Leverkusen-Sieg gegen Stuttgart Volland scheitert kläglich und trifft dann doppelt

Seine größte Chance hat Kevin Volland im Spiel zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart vergeben. Doch dann sorgte der Stürmer mit zwei Toren dafür, dass das keine Rolle mehr spielte.

Kevin Volland (l.), Jonathan Tah
FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

Kevin Volland (l.), Jonathan Tah


Nach einer Stunde stand es in der Bundesliga-Partie zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart noch 0:0. Dann spielten die Leverkusener einen Konter fast perfekt aus. Karim Bellarabi legte noch in der eigenen Hälfte mit der Hacke ab auf Julian Brandt. Der trieb den Ball über den halben Platz und bediente dann wieder den links durchgestarteten Bellarabi. Dessen Querpass hätte Kevin Volland aus fünf Metern eigentlich nur noch ins leere Tor schieben müssen - doch er schoss drüber.

Dass diese Szene am Ende keine Auswirkung auf das Ergebnis hatte, dafür sorgte Volland selbst. Erst brachte der Stürmer sein Team nach einer Flanke von Kai Havertz per Kopf in Führung (76. Minute), dann traf er mit einer Direktabnahme nach Vorarbeit des eingewechselten Lucas Alario zum 2:0 (81.). Beide Szenen waren deutlich anspruchsvoller als die vergebene Großchance, aber das dürfte weder Volland noch seine Mannschaftskameraden stören.

In der Nachspielzeit hätte Alario fast noch das 3:0 erzielt, der Treffer wurde aber aufgrund einer Abseitsposition nicht gegeben (90.+1). In der ersten Hälfte hätten beide Teams jeweils einen Elfmeter zugesprochen bekommen können. In der ersten Minute war Pablo Maffeo von Charles Aránguiz zu Fall gebracht worden, Schiedsrichter Robert Schröder hatte aber kein Foul erkannt. Auch der Video-Assistent sah keinen Grund, die Entscheidung zu revidieren.

Schiedsrichter Robert Schröder (Mitte) hält Rücksprache mit dem Video-Assistenten
FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

Schiedsrichter Robert Schröder (Mitte) hält Rücksprache mit dem Video-Assistenten

Nach einem Handspiel von Emiliano Insúa entschied Schröder dann zunächst auf Strafstoß, wurde aber von seinem Video-Assistenten überstimmt. Insúa soll den Ball nicht auf, sondern knapp vor der Strafraumgrenze mit der Hand gestoppt haben. Entsprechend wurde auf Freistoß entschieden (16.). Ansonsten blieb es eine ereignisarme Partie - bis Volland kam. Der Heimsieg geht in Ordnung, weil Bayer insgesamt das bessere und gefährlichere Team war und sich mehr Chancen erspielte.

Durch den Sieg springt Leverkusen in der Tabelle vorerst auf Position zehn, kann am Wochenende aber noch von Augsburg, Freiburg und Wolfsburg überholt werden. Stuttgart bleibt nach der achten Saisonniederlage Tabellenletzter.

Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart 2:0 (0:0)
1:0 Volland (76.)
2:0 Volland (81.)
Leverkusen: Hradecky - L. Bender (78. Wendell), Tah, S. Bender, Jedvaj (66. Weiser) - Baumgartlinger, Aranguiz (66. Alario) - Bellarabi, Havertz, Brandt - Volland
Stuttgart: Zieler - Beck, Pavard, Kempf, Insúa - Aogo (81. Akolo) - Maffeo (46. Thommy), Ascacibar, Gentner (81. Castro), Gonzalez - Gomez
Zuschauer: 24.632
Schiedsrichter: Robert Schröder
Gelbe Karten: Jedvaj, S. Bender, L. Bender / Gentner, Maffeo

mmm



insgesamt 10 Beiträge
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briancornway 24.11.2018
1. "Stuttgart bleibt nach der achten Saisonniederlage Tabellenletzter"
Falls Düsseldorf am Samstag mit 4 Toren oder mehr Rückstand verliert, ist Stuttgart immerhin Vorletzter. Nur mal als Info, weil der Satz aus dem Artikel so endgültig klingt.
Schlaflöwe 24.11.2018
2. Inzwischen hat der neue VfB-Trainer
in 5 Spielen 4 Pleiten eingefahren und der Fan resigniert so langsam
tucson58 24.11.2018
3. Untauglicher Kader
Der größte Teil des Kaders hat eben keine Bundesliganiveau und so steht man eben im zweiten Jahr Bundesliga nach einen Aufstieg im Keller. So geht es vielen "2 Ligisten" die zwar in der 2.Liga eine Nummer sind, aber für die 1.Liga reicht es maximal für den Abstiegskampf . Das gleiche findet man doch beim HSV . Jahrelanger Abstiegskampf dann abgestiegen und nun in der 2 Liga Spitzenreiter .... Köln dito ... Am Ende wird der VfB wohl wieder absteigen wenn in der Winterpause keine vernünftigen Spieler geholt werden . Der HSV wird sicher aufsteigen, aber aus Geldmangel schaffen sie es nicht einen tauglichen Kader für die 1.Liga zu haben und werden wieder im Keller rum dümpeln ... Tendenz zweiter Abstieg Aus den einst großen Bundesligaklubs mit Geschichte, sind eben nur noch Fahrstuhlmannschaften geworden.
meresi 24.11.2018
4. Abstiegskanditat
Stuttgart. Diese Mannschaft wird es nicht schaffen, zu wenig zwingende Chancen nach vorne. Spielen die jetzt schon wieder gegen den Trainer ?
hisch88 24.11.2018
5. mit Zähnen und Klauen
Mir scheint Stuttgart verteidigt seinen letzten Platz mit Inbrunst und mit Zähnen und Klauen. Trotzdem müssen sie hoffen, dass Fortuna 95 Düsseldorf nicht mit 4 Toren unterschied gegen Bayern verlieren, sonst müssen sie ihren Platz abgeben.
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