Bundesliga: Bayern nur remis, BVB gewinnt locker

Schwacher Auftritt des FC Bayern: In Nürnberg starteten die Münchner gut, ließen Nürnberg dann aber wieder ins Spiel kommen. Beim Ausgleich sah dann FCB-Torhüter Manuel Neuer nicht gut aus. Wenig Mühe hatte Borussia Dortmund beim Sieg gegen Fürth. Auch die anderen Partien waren für reichlich Tore gut.

12. Bundesliga-Spieltag: BVB siegt souverän, Feulner lässt Nürnberg jubeln Fotos
AFP

Hamburg - Der FC Bayern hat am zwölften Bundesliga-Spieltag den zweiten Punktverlust der Saison hinnehmen müssen. Beim 1. FC Nürnberg kam der Rekordmeister nur zu einem 1:1 (1:0). Titelverteidiger Borussia Dortmund feierte hingegen einen 3:1 (3:1)-Sieg gegen Greuther Fürth und hat auf Platz vier mit nun 22 Punkten neun Zähler Rückstand auf den Tabellenführer aus München. "Wir können mit dem 1:1 leben, ich denke, es ist kein Beinbruch", sagte FCB-Trainer Jupp Heynckes: "Wir haben gut begonnen und überwiegend souverän agiert, es aber versäumt, das zweite oder dritte Tor zu erzielen."

Nicht nur in Nürnberg und Dortmund hatte der zwölfte Bundesliga-Spieltag furios begonnen. Nach einer Viertelstunde waren in den sieben Partien bereits acht Tore gefallen, am Ende waren es insgesamt 19. Stuttgart gewann in Mönchengladbach 2:1 (1:1), ebenso wie Freiburg in Hannover (1:1). Heimsiege feierten der Hamburger SV gegen Mainz (1:0/0:0) und Frankfurt gegen den FC Augsburg (4:2/2:1).

Bei den beiden Top-Clubs hatten sowohl Jürgen Klopp als auch Heynckes einigen Stammspielern eine Pause gegönnt. Der BVB-Trainer schonte Marco Reus, der am Mittwoch noch mit der Nationalmannschaft gegen die Niederlande gespielt hatte. Auf Bayern-Seite erhielt DFB-Kapitän Philipp Lahm ebenso eine Pause wie Javier Martinez und Franck Ribéry, die mit Spanien und Frankreich im Einsatz waren.

Im Sturm durften aber die treffsicheren Stars von Beginn an spielen - mit frühem Erfolg. In Nürnberg drückte Mario Mandzukic nach drei Minuten eine Vorlage von Toni Kroos zum 1:0 des FCB über die Linie. Robert Lewandowski brauchte genau so lange für sein Tor, er hatte nach Zuspiel von Mario Götze keine Mühe.

Schon in der 15. Minute traf Lewandowski zum zweiten Mal, diesmal vom Elfmeterpunkt nach einem Foul an Jakub Blaszczykowski. Es war das 2:1 für den BVB, da Zoltán Stieber für Fürth zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen hatte (5. Minute). Götze zeigte beim 3:1 seine Klasse, umkurvte erst Torhüter Max Grün und ließ dann auch noch Heinrich Schmidtgal ins Leere grätschen (42.).

Die Bayern dominierten nach der Führung ebenfalls, doch Nürnberg fing sich Mitte der ersten Hälfte etwas und stand recht sicher in der Abwehr. Gute Chancen konnten sich die Münchner bis zur Pause daher nicht mehr herausspielen - mit einer Ausnahme: Xherdan Shaqiri spielte den mitgelaufenen Rafinha frei, doch der scheiterte an "Club"-Keeper Raphael Schäfer.

Direkt nach Wiederanpfiff nutzte Markus Feulner dann einen Ballverlust der Bayern im Mittelfeld. Der ehemalige FCB-Spieler zog aus rund 30 Metern ab, Manuel Neuer sah bei dem nicht sonderlich platzierten Schuss nicht gut aus. Kurz darauf hätte Timo Gebhart sogar auf 2:1 erhöhen können, doch er verstolperte aus zehn Metern.

Während die Dortmunder in der zweiten Halbzeit gegen Fürth mit der Führung im Rücken locker kombinieren konnten und am Ende ungefährdet gewannen, verkrampften die Münchner in Nürnberg bei dem Versuch, doch noch einen Sieg zu erzwingen. Der "Club" musste aber ab der 76. Minute zu zehnt spielen, da Gebhart mit Gelb-Rot vom Platz flog. Doch auch in Unterzahl brachte Nürnberg das Unentschieden über die Zeit.

