Borussia Mönchengladbach: Ziege wird Co-Trainer, Eberl Sportdirektor

Interne Lösung: Der vormalige Sportdirektor Christian Ziege wird Assistent des kürzlich verpflichteten Hans Meyer. Die vakante Position des sportlichen Leiters wird Max Eberl einnehmen.

Hamburg - Christian Ziege hat bei Borussia Mönchengladbach zum zweiten Mal in weniger als zwei Wochen den Job gewechselt. Nachdem der bisherige Sportdirektor nach der Entlassung von Jos Luhukay als Interimstrainer eingesprungen war, wird er künftig als Co-Trainer unter dem neuen Chefcoach Hans Meyer arbeiten. "Das passiert auf meinen eigenen Wunsch. Es ist eine richtig gute Lösung", sagte Ziege am Sonntag. Ebenfalls Co-Trainer wird Jürgen Raab, der Meyer auch schon in Nürnberg assistierte.

Gladbachs Ziege: Co-Trainer unter Hans Meyer
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Gladbachs Ziege: Co-Trainer unter Hans Meyer

Das Amt des Sportdirektors übernimmt Max Eberl, bisher Direktor für Nachwuchs und Amateure. "Wir haben in unserem Team in den letzten Monaten gute Arbeit geleistet und konstruktiv zusammengearbeitet. Genauso wird es weitergehen, ich bin ein Teamplayer", sagte Eberl, der sich zunächst auch weiter um die Nachwuchsarbeit kümmert. "Wir werden dann ab jetzt einen Nachfolger für mich suchen", erklärte der neue Sportdirektor.

Christian Ziege war nach seiner aktiven Laufbahn von Eberl als U17-Trainer eingestellt worden. Zum Wechsel in der Führungsebene sagte Ziege: "Ich weiß, wie Max arbeitet, ich kenne seine Vorstellungen. Mit diesem Wissen und meiner inneren Überzeugung bin ich ganz sicher, dass für Borussia eine richtige Lösung gefunden wurde."

Meyer erklärte zur Entscheidung Zieges: "Ich bin froh, dass Christian Ziege diese ungewöhnliche Entscheidung getroffen hat. Bei den heutigen Statussymbolen in unserer Gesellschaft ist es nicht selbstverständlich, dass er diesen Schritt zurück macht. Aber er hat den Kader mit zusammengestellt und ist ganz nah dran an der Mannschaft."

Zur Frage, ob es Zugänge geben soll sagte er: "Ich komme gerade aus einer Präsidiumssitzung und habe mir die finanzielle Seite angehört. Sie ist nicht so, dass große Möglichkeiten da wären. Wenn es bezahlbar und nötig ist, werden wir es aber tun. Ich hoffe, dass ich nach 14 Tagen Training sagen kann, dass wir es nicht nötig haben."

Der 72-malige Nationalspieler Ziege hatte in seinem einzigen Spiel als Trainer am Freitag ein 2:2 beim VfL Bochum und damit den vierten Punkt im achten Saisonspiel geholt und sagte bei seiner Vorstellung als Co-Trainer: "Ich habe immer gesagt, dass mich der Trainerjob reizt. Da ist das, was in mir steckt, ich bin aus Überzeugung Trainer und möchte dort helfen, wo ich es am besten kann, egal in welcher Position. Deswegen habe ich von meiner Seite aus den Vorschlag gemacht, unter Hans Meyer Co-Trainer zu werden."

jar/sid/dpa

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