Nach Remis im Derby Bosz bleibt vorerst BVB-Coach

Absturz in der Tabelle, Remis nach 4:0-Führung im Derby: Der Druck auf Peter Bosz bei Dortmund wächst. Zunächst bleibt der Trainer aber im Amt. Für die Mannschaft gab es auf der Mitgliederversammlung Pfiffe.

Peter Bosz
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Borussia Dortmund setzt vorerst weiter auf Peter Bosz. Auf der Jahreshauptversammlung des Bundesligisten kündigte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem in die Kritik geratenen Trainer an.

Gleichzeitig nahm Watzke den Coach aber auch mit deutlichen Worten in die Pflicht: "Ich habe die klare Erwartung an dich, Peter, dass ihr in dieser Woche alles auf den Prüfstand stellt, jeden Stein umdreht", sagte der BVB-Geschäftsführer: "Wir müssen wieder ganz schnell zurück in die Erfolgsspur. Die Champions-League-Qualifikation steht über allem."

Der Appell von Watzke konnte die schlechte Stimmung jedoch nur bedingt vertreiben. Die Verärgerung über das 4:4 am Vortag im historischen Revierderby, in dem die Borussia eine 4:0-Pausenführung verspielte, bekamen Bosz und die Profis deutlich zu spüren. So wurde die Mannschaft bei der Versammlung in der Westfalenhalle von den meisten der 1066 anwesenden Mitgliedern mit Pfiffen und Buhrufen empfangen.

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"Ich habe mich genauso beschissen gefühlt wie ihr euch alle", sagte Watzke zum Derby: "Einen derartigen Saisonverlauf habe ich noch nie erlebt. Das Problem ist aber, dass es dafür keine Patentlösung gibt."

Der BVB erlebt derzeit einen Negativlauf: Von den vergangenen zehn Pflichtspielen gewann Dortmund nur eins - im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Magdeburg. Dadurch ist die Borussia mittlerweile von Platz eins auf fünf abgerutscht. Die Aufarbeitung dieser Phase erfolge nun aber "konstruktiv, mit Ruhe und Besonnenheit. Es ist nicht alles beschissen hier", sagte Watzke.

aev/sid/dpa



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