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 1:2 (1:1)

Der VfB Stuttgart hat den Aufwärtstrend von Borussia Mönchengladbach gestoppt. Nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage musste sich Gladbach im eigenen Stadion 1:2 (1:1) geschlagen geben. Verteidiger Roel Brouwers sorgte mit einem Eigentor für den Stuttgarter Erfolg (72.). Martin Stranzl hatte die Borussia zunächst in Führung geschossen (7.), doch VfB-Angreifer hatte schon im direkten Gegenzug ausgeglichen. Beide Teams liegen nun punktgleich auf den Plätzen zehn (Gladbach) und elf (Stuttgart).

Hannover 96 - SC Freiburg 1:2 (1:1)

Jan Rosenthal hat den SC Freiburg bei seinem früheren Club Hannover 96 zum Sieg geschossen. Der 26-Jährige erzielte in der 56. Minute den 2:1 (1:1)-Siegtreffer. Hannover, das zuvor nur ein Heimspiel verloren hatte, war überraschend schwach, der zwischenzeitliche Ausgleich durch einen verwandelten Foulelfmeter von Mohammed Abdellaoue (33.) war glücklich. Freiburg war zuvor durch Jonathan Schmid in Führung gegangen (11.). Mit nun 16 Punkten verkürzte der Sportclub den Rückstand auf den Tabellensechsten Hannover auf einen Punkt.

Eine gute Nachricht gab es aber für Hannover trotzdem: Offenbar tendiert Trainer Mirko Slomka zu einer Vertragsverlängerung bei 96. In der Bundesligashow von NDR 2 sagte Slomka vor dem Heimspiel, es werde "zu einer Entscheidung kommen, die 'Pro Hannover' ausfallen wird". Er fügte hinzu: "Dass ich pokern würde, ist mitnichten so! Wir haben uns darauf verständigt, dass wir jetzt uns auf die Spiele konzentrieren und dann im Dezember zusammen sitzen und die Dinge vereinbaren."

Hamburger SV - Mainz 05 1:0 (0:0)

Dank eines Treffers von Heung-Min Son (63.) ist der HSV an die Europapokalplätze herangerückt. In einem schwachen Verfolgerduell mit Mainz 05 siegten die Gastgeber 1:0 (0:0). Damit zog das Team von Trainer Thorsten Fink in der Tabelle nach Punkten (17) mit den Mainzers gleich. Dank der besseren Tordifferenz bleibt der FSV aber vor dem HSV auf Rang sieben.

Eintracht Frankfurt - FC Augsburg 4:2 (2:1)

Eintracht Frankfurt hat den dritten Tabellenplatz verteidigt. Der Aufsteiger bezwang den FC Augsburg 4:2 (2:1). Ausgerechnet Gäste-Stürmer Sascha Mölders, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, leitete den Sieg der Eintracht mit einem Eigentor in der siebten Minute ein. Für Frankfurt trafen zudem Stefan Aigner (32.) und Alexander Meier (52./75., Foulelfmeter), der damit seine Saisontreffer acht und neun erzielte. Ja-Cheol Koo gelang in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das zwischenzeitliche 1:2, in der 64. Minute war zudem Mölders für den Tabellenletzten (6 Punkte) erfolgreich.

