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Bundesliga-Abstiegskampf HSV im Aufwind, Hertha matt

Hertha-Kapitän Lell: "Wir spielen gegen den Abstieg"Zur Großansicht
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Hertha-Kapitän Lell: "Wir spielen gegen den Abstieg"

Für den Kellerclub Hertha BSC wird die Lage immer bedrohlicher. Die Berliner verloren auch gegen den direkten Konkurrenten Hamburger SV. Die Gäste hingegen zeigten sich verbessert. Augsburg und Kaiserslautern treten auf der Stelle.

Hamburg - Hertha-Trainer Michael Skibbe war genervt, schwer genervt sogar. "In der ersten Hälfte haben wir von der 20. bis zur 45. Minute desolat gespielt", klagte der 46-Jährige, der in der Winterpause Markus Babbel abgelöst hatte und mit seinem Team auch die zweite Rückrundenpartie verlor. Nach dem 0:2 in Nürnberg gab es nun am Samstag eine 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV.

Seit dem 29. Oktober (3:2 beim VfL Wolfsburg) haben die Berliner in acht Bundesligapartien nicht mehr gewonnen. Der Aufsteiger holte in diesem Zeitraum nur vier Punkte. Der Vorsprung des Tabellen-14. auf den Relegationsplatz schrumpfte von sieben auf zwei Punkte.

"Wir haben nie etwas anderes behauptet, als dass wir gegen den Abstieg spielen", zeigte Hertha-Abwehrspieler Christian Lell immerhin Realitätssinn. Coach Skibbe blickte schon einmal auf die nächste Begegnung am kommenden Samstag im heimischen Olympiastadion. "Ich erwarte jetzt eine deutliche Reaktion gegen Hannover. Wenn alle elf Mann auf dem Platz kämpfen, geht was."

Grundsätzliche Zweifel am Leistungsvermögen seiner Mannschaft wollte Skibbe nicht gelten lassen. "Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft genug Qualität hat." Gegen den gewiss nicht starken HSV war dies jedoch über weite Strecken nicht zu erkennen. "Irgendwo fehlt uns der letzte Killerinstinkt", stellte Hertha-Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger fest.

Die Hamburger führten durch Tore von Marcell Jansen (24.) und Mladen Petric (45.+1) verdient. Hertha-Stürmer Pierre-Michel Lasogga (81.) verkürzte auf 1:2. Die Schlussoffensive der Berliner blieb jedoch ohne Erfolg. Skibbe bemühte sich, die Angriffsbemühungen als "Powerplay" zu verkaufen.

Sollte Mainz das Abstiegsduell am Sonntag gegen Schlusslicht Freiburg (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gewinnen, könnten die Berliner sogar auf Rang 15 abrutschen. Der HSV kletterte durch den fünften Saisonsieg auf den elften Tabellenplatz.

HSV spielt wenig glanzvoll, punktet aber kontinuierlich

"Es war ein ordentliches, wenn auch kein überragendes Spiel von uns. Nach dem 1:5 gegen Dortmund hat die Mannschaft Charakter gezeigt", sagte HSV-Trainer Thorsten Fink, "jetzt haben wir das Heimspiel gegen die Bayern. Da sind wir krasser Außenseiter. Aber Gladbach hat ja vorgemacht, dass man auch als Außenseiter gewinnen kann."

Unter Fink, der Mitte Oktober vergangenen Jahres Michael Oenning als Chefcoach nachfolgte, zeigt sich der HSV deutlich stabiler. Nur eine der vergangenen zehn Bundesligapartien verloren die Hamburger, von 30 möglichen Punkten holten sie 15 (drei Siege und sechs Unentschieden).

Deutlich schwächer zuletzt war hingegen die Ausbeute des 1. FC Kaiserslautern. Das Team aus der Pfalz wartet seit dem 22. Oktober (1:0 gegen Freiburg) auf einen Erfolg. Das 2:2 am Samstag beim Vorletzten Augsburg war bereits das siebte Unentschieden in den vergangenen neun Begegnungen.

Angesichts der Remis-Lastigkeit des FCK - gemeinsam mit Hannover die meisten, nämlich neun - werden Erinnerungen an die Saison 1995/1996 wach. Damals spielte Kaiserslautern 18 Mal unentschieden - und stieg ab.

In Augsburg immerhin hatte der FCK den Sieg verdient, doch Schiedsrichter Manuel Gräfe verweigerte dem Team einen eindeutigen Strafstoß. Der Augsburger Mittelfeldspieler Daniel Brinkmann hatte FCK-Angreifer Nicolai Jörgensen in der Schlussminute gelegt. "Es war ein klarer Elfmeter, aber wir akzeptieren das", gab sich Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz nach außen hin gelassen.

