WM-Gastgeber 2014: Brasilien trennt sich von Trainer Menezes

Mano Menezes ist nicht mehr Nationaltrainer Brasiliens. Der Verband CBF bestätigte die Trennung zwei Tage nach dem Sieg im "Superclásico" und eineinhalb Jahre vor Beginn der WM in Brasilien. Für seine Nachfolge soll es drei Favoriten geben.

Trainer Menezes: Seit 2010 Coach der "Seleção" Zur Großansicht
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Trainer Menezes: Seit 2010 Coach der "Seleção"

Hamburg - Der brasilianische Fußballverband CBF hat sich überraschend von Nationaltrainer Mano Menezes getrennt. Die Entscheidung fiel am Freitag bei einem Spitzentreffen des Verbandes in São Paulo, an dem auch CBF-Präsident José Maria Marin teilnahm. Der gesamte Trainerstab sei entlassen worden, teilte der Verband auf seiner Internetseite mit.

Im WM-Gastgeberland von 2014 soll es allerdings schon drei Favoriten für die Nachfolge geben: Muricy Ramalho, derzeit Coach des FC Santos; Luiz Felipe Scolari, der 2002 WM-Trainer war; und Corinthians-Coach Tite. Der neue Trainer soll im Januar präsentiert werden.

Menezes hatte das Amt von Carlos Dunga nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM im Juli 2010 übernommen. Im vergangen Sommer hatte er mit der "Seleção" aber den Olympiasieg verpasst, ein Jahr zuvor waren die Brasilianer bei der Copa América bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Zudem gab es schon länger Kritik an der Spielweise der Mannschaft, Menezes wurde vorgeworfen, einen unattraktiven Fußball spielen zu lassen.

Am Mittwoch (Ortszeit) hatte Brasilien noch das "Superclásico" im Prestigeduell gegen Argentinien gewonnen. Der fünfmalige Weltmeister entschied den Wettbewerb allerdings erst im Elfmeterschießen für sich. Insgesamt feierte Brasilien unter Menezes 27 Siege in 40 Spielen. Die "Seleção" ist in der Fifa-Weltrangliste derzeit aber nur auf Rang 13.

max/dpa

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1. Scolari
to5824bo 23.11.2012
Zitat von sysopAPMano Menezes ist nicht mehr Nationaltrainer Brasiliens. Der Verband CBF bestätigte die Trennung zwei Tage nach dem Sieg im "Superclásico". Eineinhalb Jahre vor Beginn der WM in Brasilien soll es aber bereits drei Favoriten für die Nachfolge von Menezes geben. http://www.spiegel.de/sport/fussball/brasilien-trennt-sich-von-menezes-a-869051.html
Die Platzierung in der sog. "FIFA-Rangliste" sagt 2 Jahre nach der letzten WM rein gar nix aus, weil Brasilien in Südamerika (von Uruguay und Argentinien) abgesehen meist gegen schwach eingestufte Mannschaften machen muss, für die es wenig Punkte gibt (ich halte diese Rangliste eh für eine Farce). Für mich sind die Brasilianer glasklarer Favorit für die WM im eigenen Land. Zur Trainerfrage: Luis Felipe Scolari, der Gene Hackman des Fußballs, hat sowohl als Nationaltrainer in Brasilien als auch in Portugal bewiesen, dass er ein richtig Guter ist. Vielleicht auch dadurch, dass er 2006 ein Angebot zur Übernahme der seinerzeit desolaten englischen Mannschaft ausschlug. Scolari steht für kontrollierten Offensivfußball, und das ist das, womit Brasilien bislang stets am weitesten gekommen ist.
2. Unter anderem deswegen...
Stelzi 24.11.2012
... wird der Titel 2014 auch nicht in Brasilien bleiben. Hektik, Hysterie und Verklärung der Vergangenheit sind die Markenzeichen des brasilianischen Fussballs geworden.
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