Nach zwei Jahren Schmelzer tritt als Kapitän beim BVB zurück

Hinter Borussia Dortmund liegen zwei intensive und chaotische Spielzeiten. Auch bei Marcel Schmelzer haben die Jahre Spuren hinterlassen. Der 30-Jährige wird deshalb sein Amt als Kapitän niederlegen.

Marcel Schmelzer
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Marcel Schmelzer


Ex-Nationalspieler Marcel Schmelzer ist als Kapitän von Borussia Dortmund zurückgetreten. "Es ist meine Entscheidung. Ich glaube, dass es so das Beste ist", sagte der 30-Jährige in einer vom Verein verbreiteten Mitteilung: "Das waren zwei anstrengende und intensive Jahre, die sehr kräftezehrend waren." Favorit auf die Nachfolge ist Marco Reus.

Linksverteidiger Schmelzer war 2005 vom 1. FC Magdeburg nach Dortmund gewechselt und steht mit 346 Pflichtspiel-Einsätzen derzeit auf Rang acht in der ewigen Vereins-Rangliste. Sein ehemaliger Trainer Thomas Tuchel hatte ihn 2016 nach dem Abgang von Mats Hummels zum FC Bayern München zum Spielführer ernannt, auch unter Tuchels Nachfolgern Peter Bosz und Peter Stöger blieb Schmelzer im Amt. Im Saisonfinale stand er unter Stöger aber teilweise gar nicht mehr im Kader. Der Österreicher Stöger wird zur neuen Saison von Lucien Favre beerbt.

"Ich bin stolz darauf, zwei Jahre Kapitän gewesen zu sein - und dass ich mit dem Verein viele Titel gewinnen konnte; einen davon sogar als Kapitän", erklärte Schmelzer, in dessen Amtszeit der DFB-Pokalsieg 2017 fällt: "Ich denke aber auch, dass wir Spieler im Kader haben, die diese Aufgabe übernehmen können. Hinzu kommt, dass vom Verein für den Sommer ein Neustart ausgegeben wurde. Da passt es gut, dass dieses Amt neu vergeben wird."

bam/dpa



insgesamt 37 Beiträge
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Levator 22.05.2018
1. Oh je
Eine Ikone des Dortmunder Fußballs streicht die Segel. Hoffentlich hat das nichts mit dem neuen Trainer zu tun! Kein guter Einstand für Herrn Favre wenn es so wäre...
Papazaca 22.05.2018
2. Richtige Entscheidung
Ob die Entscheidung seine eigene war, lassen wir mal offen. Ich fand, das Schmelzer nie Kapitän werden sollte. Aber um das richtig beurteilen zu können, muß man viel mehr über die Mannschaft wissen. Aber auch als Spieler war Schmelzer zuletzt umstritten. Deshalb ist es besser, wenn er sich jetzt auf seine Karriere konzentriert. Und für Fabre ist es besser, wenn er nicht sofort einen Kapitän absetzt, das wäre ein schlechter Anfang. Also alles gut, soweit man sieht.
spon_2937981 22.05.2018
3. Klug
Das war nicht ungeschickt, so kommt er einer 'Entmachtung' zuvor. So ganz doof scheint er ja nicht zu sein.
cimarol 22.05.2018
4. Herr Schmelzer tut gut daran
eine Ikone ist er per se schon nicht, weder im eigentlichen Sinne des Wortes noch abgeleitet durch Leistungen. „Ikonen“ des BVB sind vielleicht, Emmerich, Held, Hitzfeld, Sammer aber sicher kein Schmelzer. Der zudem einer der Maulwürfe der aktuellen Mannschaft ist und Flüsterer in Richtung Hrn. Watzke. Wichtiger Schritt für einen Neuanfang in schwarz gelb.
Papazaca 22.05.2018
5. Wenn man was sagt, obwohl .....
Zitat von LevatorEine Ikone des Dortmunder Fußballs streicht die Segel. Hoffentlich hat das nichts mit dem neuen Trainer zu tun! Kein guter Einstand für Herrn Favre wenn es so wäre...
Erstmal war und ist Schmelzer keine Ikone des Dortmunder Fußballs. Wissen Sie, was eine Ikone ist? Und klar hat es auch was mit einem neuen Trainer zu tun, Das gilt übrigens für jeden Verein, nicht nur für den BVB. Deshalb; kein guter Einstand? Spät am Abend ist man manchmal etwas müde ....
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