Fußball-Bundesliga Dortmund holt Frankfurts Top-Scorer Wolf

Vor der Saison war Marius Wolf nur Bundesliga-Kennern ein Begriff. Dann entwickelte er sich mit seinem Tempo und Zug zum Tor zu einem Schlüsselspieler der Eintracht. Nun steht fest: Wolf wechselt zum BVB.

Marius Wolf
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Marius Wolf


Borussia Dortmund hat den Transfer von Marius Wolf von DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt perfekt gemacht. Der 23 Jahre alte Offensivspieler unterschrieb beim BVB einen Vertrag bis 2023. Medienberichten zufolge soll er eine Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro gehabt haben.

Wolf war im Januar 2017 zunächst als Leihgabe von Hannover 96 zur Eintracht gekommen und kurz darauf fest verpflichtet worden. Der Angreifer kam vor allem auf der rechten Seite zum Einsatz. Mit seinen Läufen hinter gegnerische Abwehrketten und seinem hohen Tempo gehörte er in Frankfurt zu den gefährlichsten Spielern. In 28 Bundesligapartien erzielte er fünf Tore und lieferte neun Vorlagen, damit war er der Top-Scorer des Tabellenachten. Gemessen an seiner Spielzeit erreichte Wolf im Schnitt 0,5 Torbeteiligungen pro 90 Minuten.

Auch auf dem Weg zum Pokalsieg wurde er in jedem Spiel eingesetzt. Im Finale gegen den FC Bayern (3:1) blieb er zwar ohne Treffer und Vorlage, mit seinen Sprints hinter die Abwehr stellte er die Münchner aber mehrfach vor Probleme. Mit seinem Profil dürfte er gut zur Spielweise des neuen BVB-Trainers Lucien Favre passen.

Er wolle in Dortmund "den einen oder anderen Titel gewinnen", sagte Wolf. Er ist der zweite Zugang des BVB nach Torhüter Marwin Hitz, der ablösefrei vom FC Augsburg kam.

mon/dpa/sid



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Seite 1
Turbo 28.05.2018
1. Und wieder einer mehr
Kein anderer Verein kauft bei anderen Bundesligisten so oft ein. Ich finde das gezielte Schwächen kleinerer Clubs sollte unterbunden werden. Das trägt auch zur mangelnden Attraktivität der Liga bei. Zumal ein Top 10 Verein in Europa, einmalige Erfolgsgeschichte in Europa und Leuchtturm des deutschen Fußballs sicher ohne Problem Toptransfers auf der internationalen Bühne tätigen kann. Wäre Bobic Watzke, würde er völlig berechtigt sagen: Dortmund will uns zerstören.
hamburger.jung 28.05.2018
2.
Guter Mann, den Dortmund da holt. Ein Generationsqechsel auf den AV-Positionen ist notwendig. Favre hat das gut erkannt.
sametime 28.05.2018
3. Sommerschlussverkauf
Kaum ist ein Club erfolgreich, werden seine Leute weggekauft. Erst der Trainer, dann die Spieler. Frankfurt wird nächste Saison wohl wieder gegen den Abstieg kämpfen müssen. So bleibt es wenigstens unten spannend. In Kiel ist es das gleiche Dilemma.
aurichter 28.05.2018
4. Und warum
sollte ein Bundesligist international Geld verschwenden, wenn es innerhalb der Liga gute bis sehr gute Spieler zur Auswahl gibt? Hier jetzt dem BVB den Schwarzen Peter zuzuschieben, der ansonsten bei einem anderen "Spitzenverein" zu finden war, ist brotlose Kunst. Wolf hat eine Ausstiegsklausel über 5 Mio Euro, die der Spieler gezogen hat und nicht der zukünftige Verein oder werden Vertragdetails auf einer Spielerbörse offen gehandelt? Ich denke jedoch dass es vorteilhafter ist, wenn diese Summen innerhalb der Liga bleiben und nicht in das Ausland abwandern. Was ist denn bspw mit Süle, Rudy, Hummels usw, die zum Platzhirschen abgewandert sind? Darum sind die Fingerzeige bzgl Spielerwechsel nur auf einen bestimmten Verein zu tätigen absoluter Quatsch. Die vermeintlichen Großen bedienen sich bei finanzschwächeren Clubs, das wird sich auch nie ändern. Anklagen nur zu einem Verein völlig unangebracht.
ildico2010 28.05.2018
5.
Wie jedes Jahr werden wieder direkte Konkurrenten geschwächt.
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