Attacke auf BVB Hooligan-Demo auf Namen von Fanbetreuer angemeldet

Unbekannte haben offenbar unter dem Namen eines Fanbeauftragten von Borussia Dortmund eine Hooligan-Demonstration angemeldet. Dieser wehrt sich gegen die Attacke.

Hooligans in Köln: Falsche Demo-Anmeldung
REUTERS

Hooligans in Köln: Falsche Demo-Anmeldung


Hamburg - Eine Hooligan-Demonstration in Dortmund, angemeldet unter dem Namen eines BVB-Fanbeauftragten: Mit dieser geschmacklosen Aktion haben Unbekannte versucht, Jens Volke zu denunzieren. Unter dem Namen Volkes, der einer von mehreren Fanbeauftragten des Bundesliga-Klubs ist, sei bei den Dortmunder Behörden per E-Mail die Anmeldung einer "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa)-Demo für den kommenden Samstag eingegangen. Das berichten die "Ruhr Nachrichten" auf ihrer Internetseite. Bei Twitter distanzierte sich Volke von der Anmeldung. Nach Angaben der "Ruhr Nachrichten" hat er Anzeige erstattet.

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Die E-Mail-Adresse, von der die Anmeldung versendet wurde, lautete offenbar jjvolke@web.de. "jj" stehe als Kürzel für "Judenjens". So wird Volke nach Angaben der "Ruhr Nachrichten" von Rechtsradikalen genannt.

In Köln hatten sich am 26. Oktober 4500 Hooligans mit Rechtsextremen versammelt und die Polizei angegriffen. Seitdem waren ähnliche Demonstrationen in mehreren Städten an- und wieder abgemeldet worden. Zuletzt war am Montag eine Demonstration für den 15. November in Hannover angemeldet worden.

Es ist nicht die erste Attacke auf den BVB-Fanbeauftragten. Im Rahmen der Champions-League-Partie von Borussia Dortmund in Donezk in der vergangenen Saison waren Volke und Thilo Danielsmeyer, ein Mitarbeiter des Fanprojekts, von rechtsextremen Klubanhängern körperlich angegriffen worden. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verurteilte die Attacken scharf, der Klub sprach gegen die insgesamt drei Angreifer bundesweite Stadionverbote aus.

Einschüchtern lassen will sich Volke von den Angriffen nicht: "Glaubt ihr eigentlich, dass ich mich davon beeindrucken lasse? Das Gegenteil ist der Fall", hieß es am Dienstagmittag auf seiner Facebook-Seite.

mon



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