luk/max

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Forum - Was erwarten Sie von der Bundesliga-Saison 2012/2013?
insgesamt 3069 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
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1.
Mitschka 17.08.2012
Zitat von sysopDie neue Saison der Fußball-Bundesliga startet, und es kann wieder spannend werden. Gelingt Borussia Dortmund das Meister-Triple, oder gewinnt Bayern München wieder alte Stärke und Meister-Ehren? Wer überrascht, und wer muss gegen den Abstieg kämpfen? Was erwarten Sie von der neuen Spielzeit?
Erster...;-)) auf eine schöne saison!!!
2. wow
Seffi 17.08.2012
Zitat von MitschkaErster...;-)) auf eine schöne saison!!!
Gratulation an Dich und an den Sysop - den wahren Ersten!
3.
ray4912 17.08.2012
Zitat von MitschkaErster...;-)) auf eine schöne saison!!!
hast mir den Platz weggeschnappt! ich aber frage: "wer hats erfunden?" als erster nun konkret;-) Bayern schaffts klar und deutlich BVB 2. VFB 3. Schalke 4. MGB hat Mühe (9.) SCF 10. besser als letzte Saison: u.a. Wolfsburg, Hoffenheim der ganze Norden schwächelt, ebenso Mainz
4. Noch mal zum Argentinienspiel.
Jupp Koschkoweit 17.08.2012
Als Kahn lospolderte, dachte ich zunächst, was ist denn nun los. Dann viel mir allerdings ein, dass wir nicht mehr beim Olympia-Schwimmen waren sondern beim Nationalmannschaftsfußball. Also nichts mehr mit um den heißen Brei herumreden und sich am schnellen Schwimmen der anderen erfreuen. Jetzt heißt es also wieder hohe Maßstäbe setzen und knallharte Kritik an der eigenen Mannschaft üben. Aber was die Defensive angeht, hat Kahn auch recht. Selbst Jogi konnte da wenig widersprechen. Kahn bezog sich zwar nur auf die EM, aber unsere Abwehr war schon in der EM-Quali gegen schwächste Gegner immer für mindestens ein Gegentor gut. Und trotz Hype um Hummels und der Beweihräucherung unserer Abwehr bei der EM, hatten wir von den Teams, die das VF und HF erreichten, die meisten Gegentreffer kassiert. Das 0:1 war mal wieder typisch. Mich wundert nur, dass das sonst keinem (auch den Medien nicht) auffällt. Ich könnte es nämlich inzwischen nach fast jedem zweiten Spiel der NM schreiben: Bei eigenen Ecken gefahrlos und bei gegnerischen Ecken äußerst anfällig. Ich kann es inzwischen wirklich nicht mehr sehen, wie die eigenen Ecken, eine nach der anderen, in die Arme des Torwarts geschlagen werden. Noch weniger kann ich bei gegnerischen Ecken diese seltsame Staffelung unserer Spieler auf der Linie des 5m-Raumes verstehen. Deshalb jetzt für Jogi persönlich: wir müssen Manndeckung bei Ecken spielen! Macht jeder andere auch, siehe Argentinien. Die haben dem Höwedes fast das Trikot runtergezogen, so eng ist der gedeckt worden. Schon bei der EM hat uns ein 1,70m kleiner Däne nach Ecke einen reingeköpft, weil ihn keiner manngedeckt hat. Der Portugiese Pepe stand bei seinem Lattenknaller auch völlig ungedeckt im Strafraum. Nun standen die Argentinier frei. Der Ball wird also in Höhe 5m-Raum zu einem freien Argentinier gespielt, den dieser schon hätte gefährlich aufs Tor bringen können. Keiner da, der ihn bei der Ballannahme stört. Denn unsere Abwehrreihe bleibt zu viert innerhalb des 5m-Raumes stehen, dem eigenen Torwart schön vor der Nase. Wenn aus der kurzen Entfernung einer unglücklich angeschossen wírd, braucht man sich nicht zu wundern. Das Defensivverhalten war insgesamt nicht gut, da hat Kahn vollkommen recht. Wie etwa beim 0:2, waren unsere Spieler viel zu weit vom Gegner weg. So was nutzt eine Mannschaft mit so einem Angriffspotential (im Juni 4 Tore gegen Brasilien) gnadenlos aus. Gut, so katastrophale Abwehrfehler wie gegen die Schweiz oder im EM-Halbfinale gab es zwar nicht, sonst hätte es gegen die Gauchos mindesten ein halbes duzend Mal geklingelt. Aber die Baustelle bleibt weiterhin die Abwehr bzw. Defensive. Das Pressing war wieder so lasch wie gegen die Italiener. Die Argentinier haben es dankbar entgegengenommen und sich locker durch unsere löchrige Abwehr kombiniert. Dabei waren die Löcher manchmal so groß, dass man schon gar nicht mehr von Löcher reden konnte. Da lag ja manchmal eine ganze Abwehrseite brach. Jedenfalls sind uns die Spanier im Defensivverhalten meilenweit voraus. Und solange das so bleibt, gewinnen die die Turniere und nicht wir. Bis Rio hat Jogi also noch eine Menge Arbeit vor sich. Am besten gleich mit Eckballtrainig anfangen.
5. Nur der HSV
1Piantao 17.08.2012
aus dem (Zitat)"HSV verseuchten Schl.-Holst." wird der Dino auch diese Saison in der 1. Liga überleben. Trotz Fink (sollte er die Hinrunde überleben), trotz Arnesen (sollte er zum 1. Spieltag noch da sein), trotz Geldmangel und trotz fehlender Einkäufe "die uns sofort weiterhelfen" (abgedroschene Phrase, aber gibt keine bessere), Talente gespickt für den Titel in 2018. Aber das ist ja hier nicht gefragt. Titel geht an den BVB Vice Gladbach Bayern Schalke, VW, Aspirin ("Si es Bayer, es bueno"), Vom Abstieg jetzt zu reden ziemt sich nicht, noch können alle Meister werden .
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