ersten Hälfte in Führung gebracht (11. Minute). Die Borussia ist zwar eine Runde weiter, zeigte aber ihre wohl schwächste Leistung, seitdem Peter Stöger das Traineramt übernommen hat.

Wie schon beim glücklichen Sieg gegen Gladbach blieb Dortmund offensiv lange blass. Götze erzielte zwar vor der Pause einen Treffer - allerdings in Folge einer Abseitsposition (33.). Für die torgefährlichste reguläre Szene des BVB sorgte unmittelbar darauf ein Atalanta-Spieler: Tolói bekam im Zweikampf mit Michy Batshuayi an der Strafraumkante den Fuß an den Ball und setzte ihn Zentimeter neben das eigene Tor.

Dortmund hatte Glück, zu diesem Zeitpunkt nicht schon 0:2 hinten zu liegen. Bryan Cristante hatte einen Kopfball kurz zuvor neben das Tor gesetzt (27.) - freistehend vor Roman Bürki, der beim Gegentreffer im Mittelpunkt stand. Der BVB-Keeper hatte eine Flanke durchrutschen lassen, dahinter reagierte Tolói schneller als Sokratis und traf zum 1:0 (11.). Es war Atalantas einziger Schuss aufs Tor.

Denn aufgrund der frühen Führung beschränkte sich der Klub aus der Serie A weitestgehend auf die Defensive und stand sehr tief. Gegen den ideenlosen Angriff der Gäste reichte das lange problemlos. Erst in der 81. Minute gab es die erste klare Dortmunder Torchance des Spiels: André Schürrle scheiterte allerdings an Torwart Etrit Berisha.

Und trotzdem reichte es zu einem Remis: Berisha ließ einen Schuss des eingewechselten Marco Reus nach vorn abprallen und der ebenfalls eingewechselte Schmelzer rettete sein Team mit einem Abstauber ins Achtelfinale (83.). Damit stehen zwei deutsche Klubs unter den besten 16 Mannschaften der Europa League. Zuvor hatte sich RB Leipzig trotz einer 0:2-Heimniederlage gegen die SSC Neapel für das Achtelfinale qualifiziert.

Atalanta Bergamo - Borussia Dortmund 1:1 (1:0)
1:0 Toloi (11.)
1:1 Schmelzer (83.)
Atalanta: Berisha - Tolói (88. Cornelius), Caldara, Masiello - Hateboer, de Roon (87. Petagna), Spinazzola - Cristante, Freuler - Ilicic, Gomez
Dortmund: Bürki - Toljan (46. Schmelzer), Toprak, Sokratis, Piszczek - Dahoud (82. Isak), Sahin - Pulisic (59. Reus), Götze, Schürrle - Batshuayi
Schiedsrichter: Manzano (Spanien)
Gelbe Karten: Hateboer, Spinazzola - Bürki, Sokratis, Piszczek
Zuschauer: 19.000

aev



insgesamt 55 Beiträge
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munich1952 22.02.2018
1. Na bitte, geht doch!
Ganz so spannend hätte es allerdings nicht sein müssen! Gratulation nach Dortmund (und Leipzig)! Somit vertreten wenigstens doch noch 3 Vereine die Bundesliga in Europa.
Oihme 22.02.2018
2. Grottenspiel ...
.. des BVB, aber Hauptsache weiter. Einen Torwartfehler Bürki´s beim 1:0 Bergamos habe ich nicht unbedingt gesehen, er wurde schon ziemlich deutlich weg- und umgestoßen. Ansonsten war das Spiel des BVB nur noch zum Haareraufen. Entweder den Ball blind nach vorne (natürlich direkt zum Gegner) gedroschen, oder aber Hacke-Spitze eins-zwei-drei-oh, Ball is weg! bis zum Gehtnichtmehr, und immer durch die Mitte, wo wirklich kein Durchkommen war. Schürrle war manchmal ein Lichtblick, weil er sich als einer der wenigen BVB-Spieler auch mal traut, von außerhalb des Strafraums abzuziehen. Nur das Ergebnis und das Weiterkommen war positiv. Also weiter!
StefanKomarek 22.02.2018
3. Hauptsache, gewonnen
Schlecht gespielt und trotzdem gewonnen. Das erinnert schon fast an den typischen Bayern-Dusel. Die Bayern gewinnen damit ein Meisterschaft nach der anderen, mal sehen, wieweit der Dusel den BVB führt.
Roberto.Geissini 23.02.2018
4. Habe das
Spiel nicht gesehen, jedoch passieren dem Gürki immer solche Nummern. Nicht nur das Dortmund eine schlechte Abwehr hat, sondern auch noch einen noch schlechteren Torwart. Wann reagiert der Verein um diese Schwachstelle abzuschaffen? Bürki hat weder Bundesliga Format noch International etwas zu bieten.
briancornway 23.02.2018
5. Mit Dusel in die Spur
Meine Güte ... da waren schon vor dem Ausgleich ein paar tolle Chancen dabei, aber immer auch Konterchancen für Bergamo. Irgendwie hatte ich trotzdem das Gefühl, dass da noch ein Ding reingequetscht wird, auch wenn ich dabei nicht an Schmelzer gedacht hätte. Doch langsam verstehe ich, warum er Kapitän ist. Das war nicht das erste Spiel unter Stöger, bei dem Dortmund gerade so die Nase vorne hatte (hier mit Hinspiel). Wer aus einer Phase der Verunsicherung kommend wiederholt für Glauben und Hingabe belohnt wird, entwickelt vielleicht wieder Sicherheit und Konstanz. Zumindest ist er erstmal nicht ausgeschieden. Aber noch ist es ein Eiertanz, oder ... wie ein in's Schleudern geratenes Auto, dass zwar noch auf der Straße aber noch nicht gänzlich unter Kontrolle ist. Glück ist wichtig.
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