Vor 70.000 Zuschauern Weidenfeller glänzt bei Abschiedsspiel als Doppeltorschütze

Lukas Podolski ist extra aus Japan eingeflogen, Jürgen Klopp immerhin aus Liverpool. Alles zu Ehren von Weltmeister Roman Weidenfeller. In seinem letzten Spiel durfte der Torwart sogar stürmen.

Roman Weidenfeller
Bongarts/Getty Images

Roman Weidenfeller


Eigentlich war es immer Roman Weidenfellers Aufgabe, Tore zu verhindern. Doch bei seinem Abschiedsspiel vor 70.000 Fans in Dortmund avancierte der langjährige BVB-Keeper zum Goalgetter. Aus dem Spiel heraus traf Weidenfeller zum zwischenzeitlichen 3:1, per Elfmeter sorgte er für den Endstand von 4:1 (2:1) für die "BVB-Allstars" gegen "Roman and Friends", bei denen er in der ersten Hälfte im Tor gestanden hatte.

Nebenbei parierte er zwei Elfmeter und wurde vom Publikum gebührend gefeiert. "So etwas gibt es nur in Dortmund", sagte Weidenfeller. Er gehe "mit einer Träne im Auge". Zu den prominenten Gästen, die dem 38-Jährigen die Ehre erwiesen, gehörten unter anderem Lukas Podolski und Per Mertesacker, mit denen Weidenfeller 2014 in Brasilien Weltmeister geworden war, und der ehemalige BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Gruppen-Selfie mit Nostalgiewert: Ewerthon, Marcio Amoroso, Rodrigo Martins, Jürgen Klopp, Jan Koller und Tinga (v.l.)
Bongarts/Getty Images

Gruppen-Selfie mit Nostalgiewert: Ewerthon, Marcio Amoroso, Rodrigo Martins, Jürgen Klopp, Jan Koller und Tinga (v.l.)

"Das ist die erfahrenste Mannschaft, mit der ich je zusammengearbeitet habe", sagte Klopp mit Blick auf die von ihm betreuten Allstars. "Ich habe noch nie im Mittelfeld so viel Übergewicht gehabt." Podolski, der bei Vissel Kobe unter Vertrag steht und extra aus Japan angereist war, traf für "Roman and Friends", die weiteren Tore erzielten die ehemaligen BVB-Stürmer Alexander Frei und Mohamed Zidan.

Neben Weidenfeller, der zwischen 2002 und 2018 insgesamt 349 Bundesligaspiele für die Borussia bestritten hatte und je zweimal Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger geworden war, wurden auch die früheren Dortmunder Sven Bender und Neven Subotic sowie Wolfgang "Teddy" de Beer verabschiedet, der den Verein im Sommer nach 31 Jahren als Spieler und Torwarttrainer verlassen hatte.

mmm/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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Oihme 07.09.2018
1. Übergewicht im Mittelfeld ...
... ein herrliches und angesichts des Kampfgewichts der durchweg reiferen Akteure sehr zutreffendes Wortspiel Klopp´s. Mehr Klamauk als Spiel, und um solchen reinen Spaß ging es ja letztlich auch. Danke, Roman, für die schönen Jahre!
Abel Frühstück 07.09.2018
2.
Schöner Spaß. Und, he, Ewerthon!
Joinme66 08.09.2018
3.
Immer sehr sympathisch und sehr gut. Mach’s gut im Restleben.
gibmichdiekirsche 08.09.2018
4. A Grandios Schlussakkord
Zitat von Oihme... ein herrliches und angesichts des Kampfgewichts der durchweg reiferen Akteure sehr zutreffendes Wortspiel Klopp´s. Mehr Klamauk als Spiel, und um solchen reinen Spaß ging es ja letztlich auch. Danke, Roman, für die schönen Jahre!
Die "reiferen Akteure" boten sogar über weite Strecken noch zumindest technisch ansehnlichen Fußball, auch wenn das Bäuchlein unter manchem Trikot nicht immer zu übersehen war. A grandios Karriere mit einem schönen und würdigen Schlussakkord eines Spielers, der für immer ein "Dortmunder Jung" geworden ist, sich bei seinem Abschied aber zugleich auch zu seinen Wurzeln bekannte und alte Lauterer Weggefährten wie Gerry Ehrmann, Dimitrios Grammozis, Olaf Marschall, Michael Ballack, Tim Wiese eingeladen hatte. Gut, dass Roman dem BVB als Botschafter erhalten bleibt. Schön fand ich übrigens auch, dass der offensichtlich nicht avisierte Bert van Marwijk einen Platz neben Kloppo auf der Bank bekam und Peter Stöger ebenfalls noch einmal als Coach des Roman and Friends-Teams eingebunden war.
rjb26 08.09.2018
5. die alten Herren
hatten sicher mehr Spass und Fussball Ästhetik als Jogis Jungs gegen Frankreich. wobei die Franzosen offensichtlich auch nur zum Spass spielten
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