Sieg beim VfB Leverkusen nimmt die Champions League ins Visier

Hinten stark, vorne viele Chancen: Bayer Leverkusen hat mit einer beeindruckenden Leistung beim VfB Stuttgart gewonnen. Der Schlüssel zum Erfolg war das Zusammenspiel zweier Offensivspieler.

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Die Reaktion auf das Europa-League-Aus gegen den FC Villareal ist geglückt. Bayer Leverkusen gelang beim VfB Stuttgart ein wichtiger 2:0 (1:0)-Sieg. Damit übernimmt der Klub wieder den sechsten Platz in der Bundesliga und bleibt mit zwei Punkten Rückstand auf den Vierten Schalke 04 in Schlagdistanz zu den Champions-League-Rängen.

Stuttgart hatte auf eine Vorentscheidung im Abstiegskampf gehofft, geriet aber schnell in Rückstand. Julian Brandt erzielte das 1:0 in der elften Minute, Karim Bellarabi traf kurz nach der Pause (49. Minute). Mit 32 Punkten und dem elften Platz steht der VfB trotz der Niederlage noch deutlich vor der gefährlichen Zone.

Leverkusen ging mit Verletzungssorgen in die Partie. Abwehrchef Ömer Toprak fehlte nach wie vor verletzt, dazukamen die Erkrankung von Hakan Calhanoglu, der langfristige Ausfall von Kyriakos Papadopoulos sowie eine Gelb-Sperre von Tin Jedvaj. Im Mittelfeld lief Vladlen Yurchenko auf, Benjamin Henrichs feierte in der Verteidigung sein Startelf-Debüt und bot ein gutes Spiel.

Neben Personalsorgen musste Bayer zuletzt auch sportliche Enttäuschungen hinnehmen: Das Euro-League-Aus und Probleme in der Liga (nur ein Sieg aus den vergangenen fünf Partien). Gegen den VfB war davon wenig zu sehen. Leverkusen begann mit Schwung und traf früh. Nach Anspiel von Bellarabi erzielte Brandt aus zwölf Meter das 1:0. Auch Stuttgart startete engagiert und sorgte über den schnellen Filip Kostic auf der linken Seite für etwas Gefahr. Insgesamt agierte der VfB zu hektisch.

Zweites Tor, dieselben Protagonisten

Die gefährliche Elf blieb Leverkusen. In der 30. Minute scheiterte Stefan Kießling mit einem Kopfball aus kürzester Distanz an VfB-Keeper Przemyslaw Tyton, der mit einem guten Reflex reagierte. Auf der anderen Seite erspielte sich Stuttgart kaum Abschlüsse. Ein Stellungsfehler von André Ramalho gegen Timo Werner war eine der wenigen Unsicherheiten in der sonst stabilen Leverkusener Defensive (25.). Die größte VfB-Chance hatte kurz vor der Pause erneut Werner mit einem Abschluss aus 15 Metern, Bernd Leno parierte sehenswert (41.).

Nach dem Seitenwechsel sorgten erneut Bellarabi und Brandt für einen Treffer. Diesmal passte Brandt zu Bellarabi, der einen gut gespielten Konter mit dem 2:0 krönte (49.). Das schnelle Tor nach der Pause erinnerte fast an das 4:3 aus dem Hinspiel mit allen sieben Treffer in der zweiten Hälfte - ganz so stürmisch wurde es diesmal nicht.

Chancen auf weitere Tore waren jedoch da: In der 57. Minute verpasste Brandt das 3:0. Er traf aus spitzem Winkel den linken Pfosten. Den nächsten Aluminium-Treffer setze dann Yurchenko mit einem feinen Abschluss an die Latte (65.). In der Schlussphase ließ Brandt eine weitere Großchance freistehend ungenutzt (77.). Es war der Schlusspunkt.

VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 0:2 (0:1)
Tore:

0:1 Julian Brandt (11.)
0:2 Karim Bellarabi (49.)

Stuttgart: Tyton - Klein, Schwaab, Niedermeier, Insua - Serey Die (68. Maxim) - Rupp, Gentner, Didavi (54. Krawez), Kostic - Timo Werner (68. Tashchy)
Leverkusen: Leno - Henrichs, Tah, Ramalho, Wendell - Kramer, Jurtschenko (84. Frey) - Bellarabi (68. Kruse), Brandt (89. Mehmedi) - Hernandez, Kießling
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)
Zuschauer: 54.522
Gelbe Karten: Niedermeier (5), Serey Die (8), Kostic (4) - Ramalho (4), Kießling, Jurtschenko

jan



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insgesamt 1 Beitrag
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Seite 1
Loddarithmus 20.03.2016
1. Na klar!
Nach so unterirdischen Leistungen in den letzten Wochen hat man jetzt wieder begründeten Anspruch auf die Championsligue zu haben. Schließlich machen's wir nicht für den Sport, sondern der Kohle wegen.
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