Nazi-Ruf beim HSV-Spiel Sechs Jahre Stadionverbot für BVB-Fan

Eine Gedenkminute vor Beginn des Spiels in Hamburg hatte ein Dortmunder Anhänger mit einem "Sieg Heil"-Ruf gestört. Der BVB verhängte ein Stadionverbot von sechs Jahren für die eigene Arena. Ein bundesweites Stadionverbot droht dem Störer ebenfalls.

HSV-Fans: Choreografie für verstorbenen Kult-Masseur
DPA

HSV-Fans: Choreografie für verstorbenen Kult-Masseur


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Borussia Dortmund hat einen Fan mit einem Stadionverbot bis 30. Juni 2020 belegt. Der Beschuldigte hatte am vergangenen Samstag beim Bundesliga-Spiel in der HSV-Arena "Sieg Heil" gerufen. Der Zwischenfall ereignete sich kurz vor Spielbeginn, während der Schweigeminute für Hermann Rieger, den verstorbenen Kult-Masseur des Hamburger SV.

Das sechsjährige Stadionverbot gilt nur für die Dortmunder Arena. Allerdings hat der HSV als gastgebender Verein angekündigt, ein bundesweites Stadionverbot von drei Jahren auszusprechen. Wie Vorstand Oliver Scheel gegenüber SPIEGEL ONLINE betonte, werde dies sofort geschehen, sobald die Polizei dem Verein die Daten des Störers übermittelt habe.

Der BVB-Fan war am Samstag unmittelbar nach seinem Ruf von Hamburger Ordnungskräften abgeführt worden. Bei der Aufnahme seiner Personalien hatte der Beschuldigte den Vorfall bedauert und von einer Dummheit gesprochen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE handelt es sich um einen 33-jährigen Mann, der stark alkoholisiert war.

Der BVB bedankte sich beim HSV für die "gute Kooperation" und hat den HSV bereits unmittelbar nach Abpfiff der Begegnung darin bestärkt, "seinerseits ebenfalls das maximal mögliche Strafmaß in Form eines dreijährigen bundesweiten Stadionverbots zu verhängen".

buc/tim/sid

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