BVB-Kapitän Hummels denkt über Wechsel nach

Für Mats Hummels ist ein vorzeitiger Weggang von Borussia Dortmund möglich. Der Abwehrspieler des BVB will "irgendwann mal ins Ausland wechseln". Der Zeitpunkt sei aber noch offen.

Kapitän Hummels: Verbleib in Dortmund offen
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Kapitän Hummels: Verbleib in Dortmund offen


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Hamburg - Mats Hummels von Borussia Dortmund hat bezüglich seiner Zukunft bei dem Bundesligisten noch keine Entscheidung getroffen. "Ich sage offen und ehrlich, dass ich über meine Zukunft nachdenke, dass ich mir derzeit überlege, was ich mir vorstellen kann", sagte der BVB-Kapitän gegenüber dem "Kicker". Hummels steht noch bis 2017 bei der Borussia unter Vertrag.

Der 26-Jährige wird seit Monaten mit ausländischen Vereinen in Verbindung gebracht, das größte Interesse soll Manchester United aus der Premier League haben. "Oft denke ich, dass ich auf jeden Fall mal ins Ausland möchte", sagte Hummels. "Dann gibt es aber auch Tage, an denen ich sage, dass ich das nicht brauche. Grundsätzlich glaube ich aber, dass einem das Ausland sowohl in der fußballerischen wie auch der persönlichen Entwicklung guttun wird." Deshalb werde es wohl darauf hinauslaufen, dass er "irgendwann mal ins Ausland wechseln möchte".

Noch sei aber nichts entschieden. In den vergangenen Wochen habe er mit den Verantwortlichen in Dortmund viele Gespräche geführt, "aus denen ich mir ein Gesamtbild mache", sagte Hummels, "aber ich habe für mich noch keine Entscheidung über meine Zukunft getroffen".

Hummels wolle herausfinden, "was gut für mich ist und worauf ich Lust habe. Jeder weiß, wie sehr es mir in Dortmund gefällt, aber dass ich auch möchte, dass wir eine schlagkräftige Truppe und eine schlagkräftige Herangehensweise haben".

Der Ausgang der laufenden Saison werde dabei keine entscheidende Rolle spielen: "Ob es die Europa League wird oder nicht, hat keinen Einfluss auf meine Gedankengänge." In der Bundesliga steht der BVB auf dem zehnten Platz und in der Champions League schieden die Dortmunder gegen Juventus Turin aus.

krä/sid

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kdgraewe 29.03.2015
1. Einleuchtende Überlegungen.
26 Jahre ist ein gutes Alter für solche Entscheidungen. Er sollte sie nur nicht auf eine allzu lange Bank schieben. Vereins-Zugehörigkeit heißt ja nicht Vereins-Hörigkeit. Und Hummels' Horizont reicht weiter als bis München.
Spanier.cs 29.03.2015
2.
Ergo, Hummels wird spätestens nach dieser oder nächster Saison wechseln. Die Gründe liegen bei einem Fußballer hauptsächlich bei monetären Faktoren. Schade, dass die Spieler immer so tun müssen, als würde es um eine Entwicklung gehen. Es geht um Siege und Geld. Und nun, da Hummels realisiert hat, dass Dortmund in absehbarer Zeit keine großen Titel mehr gewinnen wird, würde er gerne wechseln.
thenightlyobserver 29.03.2015
3. Man darf mal gespannt.sein...
Wieviel Klugscheisser- Kommentare dieser Artikel produziert. Obwohl sowohl von Hummels.selbst als auch vom SPON- Autor alles gesagt bzw. geschrieben wurde, hat es nur bis zum zweiten Post gedauert, dass uns jemand Hummels genauer erklären möchte. Wir sind nicht nur ein Volk von Bundestrainern, sondern auch eins von Philosophen, Psychologen, Soziologen etc. Und eben vor allem von Klugscheissern.
Ihr5spieltjetzt4gegen2 30.03.2015
4. Keine Überraschung
Hummels hat immer betont, dass er einerseits lange beim BVB bleiben möchte, andererseits aber auch einen Wechsel ins Ausland zu einem späteren Zeitpunkt als reizvoll ansehe. Wenn er dann wechseln sollte, dann solle der BVB auch ordentlich daran verdienen. Alles also im grünen Bereich. Bayern hatte vor einigen Jahren starkes Interesse, ihn zurückzuholen; aber da war wohl zuviel passiert. Der FC Barcelona hatte ihn auch im Visier. Aber durch 'Gehaltsaufbesserung' und vielversprechende Perspektiven mit dem BVB hatte Barcelona keine Chance. Dass Hummels auch von einigen PL - Clubs umworben wurde, ist auch kein Geheimnis. Schon Ferguson wollte ihn zu ManUnited holen. van Gaal ist seit der Übernahme des Traineramts auf der Suche nach einem spielstarken Innenverteidiger und will Hummels unbedingt verpflichten. In England heißt es, man wolle dem BVB ein Angebot über ca. 50 Mio € für Hummels unterbreiten. Nächstes Jahr wird der BVB nicht in der CL spielen. D.h. erheblicher Einnahmeausfall und fehlende Attraktivität für Spieler. Die man halten oder neuverpflichten will. Wie es mittel- und langfristig weitergeht ist nicht so recht klar; Watzke hat angedeutet, man wolle (und müsse) wieder verstärkt auf junge, zu entwickelnde Talente setzen. Aber auch dafür benötigt man Geld, wer weiß man man wieder CL spielt. Der Vertrag von Hummels läuft 2017 aus. Der Zeitpunkt für einen Wechsel, bei dem man eine hohe Transfersumme erzielen kann, ist somit ideal. So ein Interview wie das mit Hummels nun im 'kicker' kommt nicht vom Himmel geschneit. So etwas wird oft genug zur Lancierung bestimmter Dinge genutzt. Vom Spielern, vom Club, von beiden. Das Hummels nun auf diese Weise 'Druck' auf die BVB-Verantwortlichen ausüben will, um 'Verstärkungen' der Mannschaft zu forcieren, halte ich für weniger stichhaltig. Aber vielleicht täusche ich mich ja und der BVB macht für Hummels die Schatulle auf. Zumindest was dessen Gehalt anbelangt... Wie schon das eine oder andere Mal erwähnt, es wird spannend wie es beim BVB ab der nächsten Saison weitergehen wird.
Trainspotter 30.03.2015
5. Ausland
Den wenigsten deutschen Spielern hat ein Wechsel ins Ausland gut getan. Für viele war es der Anfang vom Ende, siehe Odonkor, Hildebrand oder Marin. Spieler wie Mertesacker und Özil sind da eher die Ausnahme.
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