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Kritik an Fred-Schwalbe: Jansen fängt sich bissigen Facebook-Konter ein

Eine Schwalbe! Die Empörung über den Strafstoß, den Brasiliens Nationalspieler Fred im Eröffnungsspiel gegen Kroatien herausholte, schlug hohe Wellen - gerade in sozialen Netzwerken. Auch Marcell Jansen empörte sich. Und musste selbst hart einstecken.

DFB-Spieler Jansen: "Niiiiemals 11er" Zur Großansicht
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DFB-Spieler Jansen: "Niiiiemals 11er"

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Als Brasiliens Angreifer Fred in der 69. Minute des WM-Eröffnungsspiels zu Boden ging, und Schiedsrichter Yuichi Nishimura aus Japan auf Strafstoß entschied, da ging ein Aufschrei durch die Wohnzimmer, Bars und sozialen Netzwerke. Das war doch kein Elfmeter! Kroatiens Verteidiger Dejan Lovren, der Fred nur leicht touchiert hatte, sagte später gar: "Wenn so etwas passiert, können wir den Pokal eigentlich gleich Brasilien überreichen."

Doch nicht nur beteiligte Fußballer empörten sich, auch der Fast-WM-Fahrer Marcell Jansen schimpfte über diese Fehlentscheidung. Bei Twitter schrieb Jansen: "Unfassbar! Was für eine krasse Fehlentscheidung... Niiiiemals 11er!! Was pfeift der Schiri denn da??"

Auch bei Facebook postete Jansen nach dem Abpfiff - Neymar hatte den Elfmeter übrigens verwandelt, Brasilien 3:1 gegen Kroatien gewonnen - seinen Unmut: "Also mal ganz ehrlich, das hat nix mehr mit fairem Sport zu tun!!! Dann zeigt der Spieler Fred noch zum lieben Gott, was sieht der Schiri denn da? Frechheit!!!"

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Nun bieten sich soziale Netzwerke ganz besonders gut für den Austausch zwischen einem Profi und seinen Fans an - und die meisten stimmten Jansen in seiner Bewertung der Szene zu: "Schön gesehen", "Recht hast du", "Gastgeberbonus", war zu lesen - fast 900 Kommentare gab es insgesamt, über 22.000 Menschen drückten auf "Gefällt mir".

Aber dann gab es da noch "Gike Mrünwald". Dieser pikierte sich über Jansens Gerechtigkeitsforderung, gerade vor dem Hintergrund, dass der HSV-Profi mit seinem Klub in der vergangenen Saison äußerst glücklich die Klasse hielt. "Mrünwalds" trockener Kommentar zu Jansens Empörung: "Wenn Fußball fair wäre, würdest du jetzt in der 2. Liga kicken."

Der HSV hatte in der vergangenen Bundesligasaison erst in der Relegation gegen Greuther Fürth den Abstieg verhindert - durch zwei magere Unentschieden (0:0 zu Hause, 1:1 auswärts). In der regulären Saison hatten die Hamburger nur sieben Siege geholt, 21 Niederlagen standen zu Buche. Der Klub holte lediglich 27 Punkte.

Ein Screenshot der giftigen Antwort auf Jansens Schiedsrichter-Kritik verbreitete sich dann rasend schnell, diesmal via Twitter. Die Belohnung für den Poster: bislang 354 Retweets und 366 Favoriten.

bka

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insgesamt 68 Beiträge
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1.
cs01 13.06.2014
Der HSV hat eine miese Saison gespielt und sich nur glücklich in der Liga gehalten, soweit richtig. Nur hat er eben nicht von unfairen Entscheidungen profitiert. In den Spielen gegen Fürth hatten die vieleicht Glück, aber keinen Elfer geschenkt bekommen o.ä. Warum es unfair ist, dass der HSV die Klasse gehalten hat, erschließt sich mir nicht. Vieleicht unverdient, aber eben nicht unfair.
2.
auch_was_zu-sagen 13.06.2014
Naja, die Absteiger hatten wohl dann wohl noch weniger Punkte in der laufenden Saison erspielt, oder? Und hinkt der Vergleich mit der "Gerechtigkeit" schon etwas, den es gab wohl doch keinen offensichtlich erkennbar unberechtigten und verwandelten Elfmeter in der Relegation, oder doch???
3. Das Medien-Biotop...
Emmi 13.06.2014
Das (Sport-)Fernsehen zeigt was, einer postet darüber bei Facebook, dararufhin twittert jemand was bei Twitter, was dann von SPON zu einem Artikel verwurstet wird. Das wird dann vielleicht bei Google+ zitiert und wenn das ein Radiomensch liest, kommt ein Feature darüber im Rundfunk. Darüber schreibt dann eine Wochenzeitung im Kulturteil, was arte veranlasst, das in der Kulturzeit zu verwursten. Und so schließt sich der Kreis. Alle haben irgendwie "Content" produziert, der Inhalt ist aber absolut belanglos. Und das kann man ohne was falsch zu machen, auf 99% aller Inhalte in allen beteiligten Medien hochrechnen...
4. Als wenn enttäuschte
Tahlos 13.06.2014
Fußballfans auch nur das geringste mit "Fairness" zutun hätten. Da kommt in der Masse ohnehin nur Blödsinn bei rüber. Dagegen war der Schwalbimeter der Brasilianer noch Fairness pur, aber der Verteidiger hat natürlich recht - im Grunde kann man Brasilien auf diese Tour gleich den Pokal überreichen. Dann kommen die Beteiligten zumindestens lebend aus den Spielen raus.
5. Eine Geschäftsidee
icke44 13.06.2014
Das ist doch mal eine Geschäftsidee. Die Ausdünstungen der wichtigsten sozialen Netzwerke zu den Brüllern des Tages in einem eigenen Angebot zu bündeln. Aber das gibt es sicher schon. SPON: macht lieber euer eigenes Ding und schreibt nicht ab!
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