Verteidiger von Mainz 05 BVB holt Diallo für 28 Millionen Euro

28 Millionen Euro für einen Innenverteidiger: Borussia Dortmund hat sich mit Abdou Diallo von Mainz 05 verstärkt. Der Defensivspezialist ist damit der zweitteuerste Spieler der Vereinsgeschichte.

Mainzer Abdou Diallo (r.) und Schalkes Marko Pjaca (l.)
DPA

Mainzer Abdou Diallo (r.) und Schalkes Marko Pjaca (l.)


Borussia Dortmund hat die in der vergangenen Saison schwächelnde Defensive verstärkt. Abdou Diallo kommt von Ligakonkurrent Mainz 05. Die Ablösesumme liegt Medienberichten zufolge zwischen 25 Millionen und 28 Millionen Euro. Der Klub bestätigte den Transfer auf seiner Homepage. Der Innenverteidiger wäre damit nach André Schürrle (2016 für 30 Millionen Euro nach Dortmund gewechselt) der zweitteuerste Spieler der Vereinsgeschichte.

"Abdou Diallo bringt sehr vieles von dem mit, was wir von einem Zugang erwarten", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. "Er ist ein moderner, spielstarker und dazu sehr intelligenter Innenverteidiger. Er kann aber auch außen verteidigen oder im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen. Die Kombination aus seinem großen Potenzial und seiner Vielseitigkeit hat Abdou für uns so interessant gemacht", sagte Zorc weiter.

Diallo war erst im vergangenen Sommer vom AS Monaco nach Mainz gewechselt. Für den Klub absolvierte der Franzose 27 Ligaspiele und erzielte dabei zwei Tore. Einen weiteren Treffer bereitete er vor. Zudem durchlief er seit der U16 alle Jugendmannschaften seines Heimatlands.

Diallo ist nach Thomas Delaney der zweite namhafte Spieler, der zum BVB und dem neuen Trainer Lucien Favre wechselt. Den Bremer Mittelfeldspieler Delaney, der aktuell mit der dänischen Nationalmannschaft bei der WM im Einsatz ist, ließ sich der Champions-League-Teilnehmer 20 Millionen Euro kosten.

bam/sid



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goat777 26.06.2018
1. Übertrieben
Delaney und Diallo sind sicher keine schlechten, aber ich sehe sie jetzt auch nicht also absolute Verstärkungen für Dortmund. Die Ablösesummen sind total übertrieben. Anscheinend hat man nichts verlernt als man 30 Millionen für Schürrle versenkt hat. Wobei die beiden schon besser als Der Schürrle Deal sind. Ich bezweifle aber, dass man den Bayern mit den Spielern gefährlich werden kann.
Seraphan 26.06.2018
2.
Zitat von goat777Delaney und Diallo sind sicher keine schlechten, aber ich sehe sie jetzt auch nicht also absolute Verstärkungen für Dortmund. Die Ablösesummen sind total übertrieben. Anscheinend hat man nichts verlernt als man 30 Millionen für Schürrle versenkt hat. Wobei die beiden schon besser als Der Schürrle Deal sind. Ich bezweifle aber, dass man den Bayern mit den Spielern gefährlich werden kann.
Ich bin kein BVB-Insider. Daher sind mir die wahren Gründe für die Einkäufe nicht bekannt. Ich glaube aber, dass man dem FCB mit den aktuellen finanziellen Möglichkeiten - auch wenn man reichlich eingenommen hat - nicht gefährlich werden kann. Vielmehr bereitet man heute die Zukunft vor, indem man Spieler mit Perspektive früh einkauft, die dabei helfen, Platz 2 abzusichern, die nicht nur internationale Erfahrung sammlen, sondern sich auch international präsentieren können, um später mit Gewinn verkaufen zu können. Bei Schürrle und Götze hat es bisher nicht geklappt, bei Dembelé und Auba aber ganz gut. Wie Hitz in diese Argumentation passt, weiß ich nicht. Aber ich hatte ja gesagt, dass ich kein Insider bin. :-D Da die Bayern eine andere Strategie fahren, kann der BVB auf diese Weise das Geld einsammeln, das er benötigt, um die Bayern tatsächlich ernsthaft anzugreifen. Man muss in dem Zusammenhang auch daran denken, dass der FCB eine relativ alte Mannschaft hat, die keinen beeindruckenden Wiederverkaufswert hat. Es müssen irgendwann fertige Spieler nachgekauft werden, um die Dominanz in der Bundesliga zu halten und international weitherhin vorn mitzumischen.
exekias 26.06.2018
3. 28 Mio., wo sind wir angelangt ?
Nichts gegen Diallo, aber 28 Mio. ist für mich unfassbar. Man fragt sich, wo das hinführen mag, wie groß muss der Druck auf dem BVB sein soviel Geld für einen solchen Spieler auszugeben ? Im Grunde genommen wird so jegliche Jugend- und Nachwuchsarbeit und jegliche Scouting-Abteilung ad absurdum geführt...
Sal.Paradies 26.06.2018
4. Guter Kauf
Mit Diallo hat der BVB nach Manuel Akanji einen weiteren "modernen" Verteidiger, der jung, schnell und auch nach vorne agieren kann. Akanji hat schon bei der WM gezeigt, dass er ein wirklich Guter ist. Diallo ist ebenso athletisch und schnell auf den Füßen, was auch nötig ist, da die altegedienten BVB-Abwehrspieler (nicht R.Guerreiro) bei schnellem Umschaltspiel des Gegners faktisch immer den berühmten Schritt zu spät kommt. Und nein, diese Summe ist heute keinesfalls mehr "übertrieben". Wacht auf, Leute. In England bezahlen sie aktuell >20Mio.€ für Spieler aus der 2.Liga. Vertrag bis 2023 ist auch top, da ist ausreichend Zeit, dass er sich beim BVB entwickelt. Mit diesen langen Verträgen geht der BVB in die richtige Richtung, ansonsten wird das schwierig mit Aufbau eines adäquaten Stammes. In meinen Augen ein guter Deal und mit Guerreiro/Akanji+Diallo hat der BVB eine Abwehr, die auf Zukunft ausgerichtet ist.
fusieh 26.06.2018
5. Keine Transferpolitik...
beim BvB wird mal wieder alles, was jung ist, gekauft! Mal davon abgesehen, dass die Ablösesumme sowieso zu hoch ist, haben die Dortmunder, nach den peinlichen Europapokal Auftritten nunmal in qualitativer Hinsicht nicht die Auswahl an Spielern... Dann muss man halt 28 Mio für einen Spieler bezahlen, der mit Sicherheit veranlagt ist, jedoch nicht unbedingt mit seiner Leistung groß abgehoben ist, bei äußerst schwachen Mainzern! Wer übernimmt jetzt die Verantwortung in der Wackeligen Abwehr??? Etwa Toprak? Hintz, Wolf, Delaney und nun Diallo... Kommt mir absolut Konzeptlos vor, da man bis auf Isak keinen Mittelstürmer im Kader hat und somit also keinen Bundesliga tauglichen Stürmer! Das zentrale Mittelfeld ist jetzt mit 8 Spielern besetzt, welche auch noch je nach Tagesform dasselbe Niveau besitzen! Auf den AV-Positionen sieht man sich anscheinend mit Bundesligamittelmaß a la Schmelze, Pischu und Toljan hervorragend besetzt! Watzke und Zorc verwalten lediglich noch ihre Vergangenheit aber ein vernünftiges Konzept ist nicht zu erkennen... Eine vernünftige Transferpolitik generell seit Jahren nicht mehr!
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