Nach Wechselwunsch zu Bayern Pfiffe und Plakate gegen Hummels

Mats Hummels ist von Dortmunds Fans wegen seines geplanten Wechsels zu den Bayern mit Pfiffen und kritischen Plakaten empfangen worden. Der Kapitän solle "am besten sofort" gehen. Es gab aber auch Applaus.

Mats Hummels
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Mats Hummels


Bei jedem Ballkontakt wurde er ausgepfiffen: Mats Hummels hat in seinem ersten Spiel für den BVB nach dem verkündeten Wechselwunsch zu Bayern München laute Pfiffe über sich ergehen lassen müssen. Bereits bei der Verkündung der Mannschaftsaufstellung war der Name des 27-Jährigen nicht mehr zu hören - die Negativbekundungen der Dortmunder Fans waren zu laut. Auf das obligatorische "Mit der Nummer 15: Mats" folgten nur Pfiffe. Im Spiel gegen den VfL Wolfsburg folgten weitere Pfiffe bei jedem Ballkontakt.

Plakat gegen Mats Hummels
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Plakat gegen Mats Hummels

Jedoch waren in der Dortmunder Arena nur wenige Schmähplakate gegen den Mannschaftsführer zu sehen. Besonders harsch war die Kritik auf einem Banner in der Südkurve. Auf dem Transparent forderten Anhänger: "Der Kapitän geht als erster von Bord, am besten sofort."

Auf Twitter wurde aber auch von Pro-Hummels-Bekundungen berichtet. Demnach sollen Zuschauer Hummels' Aktionen mit Applaus begleitet haben.

Hans-Joachim Watzke kritisierte die Pfiffe nach dem Spiel: "Mats ist ein astreiner Bursche. Ein ganz großartiger Junge", sagte der BVB-Geschäftsführer bei WDR2: "Und wer den beleidigt, der hat eigentlich das Recht schon verspielt, zu uns zu gehören, weil das ist nicht Borussia Dortmund."

Watzke stellte aber auch klar, dass er "90 oder 95 Prozent der Zuschauer ein Riesen-Kompliment machen" müsse, da sie nicht gepfiffen haben. Auch Hummels selbst erklärte: "Das waren nicht die Fans. Es waren nur 300, die mich schon vorher nicht unbedingt geliebt haben. Die haben die Bühne genutzt. Ich habe gesehen, woher das kam."

In den vergangenen beiden Tagen hatten zahlreiche Anhänger des BVB ihren Ärger bereits in den sozialen Netzwerken zum Ausdruck gebracht. Hummels spielt seit Anfang 2008 für Dortmund und hat einen Vertrag bis 2017. Die Vereinsführung hat die Erlaubnis für den Wechsel nach München an eine hohe Ablöse geknüpft.

jan/sid



insgesamt 106 Beiträge
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pirx64 30.04.2016
1. Kindergarten
Das ist doch alles Kindergarten, dann dürfte ja auch keiner zum Bvb wechseln. Und ich Dummerchen dachte, es gibt eine freie Berufswahl in Deutschland
spon_2937981 30.04.2016
2. Sympathisch
Sympathisch, wie man sie kennt, diese BVB-Fans! Völlig zu Recht werden sie als die 'besten Fans der Welt' betrachtet und verstehen sich zuweilen auch selbst so.
acitapple 30.04.2016
3.
So behandeln die Fans langjährige Mannschaftsmitglieder. Was für ein Sportsgeist. Aber wehe einer von der Mannschaft möchte wechseln. Das geht gar nicht. Ebenso wie die Fans hat auch der Spieler sich gefälligst für alle Ewigkeit dem Verein zu opfern. Wenn man sich anschaut wie es Spielern ergeht, die wechseln (Götze, Lewandowski, Hummels) sollte man sich als Spieler sehr gut überlegen diesem Verein beizutreten. Hat schon mafiöse Züge: wenn du gehst, dann nur im Sarg, oder so ähnlich. Dank für die erbrachte Leistung und Glückwünsche für die Zukunft ? Niemals. Sowas verzeihen die tollsten Fans der Welt nicht. Naja, es scheint den Berichten nach noch ein paar anständige Fans beim BVB zu geben...
Bürger Icks 30.04.2016
4. So ist das nun mal wenn...
...man ohne grosse Not zum unsympathischsten Verein der deutschen Liga wechselt. Weinen wird Hummels wegen den Pfiffen und Unmutsäusserungen in den "sozialen" Netzwerken sicher nicht, wenn er auf seinen Lohnzettel schaut...
Attila2009 30.04.2016
5.
Es wird immer ein Problem sein wenn man in der noch laufenden Saison ausgerechnet mit dem ungeliebten Konkurenten verhandelt. Bei einem ausländischen Verein wäre man auch in Dortmund locker geblieben ( siehe Kagawa oder Sahin ) Genau deshalb sehe ich den Zeitpunkt als verwerflich an und auch von Hummels ziemlich dumm. Hätte er noch 4 Wochen bis Ende Mai warten können ? Die Bayern reiben sich wieder mal die Hände wegen der Unruhe. Es wird wohl besser sein Hummels bis zum Ende auf die Tribüne zu setzen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
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