Fußball-Bundesliga: Augsburg trennt sich von Manager Rollmann

Jürgen Rollmann verlässt den FC Augsburg, ohne einen richtigen Transfer getätigt zu haben. Der Club trennte sich wegen "unüberbrückbaren Differenzen" von seinem Manager. Dabei war der 46-Jährige erst vor gut zwei Monaten verpflichtet worden.

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Manager Rollmann: Trennung vom FC Augsburg

Hamburg - Anfang Oktober wurde er verpflichtet, gut zwei Monate später schon wieder entlassen: Bundesligist FC Augsburg hat sich mit sofortiger Wirkung von Manager Jürgen Rollmann getrennt. Damit bestätigte der Verein einen Bericht der "Augsburger Allgemeinen". Somit hat der 46-Jährige keinen wirklichen Transfer für den Club getätigt - und nur vor einigen Wochen den vereinslosen Torwart Alexander Manninger unter Vertrag genommen.

In einer Stellungnahme auf der Homepage begründete der Club die Trennung mit "unüberbrückbaren Differenzen". Weiter hieß es: "Der FCA bittet um Verständnis, dass aufgrund eines laufenden Verfahrens keine weiteren Angaben zu der Trennung gemacht werden können."

Auch Rollmann selbst wollte sich auf Anfrage der "Augsburger Allgemeinen" nicht zu den Hintergründen äußern: "Ich sage dazu gar nichts. Wenden Sie sich bitte an meinen Vertreter, den Rechtsanwalt Horst Kletke." Der Frankfurter Jurist Kletke ist ein anerkannter Spezialist für arbeitsrechtliche Problemfälle im Profifußball. Auch er gab sich bedeckt. "Wir äußern uns nicht, es ist ein schwebendes Verfahren."

Rollmanns Vertrag beim FC Augsburg lief eigentlich noch bis zum Saisonende. Als aktiver Spieler stand er 1996/1997 im Tor der Augsburger. Zuvor hatte Rollmann unter anderem bei Werder Bremen und beim MSV Duisburg gespielt. Nach dem Ende seiner sportlichen Laufbahn arbeitete Rollmann 1999 und 2000 als Manager und Geschäftsstellenleiter beim FCA.

Der Club ist als Tabellen-17. akut abstiegsgefährdet. Eigentlich wollte Rollmann den Kader in der Winter-Transferperiode mit einigen gezielten Transfers verstärken - und so den Klassenerhalt schaffen. "Wir müssen feststellen, dass einige unserer Offensiv-Spieler unter ihren Möglichkeiten geblieben sind", hatte er noch vor einer Woche gesagt. Zudem wollte er einen Rechtsverteidiger verpflichten.

Nun werden sich beim FCA andere um die Transfers kümmern. "Aufgrund der kurzfristigen Entscheidung werden sich die FCA-Verantwortlichen in den kommenden Wochen um die Nachfolgeregelung kümmern", hieß es in der Stellungnahme des Vereins.

leh/dpa

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