Bundesliga-Analyse Arroganz ist nicht Schalkes größtes Problem

Dass Angriff die beste Verteidigung ist, fiel Domenico Tedesco erst nach dem Unentschieden in Köln ein. Der Schalke-Trainer kritisierte seine Spieler scharf. Welchen Anteil hatte er selbst am Ergebnis?

REUTERS

Von Philip Dehnbostel und


Der FC Schalke kann einfach nicht gegen den Tabellenletzten gewinnen. Vor zwei Wochen verlor das Team von Domenico Tedesco 2:3 beim Hamburger SV, jetzt kamen die Schalker beim 1. FC Köln nicht über ein 2:2 hinaus. Der Trainer war verständlicherweise sauer über das Ergebnis - und polterte seinen Frust öffentlich heraus.

Tedesco warf seinen Spielern Arroganz und Fahrlässigkeit in der Chancenverwertung vor. Bei 21 Schalker Abschlüssen gegen Köln ist das durchaus nachvollziehbar - und trotzdem nur die halbe Wahrheit. Wie die grafische Analyse zeigt, gibt es noch andere Gründe dafür, dass Schalke eine Zwei-Tore-Führung nicht über die Zeit brachte.



insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hamburger.jung 23.04.2018
1.
Dieser Horrorfussball führt direkt in die Champions-League. Das ist Fussball in Deutschland 2018.
starboy 23.04.2018
2. @hamburger.jung
Falls sie HSV Anhänger sind wäre noch mit dem Begriff Horrorfussball ganz vorsichtig. Denn mit diesem Horrorfussball ist u.a. Italien 2006 Weltmeister geworden und Inter Mailand besiegte die glorreichen Bayern 2010 im Champions League Finale und Chelsea nochmal beim Finale dahoam. Tedesco hat Recht, es fehlte an Kaltschnäuzigkeit. In den anderen Spielen hatte Schalke nur 1-2 richtige Chancen und machten diese rein. Sie wollten die Kölner vorführen, die wirklich limitiert spielen und das ist nach hinten losgegangen. Gegen solche Gegner muss man eigentlich als "Topmanschaft" irgendwie die drei Punkte mitnehmen. Nochmal zum HSV, die spielen seit der Saison 2013/14 keinen Horrorfussball sondern eher Antifussball hoch zehn. Da passt seit Jahren nix mehr: Spieler, Trainer, Manager, Vorstand usw. Man weiss, dass der Bus gegen die Wand fährt, aber man lächelt und drückt nochmal aufs Gaspedal.
wolleb 23.04.2018
3.
Ich finde es gut, wenn der Schalker Antifußball nicht belohnt wird. Wenn das die Trainer der Zukunft sind, kann einem um die Bundesliga nur Angst und Bange werden.
hannesmann 23.04.2018
4.
Gab es nicht vor Kurzem einen Jubelartikel im Spiegel über Tedesco? So etwa nach dem Motto "Trainertalent des Jahrhunderts". Mit dem Spielerpotential müsste die Mannschaft eigentlich mehr als reinen Ergebnisfussball spielen können. Für eine wirkliche Topmannschaft ist Tedesco wohl eher nicht geeignet.
Joinme66 23.04.2018
5.
Zitat von wollebIch finde es gut, wenn der Schalker Antifußball nicht belohnt wird. Wenn das die Trainer der Zukunft sind, kann einem um die Bundesliga nur Angst und Bange werden.
Und genauso ist es wie sie schreiben. Diese Langeweile in der Bundesliga ist genau diesen Gestalten zu verdanken. Nix Bayern schuld, nix Geld schuld. Selbst wenn man jedes Jahr einen wegkauft, sind da immer noch 25 andere Spieler denen ich die Erstliga Tauglichkeit nicht absprechen will. Die sind nämlich durch sämtliche Scoutingverfahren ja schon erfasst und eingestellt worden. Dazu kommt noch das niemals ein verkaufter Leistungsträger auf 11 Positionen gespielt hat. Natürlich schwächt das Mannschaften aber Geld ist nicht das Problem. In meine Augen ist es tatsächlich die mangelhafte Leistung von vielen Trainern in der 1.Liga. Und ganz vorne an der Spritze: Tedesco auch wenn ich mir es für Schalke anders gewünscht hätte, das kannst dir nicht anschauen das Spiel. Die werden die nächsten 3 Spiele verlieren. Über solche Trainer wie Keller jahrelang herziehen und nun aufgrund des “guten“ Tabellenplatzes den anderen loben. Furchtbar das Gekicke, da war Kellers Schalke ja meistens eine Augenweide. Ist ja wenigstens nicht der Einzige in der Liga, das hat auch was für sich wenn man in der Bescheidenheit unter sich ist. Der braucht seinen Spielern gar nichts vorwerfen, seit 31 Spieltagen muss man nun seine langweilige bescheiden Taktik ansehen. Und mit der NM von Italien hat das gar nichts zu tun, da könnte man wenigstens noch die unüberwindbare Abwehr bestaunen und die 1-2 perfekt ausgeführten Angriffe, die perfekt umgesetzte Taktik. Das ist gar nichts was Tedesco hier spielen lässt. Der 100 jährige Rehagel würde da mehr daraus machen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.