Remis zwischen Köln und Werder Kellerduell endet torlos

Sorgenkinder unter sich: Auch im direkten Duell hat es zwischen Köln und Bremen keinen Sieger gegeben. So bleiben beide Mannschaften am Tabellenende - und warten weiter auf den ersten Saisonerfolg.

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Der 1. FC Köln und Werder Bremen haben sich 0:0 getrennt. Beim Aufeinandertreffen des Tabellenletzten gegen den Vorletzten der Bundesliga war beiden Teams das Bemühen nicht abzusprechen. Doch sie stellten unfreiwillig unter Beweis, warum sie im bisherigen Saisonverlauf je erst drei Treffer erzielen konnten. Zu oft fehlte die Qualität im Abschluss, auf Bremer Seite tat sich Torhüter Jiri Pavlenka mit einer Reihe an guten Paraden hervor.

Vor Anpfiff war mit Spannung erwartet worden, wie sich der Neu-Kölner Claudio Pizarro gegen seinen langjährigen Ex-Verein schlagen würde. Doch eine Verletzung beim Aufwärmen verhinderte einen Einsatz des erfolgreichsten Ausländers der Bundesliga-Geschichte (191 Tore in 432 Partien). Anstelle des Peruaners begann Sehrou Guirassy im Kölner Angriff.

Bei seinem ersten Startelf-Einsatz agierte Mittelstürmer Guirassy zwar auffällig, doch Werder-Keeper Pavlenka konnte er nicht überwinden. In einer offensiven Anfangsviertelstunde lieferte sich der Franzose ein Privatduell mit Bremens Schlussmann, doch Guirassy hatte weder per Kopf (6./8.) noch mit einem Distanzschuss (13.) Erfolg. Auch eine Direktabnahme von ihm aus elf Metern landete in Pavlenkas Armen (33.). Werder agierte zu fehlerhaft in eigenem Ballbesitz, schnelle Ballverluste machten Entlastungsangriffe unmöglich.

Nach dem Seitenwechsel spielte Bremen offensiver. Eine Doppelchance brachte jedoch nichts Zählbares ein, nachdem Maximilian Eggestein die nächste Gästegelegenheit aus fünf Metern deutlich verzog (49.). Die folgende Ecke köpfte Lamine Sané über das Kölner Tor (50.). Da der FC in der Folge bis auf einen Fernschuss von Leonardo Bittencourt (55.) keine Torgefahr mehr entwickeln und Guirassy auch seine letzte Möglichkeit der Partie aus zwei Metern nicht nutzen konnte (87.), endete die Partie torlos. In der Nachspielzeit hatte das Team von Peter Stöger sogar Glück, dass Konstantin Rausch einen Kopfball von Thomas Delaney vor der Torlinie klären konnte (90.+1).

Die nächsten Chancen auf ein Erfolgserlebnis bieten sich beiden Mannschaften im DFB-Pokal: Am kommenden Mittwoch reist Köln zur Hertha nach Berlin (18.30 Uhr), Bremen empfängt die TSG Hoffenheim (20.45 Uhr, beides im Liveticker SPIEGEL ONLINE).

1. FC Köln - Werder Bremen 0:0
Köln: Horn - Olkowski, Maroh, Heintz, Rausch - Jojic (86. Sörensen), Özcan - Zoller (66. Handwerker), Bittencourt - Osako (79. Klünter), Guirassy
Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Sané, Moisander, Augustinsson - Maximilian Eggestein, Delaney - Bartels (46. Hajrovic), Junuzovic, Kainz (82. Kruse) - Belfodil (60. Johannes Eggestein)
Schiedsrichter: Kampka
Gelbe Karten: Özcan, Zoller, Jojic - Belfodil, Kainz, Hajrovic
Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)