Sein Team, das mit 18 Punkten den Relegationsplatz belegt, hatte 2:1 geführt. FCK-Abwehrspieler Florian Dick war nach Marcel de Jongs frühem Führungstreffer (5. Minute) zweimal erfolgreich gewesen (25./48.).

Doch dann kam der große Auftritt der Augsburger Stürmers Stephan Hain. Der 23-Jährige traf in der 65. Minute 22 Sekunden nach seiner Einwechselung. "Wir hatten das Gefühl, nach der Führung mehr Stabilität zu haben und näher am dritten Tor zu sein. Dann haben wir den Gegner wieder richtig munter gemacht", kritisierte Kurz.

Augsburgs Trainer Jos Luhukay war trotz des Punktgewinns alles andere als zufrieden. "Wir brauchen keine Unentschieden, wir brauchen Siege", forderte der Niederländer. Seinem Team und dem Gegner stellte Luhukay ein schlechtes Zeugnis aus: "Beide Mannschaften stehen da unten, weil in der letzten Konsequenz die Entschlossenheit fehlt." Dem mag man nicht widersprechen.

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insgesamt 14 Beiträge
Adrenalina 28.01.2012
Noch klarer kann ein Elfer kaum sein. Da hat wohl die Zivilcourage gefehlt, in letzter Minute gegen die Heimmannschaft zu pfeifen. Immer wieder schlimm, welch spielentscheidende Fehler die Schiris hierzulande machen - angeblich [...]
Noch klarer kann ein Elfer kaum sein. Da hat wohl die Zivilcourage gefehlt, in letzter Minute gegen die Heimmannschaft zu pfeifen. Immer wieder schlimm, welch spielentscheidende Fehler die Schiris hierzulande machen - angeblich die besten der Welt... Das war nix, Herr Gräfe. Und nicht mal so viel Größe, es zuzugeben.
Pollowitzer 28.01.2012
...Preetz da schaltet und waltet - ein erfolgreicher Verein wurde von ihm gegen die Mauern vom Olympiastadion gefahren - Favre zu kanten war ein schwerer Fahler, Funkel zu holen eine Dummheit und nun wurde mit dem neuen Trainer [...]
...Preetz da schaltet und waltet - ein erfolgreicher Verein wurde von ihm gegen die Mauern vom Olympiastadion gefahren - Favre zu kanten war ein schwerer Fahler, Funkel zu holen eine Dummheit und nun wurde mit dem neuen Trainer von Preetz eine weiter Niete gezogen - Da hilft nur ein wirklicher Trainer und ein fixer Anschied von Preetz - sonst steigt Hertha wieder ab und das ist sicher.
Roßtäuscher 29.01.2012
so weiter macht, wird aus dem 14. Tabellenplatz bald die totale Abstiegszone. In dem Verein kann doch etwas nicht stimmen. Warum schmiss Babel die Brocken hin, weil ein Arbeiten in diesem Verein unmöglich zu sein scheint. [...]
Zitat von sysopFür den Kellerclub Hertha BSC wird die Lage immer bedrohlicher. Die Berliner verloren auch gegen den direkten Konkurrenten Hamburger SV. Die Gäste hingegen zeigten sich verbessert. Augsburg und Kaiserslautern treten auf der Stelle. Bundesliga-Abstiegskampf: HSV im Aufwind, Hertha matt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,812025,00.html)
so weiter macht, wird aus dem 14. Tabellenplatz bald die totale Abstiegszone. In dem Verein kann doch etwas nicht stimmen. Warum schmiss Babel die Brocken hin, weil ein Arbeiten in diesem Verein unmöglich zu sein scheint. Wahrscheinlich ist der Preetz der wurmstichige Faktor im Verein, neben den Vorständen. Großkotzig wie die Berliner halt sind, Milliarden Schulden, aber weiter mit dem Geld werfen. Der Abgang von Hoeneß war doch auch nicht ganz klar, wobei der eher auch zu einer Wurmstich-Fraktion zu zählen ist.
bananenfan 29.01.2012
Macht der Lell jetzt auf Tebow?
Macht der Lell jetzt auf Tebow?
haltetdendieb 29.01.2012
War doch klar, der HSV macht es noch. Der zieht noch leicht und locker an Werder (Werder wer?) vorbei. Absteigen tuen: Augsburg (mit oder ohne Elfmeter, wenn es auch einer war, wie es aussah) und Freiburg.
War doch klar, der HSV macht es noch. Der zieht noch leicht und locker an Werder (Werder wer?) vorbei. Absteigen tuen: Augsburg (mit oder ohne Elfmeter, wenn es auch einer war, wie es aussah) und Freiburg.
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