Neuer Chef der BVB-Lizenzspielerabteilung Kehl kehrt zurück - ein Trainer fehlt weiter

Für Sebastian Kehl schafft Borussia Dortmund eine neue Position im Verein: Als Vorsitzender der Lizenzspielerabteilung könnte der Ex-Profi als Nachfolger von Manager Michael Zorc aufgebaut werden.

Sebastian Kehl (Archivfoto, 2016)
DPA

Sebastian Kehl (Archivfoto, 2016)


Der ehemalige Fußballprofi Sebastian Kehl übernimmt zum 1. Juni bei Borussia Dortmund die neu geschaffene Position des Leiters der Lizenzspielerabteilung. "Mit der Verpflichtung von Sebastian haben wir unsere neue sportliche Führung unter der Leitung von Michael Zorc komplettiert", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke über die Personalie und sprach von einem "echten Gewinn". Auch viele Fans setzen Hoffnung in Kehl als neue Identifikationsfigur.

Mit dem 38 Jahre alten Kehl könnte langfristig ein Nachfolger für Michael Zorc aufgebaut werden: Der Vertrag mit dem Sportdirektor war am 26. März zwar vorzeitig bis zum 30. Juni 2021 verlängert worden. Laut einem "Kicker"-Bericht von Anfang April könnte der 55-Jährige danach seine Karriere als BVB-Manager beenden. Eine Bestätigung gibt es dafür aber nicht.

Zuletzt hatte der BVB auch den ehemaligen Borussen Matthias Sammer als externen Berater präsentiert.

Kehl sagte, er freue sich auf die Herausforderung und auf die Chance, die sportliche Zukunft "dieses großen Vereins mitgestalten und mitverantworten zu können". Der ehemalige Nationalspieler absolvierte von 2002 bis 2015 263 Bundesligaspiele für den BVB und wurde dreimal Deutscher Meister.

Sebastian Kehl verlässt die Profibühne
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Sebastian Kehl verlässt die Profibühne

Kehl beendete seiner Fußballkarriere im Sommer 2015. Danach schloss er ein Managementstudium bei der Uefa ab, bildete sich beim DFB und der DFL weiter und hat die Lizenz als A-Trainer. "Diese Erfahrungen haben mir für die aktuellen Anforderungen des modernen Fußballs weitere Perspektiven eröffnet", sagte Kehl.

Offen ist weiter, wer in der kommenden Saison BVB-Coach sein wird. Eine Weiterbeschäftigung von Peter Stöger gilt als unwahrscheinlich. Eine Analyse zur möglichen Besetzung der Trainerposition vom Freitag lesen Sie hier.

jan/dpa



insgesamt 58 Beiträge
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Seite 1
wiesenflitzer 23.04.2018
1. Hmmmm, der Mann hat also eine A-Trainer-Lizenz?!
Könnte man den nicht gleich mal zum Trainer der Truppe machen? Ich frag ja nur mal so...
forky 23.04.2018
2. @ Ballack, Scholl, Hummels & Co.
Genau so und nicht anders plant man ein Leben nach der aktiven Zeit. Lange bei "seinem" Verein bleiben, anschließend Wissen aneignen und die Persönlichkeit entwickeln, bevor man dann zurück in die Familie kehrt. Kehl war schon immer ein Vorbild!
nummer50 23.04.2018
3. zu spät
Meiner Meinung nach kommen diese Aktionen, Sammer, Kehl etc einige Jahre zu spät, das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen.
Sal.Paradies 23.04.2018
4. Ist das so?
Zitat von nummer50Meiner Meinung nach kommen diese Aktionen, Sammer, Kehl etc einige Jahre zu spät, das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen.
Diese Meinung darst Du gerne haben, übermässig relevant ist sie dennoch nicht. Warum? Die Intention deiner Aussage ist alles so zu belassen wie es ist, weil es jetzt sowieso nix mehr bringt, was Unfug wäre. S.Kehl ist/war für den BVB immer ein Musterprofi und nebenbei einer der wenigen Spieler, die sich nicht vor dem großen FCB in den Staub geworfen haben. Uli hat damals getobt, als Sebastion das bereist bezahlte "Handgeld" mit Zinsen an die Säberen zurück überwiesen hatte, damit er zum BVB wechseln konnte. Mit seiner VIta ist S.Kehl genau der richtige Mann für die Schwarz-Gelben. Ein smarter Junge mit viel Sachverstand und der BVB-DNA, der für den Verein ganz sicher eine Hilfe werden wird. Susi Zorc kann jede Hilfe brauchen und mit Kehl und (temporär) Sammer, wird der BVB diesbezüglich gut aufgestellt sein. Für mich jedenfalls eine sehr gute Nachricht :-))
nummer50 23.04.2018
5. Sal.Paradies
Zitat von Sal.ParadiesDiese Meinung darst Du gerne haben, übermässig relevant ist sie dennoch nicht. Warum? Die Intention deiner Aussage ist alles so zu belassen wie es ist, weil es jetzt sowieso nix mehr bringt, was Unfug wäre. S.Kehl ist/war für den BVB immer ein Musterprofi und nebenbei einer der wenigen Spieler, die sich nicht vor dem großen FCB in den Staub geworfen haben. Uli hat damals getobt, als Sebastion das bereist bezahlte "Handgeld" mit Zinsen an die Säberen zurück überwiesen hatte, damit er zum BVB wechseln konnte. Mit seiner VIta ist S.Kehl genau der richtige Mann für die Schwarz-Gelben. Ein smarter Junge mit viel Sachverstand und der BVB-DNA, der für den Verein ganz sicher eine Hilfe werden wird. Susi Zorc kann jede Hilfe brauchen und mit Kehl und (temporär) Sammer, wird der BVB diesbezüglich gut aufgestellt sein. Für mich jedenfalls eine sehr gute Nachricht :-))
Du hast meine Nachricht nicht richtig gelesen. Natürlich ist die Verpflichtung von Kehl und Sammer sinnvoll, nur kommt das einige Jahre zu spät. Hat ja selbst Watzke zugegeben, dass teilweise der Durchblick gefehlt hat, weil der BVB in den letzten Jahren so stark gewachsen ist Und zu Kehl, ich glaube es gibt einen Grund, warum sich damals Kehl kurzfristig dem BVB angeschlossen hat und das war schlicht weg die Kohle. Mit Widerstand hat das relativ wenig zu tun. Dortmund musste ja diese kurzfristigen Gehaltserhöhungen mit einem beinahe Bankrott bezahlen..
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