BVB-Torwart Bürki über eigene Fans "Leute, die keine Ahnung von Fußball haben"

Nach dem Unentschieden gegen Freiburg hat Dortmunds Roman Bürki Teile der eigenen Fans scharf kritisiert. Sportdirektor Michael Zorc reagierte gereizt auf die Aussagen seines Torwarts.

Roman Bürki
DPA

Roman Bürki


"Die sollen lieber zu Hause bleiben", so lautete die Empfehlung von BVB-Torwart Bürki an die Dortmund-Fans, die während des Heimspiels gegen den SC Freiburg die eigene Mannschaft ausgepfiffen hatten. "Das sind Leute, die keine Ahnung von Fußball haben", beklagte er sich im Interview mit dem TV-Sender "Sky" und fügte hinzu: "Die haben wohl nichts Besseres zu tun, als Samstag die eigene Mannschaft auszupfeifen." Borussia Dortmund hatte gegen Freiburg 2:2 (1:1) gespielt und lag bis spät in die Nachspielzeit in Rückstand.

Bürki kritisierte ausdrücklich nicht die Fans auf der Südtribüne, wo die Unterstützung seiner Meinung nach immer da sei. Der Zorn des Schweizers richtete sich gegen die Ost- und Westtribüne, wo "die Leute ins Stadion kommen, um ihre eigene Mannschaft auszupfeifen". Die Zuschauer verstünden nicht die fußballerische Notwendigkeit eines Rückpasses, so der Torwart. Die Pfiffe seien kontraproduktiv, begründete Bürki seine Aussagen: "Bei einer Mannschaft, die sich ein bisschen verunsichert fühlt, ist Pfeifen genau das falsche Mittel, um ihnen irgendetwas zu zeigen."

Sportdirektor Michael Zorc kanzelte Bürki für diese Kritik ab. "Ich finde die Aussage unpassend und inhaltlich falsch. Ich empfehle unseren Spielern, sich das Spiel noch mal 90 Minuten anzuschauen", sagte er. "Da müssen sie aufpassen, dass sie nicht selbst pfeifen. Der Zuschauer hat das Recht, seinen Unmut zu zeigen."

tip/sid



insgesamt 42 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
diewildedreizehn 27.01.2018
1. Oje Roman
Das war so ziemlich das dümmste was du in dieser Situation machen konntest. Ich hoffe, dass ist dir inzwischen auch bewusst geworden. ausgerechnet du, der nun eben nicht über jeden Zweifel erhaben ist und der aber auch nicht im mindesten in der Position ist, Zuschauerschelte zu betreiben.
besserwisser80 27.01.2018
2. Falsche Sebstwahrnehmung!
Diese Aussage von Herrn Bürki ist doch bezeichnend für die derzeitge Lage von Dortmund. Die Herren vergessen alle zusamnen wo sie herkommen und wer sie finanziert. Anstatt sich an den Fans abzureagieren (die definitiv das Recht haben nach solch schwachen Auftritten zu Pfeifen), sollten er und die restliche Manschaft lieber sich und ihre desolaten Leistungen hinterfragen.
aurichter 27.01.2018
3. Irgendwo
hat Bürki schon Recht, gerade wenn das Team eine negative Phase hat, dann sollte die Unterstützung größer sein. Was jedoch mit der Abwehr und dem Starspieler aus Gabun ist, das lässt einen staunen. Abwehr Löcheringer als ein Schweizer Käse und Auba lustlos, das fällt schon extrem auf, dass der am 31. den Abflug macht, dazu kommen dann im Sommer noch ein paar andere Kicker dazu. Sahin nicht schuldlos am Tor wird auch permanent schwächer. Tolrak ein Fehleinkauf und Sokrates baut auch immer mehr ab, ebenso Piszcek! Was da los ist in Dortmund, nicht mehr zu begreifen.
kesselka 27.01.2018
4.
Zitat von diewildedreizehnDas war so ziemlich das dümmste was du in dieser Situation machen konntest. Ich hoffe, dass ist dir inzwischen auch bewusst geworden. ausgerechnet du, der nun eben nicht über jeden Zweifel erhaben ist und der aber auch nicht im mindesten in der Position ist, Zuschauerschelte zu betreiben.
Wieso? Er hat odoch recht. BVB ist kein Verein, sondern eine AG mit Eventpublikum, welches unterhalten werden möchte. Ähnlich wie Süden.
diewildedreizehn 27.01.2018
5. Schade
Ich habe gerade seine Reaktion gelesen. eine halbherzige Entschuldigung in der dann sinngemäß steht "aber mit dem was ich meinte habe ich doch recht". "Mir ging es heute um Pfiffe ganz früh im Spiel. Nach dem zweiten oder dritten Ball, der zurückgespielt wurde oder der nicht ankam. Hier würde ich mir im Sinne aller Jungs mehr Unterstützung von einigen Zuschauern wünschen!" Also so etwa "Äh, ja, pfeifen dürft ihr schon, also wenn wir schlecht spielen. Aber wenn wir schon zu Beginn schlecht spielen, dann gilt das nicht." Nee, er hat es leider nicht kapiert. Schade.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.