lst



insgesamt 5 Beiträge
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Mogel 22.10.2017
1. Zweitklassig
Trainerfehler. Wie kann kann man einen Spieler aus einem der afrikanischen "Fussballwunderländer" einkaufen (Ishak Belfodil), der als tunesischer Nationalspieler in Europa nichts zustande brachte? Wie kann man den Fin Bartels im Alter von 30 aus St. Pauli holen, die in der 2. Bundesliga auf dem 7. Platz abonniert sind? Beide noch nicht einmal mittelmässige Fussballspieler, die für den guten Mittelstürmer Max keine Stütze sein können.
Franke aus Hamburg 22.10.2017
2. Die Kölner...
.... tun mir wirklich leid, dass es gegen Bremen nicht für einen Sieg reichte. Das bedeutet wohl das Aus für die Domstädter in Liga eins. Was Bremen betrifft: Die hätten schon vor Jahren die Chance für einen Neuaufbau in Liga zwei nutzen sollen. Ideenlos, farblos, einfach nur schlecht. Dabei ist der Nouri ein Guter. An ihm liegt es nicht. Es ist der gesamte Verein, der einfach krankt. Schaaf wird daran auch nichts ändern können. Vielleicht sagt der ehemalige Erfolgstrainer ja noch ab, irgendein Amt an der Weser zu übernehmen. Ich würde es mir wünschen damit dem guten Thomas diese Blamage erspart bleibt.
widower+2 22.10.2017
3. Wenn man keine Ahnung hat....
Zitat von MogelTrainerfehler. Wie kann kann man einen Spieler aus einem der afrikanischen "Fussballwunderländer" einkaufen (Ishak Belfodil), der als tunesischer Nationalspieler in Europa nichts zustande brachte? Wie kann man den Fin Bartels im Alter von 30 aus St. Pauli holen, die in der 2. Bundesliga auf dem 7. Platz abonniert sind? Beide noch nicht einmal mittelmässige Fussballspieler, die für den guten Mittelstürmer Max keine Stütze sein können.
Belfodil ist Algerier und Bartels ist zwar jetzt 30, war bei seinem Wechsel aber erst 28 und zudem in den letzten Jahren absoluter Leistungsträger bei Werder. Dass er im Moment eine Formkrise hat, steht auf einem anderen Blatt.
uli_san 23.10.2017
4. Reiner Abstiegskampf,
und das schon am 9. Spieltag. Bei Köln wird sicher bald der Schalter umgelegt und sie werden ihre Punkte holen. Aber Bremen scheint diese Saison gefährdet. Die Qualität der Spieler reicht wohl nicht für die erste Liga. Bei beiden Teams ist nicht der Trainer das Problem. Ich hoffe, dass man das in den Vereinen weiß.
WahrerBremer 23.10.2017
5. Abstiegkrampf statt Abstiegskampf
Beide Mannschaften haben sich gestern nicht mit Ruhm bekleckert. Es fällt auf, dass es beiden Teams an einer durchschlagskräftigen Offensive mangelt. Köln war nicht besser als Bremen. Beide werden es sehr schwer haben diese Saison, zumal die Spiele gegen die Spitzenteams der Liga Köln noch bevorstehen. Leider hat es Baumann versäumt die Abgänge adäquart zu ersetzen und im Sturm mit Belfodil eine Wundertüte verpflichtet. Köln hingegen hatte die notwendigen finanziellen Mittel und hat sich dennoch nicht adäquat verstärkt. Hier stellt sich die Frage der Verantwortlichkeit vor allem bei dem Sportdirektor, weniger beim Trainer. Nouri hat beim Kölnspiel die Rufe der Fans erhört, die Mannschaft umgestellt und die Taktik geändert, leider mit wenig Erfolg. Auch mit beiden Eggesteins auf dem Platz konnte Werder kein Tor schießen. Die Leistungsträger der Mannschaft Junusovic, Delaney, Bartels, Moisander spielen diese Saison weit hinter ihren Möglichkeiten. Alle Hoffnung ruht jetzt darauf, dass die Mannschaft mit Kruse wieder mehr Struktur auf dem Platz bekommt und zu alter Offensivstärke zurückfindet.
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