Polizeieinsätze bei Bundesliga-Spielen Bremen schickt der Liga die nächste Rechnung

Für Polizeieinsätze bei Bundesliga-Spielen hat Bremen bisher 1,9 Millionen Euro verlangt. Allein für die nächste Partie gegen den HSV sollen 450.000 Euro fällig sein. Ein Gerichtsurteil wird am 21. Februar erwartet.

Polizeieinsatz am Weser-Stadion in Bremen (Archivbild)
DPA

Polizeieinsatz am Weser-Stadion in Bremen (Archivbild)


Das Bundesland Bremen will der Deutschen Fußball Liga (DFL) erneut die Kosten für einen Polizeieinsatz in Rechnung stellen. Für die Partie zwischen Werder Bremen und den Hamburger SV am 24. Februar fordert das Land bis zu 450.000 Euro.

Das Spiel zwischen Werder und dem Hamburger SV wird als Hochrisikospiel eingestuft, es gibt reichlich Konfliktpotenzial zwischen den Fans. Wie das Bremer Innenressort mitteilte, sei die DFL über die voraussichtliche Gebührenpflicht unterrichtet worden. Demnach werden die polizeilichen Mehrkosten auf 300.000 bis 450.000 Euro taxiert.

Das Land Bremen und die DFL befinden sich seit Jahren im Rechtsstreit um die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen. Erstmals stellte das Land der DFL mit Gebührenbescheid vom 19. April 2015 die Kosten für einen Polizeieinsatz in Rechnung, auch damals war ein Nordderby zwischen Werder und dem HSV der Anlass.

Seitdem haben sich die Forderungen Bremens nach mehreren Hochrisikospielen auf inzwischen rund 1,9 Millionen Euro summiert. Zuletzt hatte das Bundesland Ende des vergangenen Jahres 300.000 Euro für den Einsatz während der Partie zwischen Bremen und Hannover 96 gefordert.

Die DFL weigert sich zu zahlen und setzte sich mit ihrer Position im Mai 2017 vor dem Bremer Verwaltungsgericht durch. Dagegen ging Bremen in Berufung. Seit voriger Woche verhandelt das Oberverwaltungsgericht, ein Urteil wird für den 21. Februar erwartet.



insgesamt 163 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
benmartin70 06.02.2018
1.
Hochrisikospiele dürfte es nicht geben. Unglaublich das dafür ganze Stadteile lahmgelegt werden. Polizei an Bahnhof und Parkplätze und alle "Fans" nach Hause schicken.
iwes69 06.02.2018
2.
Ja da darf man ja mal gespannt sein! Ich glaube zwar nicht dass das Land Bremen damit in Fußballdeutschland durchkommt, aber richtig wäre es. Und wenn das Schule macht und der ganze Irrsinn an jedem Wochenende von seinen Verursachern schlussendlich bezahlt werden müsste. Was für lange Gesichter, welch ein Gezeter und Geschrei ginge durch dieses Land....
MarkusW77 06.02.2018
3. kann nicht gehen
Wie soll das gehen? Wer bestimmt dann wieviele Polizisten eingesetzt werden? Kann Bremen dann in Zukunft bei einem harmlosen Spiel gegen Freiburg 2000 Polizisten schicken, die sich auf liga Kosten die Füße vertreten? Oder darf der Verein mitreden? Ein hochverschuldeter wird beim Derby nur 50 Polizisten ordern aus Geldmangel. Und warum werden die Bayreuther Festspiele mit 8 Mio im Jahr subventioniert und die Semper Oper mit 21 Mio? Aber der Fußball mit 20 Mio Besuchern darf keine 120 Mio kosten?
isnogood444 06.02.2018
4. Beteiligung an den Kosten
Es wird Zeit, dass die Fußballvereine die mehrere hundert Millionen Umsatz generieren, angemessen an den Kosten beteiligt werden.
genauerschauer 06.02.2018
5. Recht so
Ich hoffe echt, dass Bremen damit durchkommt. Nur wenn es dem eigenen Verein wehtut, wird der Pöbel sich vielleicht zurückhalten. Eine Schande, dass wir Aufpasser benötigen, um uns nicht die Köpfe einzuschlagen. Wenn ich eine Facebookveranstaltung mit tausenden von Leuten mache, kann ich auch mit einer saftigen Gebühr rechnen, und werde außerdem noch für Unfälle herangezogen. Dies sollte auch für die Vereine gelten, die den Frieden ihrer Städte gefährden.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.