Fußball-Bundesliga Leverkusen deklassiert Leipzig spektakulär

Kantersieg trotz Rückstand - Bayer Leverkusen springt nach einer teilweise berauschenden Leistung auf Platz vier der Tabelle. Für die Leipziger war es die höchste Heimniederlage ihrer noch jungen Bundesligageschichte.

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Zum Abschluss des 29. Spieltags hat Bayer Leverkusen mit 4:1 (1:1) bei RB Leipzig gewonnen. Die Führung der Leipziger durch Marcel Sabitzer (17. Minute) egalisierte der 18-jährige Kai Havertz wenige Sekunden vor der Halbzeitpause, bevor Julian Brandt (51.), Panagiotis Retsos (56.) und Kevin Volland (69.) die Partie zugunsten der Gäste drehen konnten. Leverkusen rückt durch dieses Ergebnis auf den vierten Platz vor, die Leipziger sind nun Sechster.

Die 35.000 Zuschauer erlebten von Beginn an einen offenen Schlagabtausch und alleine in der ersten Hälfte 17 Torschüsse. Die Führung für die Gastgeber fiel durch einen Volleyschuss des Österreichers Sabitzer, der eine Kopfballablage von Yussuf Poulsen unhaltbar für Bernd Leno im Leverkusener Tor ins linke Eck platzierte (17.).

Ebenfalls ein Volleyschuss von Havertz (45.) sorgte für den Ausgleich der Gäste. Diesem voraus ging ein Konter der Gäste, an dessen Ende Leon Bailey den Ball gefühlvoll zu dem am Strafraumrand wartenden Havertz chipte.

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Nach einem kollektiven Aussetzer der RB-Abwehr traf Leverkusens Nationalspieler Brandt zum 2:1 (51.), bevor der für den verletzten Sven Bender eingewechselte Retsos nach einer Ecke per Flachschuss auf 3:1 (56.) erhöhte. Eine brillante Vorarbeit von Brandt verwertete Kevin Volland in der 69. Minute zum 4:1 für die nun deutlich überlegenen Gäste.

Leverkusen empfängt am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) den Tabellenfünften aus Frankfurt. Für Leipzig geht es bereits am Donnerstag in Marseille mit dem Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League (21.05 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) weiter.

RB Leipzig-Bayer Leverkusen 1:4 (1:1)
1:0 Sabitzer (17.)
1:1 Havertz (45.)
1:2 Brandt (51.)
1:3 Retsos (56.)
1:4 Volland (69.)
Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Upamecano, Bernardo - Kampl, Keita (76. Ilsanker) - Sabitzer, Forsberg - Poulsen (56. Bruma), Werner (69. Lookman)
Leverkusen: Leno - L. Bender (68. Jedvaj), Tah, S. Bender (19. Retsos), Wendell (63. Henrichs) - Baumgartlinger, Aranguíz - Brandt, Havertz, Bailey - Volland
Schiedsrichter: Deniz Aytekin
Gelbe Karten: keine
Zuschauer: 35.000

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insgesamt 10 Beiträge
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achterhoeker 09.04.2018
1. Wer gegen wen
Ausgelaugte Leipziger gegen ausgeruhte Leverkusener. Bayer hat ja selbst bei den letzten Niederlagen nicht viel getan. Egal. Bayern ist Meister, der Rest ist schmückende Beiwerk.
spon_2937981 09.04.2018
2. Kantersieg???
Hallo, das Spiel endete 1:4, das ist alles, aber doch kein Kantersieg. Also bitte, liebe Leute. Ob Leverkusen Leipzig 'deklassiert' hat, kann ich nicht beurteilen, ohne das Spiel gesehen zu haben. Ein 4:1-Sieg ist ein deutliches Ergebnis, aber es spricht doch nicht unbedingt für 'deklassiert'.
skeptikerjörg 10.04.2018
3. Leipzig geht die Luft aus
Ein unheimlich kraftraubendes Spielsystem, englische Wochen und eine qualitativ abfallende zweite Reihe fordern ihren Tribut. Aber wenn es in Marseille klappt spricht keiner mehr über den Black Monday.
hj.binder@t-online.de 10.04.2018
4. Lehre aus Montagsspielen
Nächstes Mal sollte Hasenhüttl seine besten Leute für das Montagsspiel einfach in Ruhe lassen, ist gesünder für die Spieler und sportlich ist der Montagskick eh für die Katz. Das Gleiche gilt für die nächste Saison für alles Spiele gegen FCB: Die Meisterschaft ist eh schon gekauft, zur Not sitzen noch 2 Nationalmannschaften auf der Tribüne und für die Sportentwicklung bringt ein Spiel gegen die Bayern nichts, weder für das Spiel insgesamt, noch für die Spieler.
widower+2 10.04.2018
5. Gekauft?
Zitat von hj.binder@t-online.deNächstes Mal sollte Hasenhüttl seine besten Leute für das Montagsspiel einfach in Ruhe lassen, ist gesünder für die Spieler und sportlich ist der Montagskick eh für die Katz. Das Gleiche gilt für die nächste Saison für alles Spiele gegen FCB: Die Meisterschaft ist eh schon gekauft, zur Not sitzen noch 2 Nationalmannschaften auf der Tribüne und für die Sportentwicklung bringt ein Spiel gegen die Bayern nichts, weder für das Spiel insgesamt, noch für die Spieler.
Ire Abneigung gegen Montagsspiele teile ich ja, aber der Rest Ihres Beitrages ist etwas verworren. Wenn Bayern die Meisterschaft gekauft hat, dann durch legale Transfers. Wenn man da von "gekauft" spricht, MUSS man sagen, das Leipzig sich die Bundesligazugehörigkeit erkauft hat. Und das nicht durch selbst erwirtschaftete Mittel, sondern durch den steten Geldzufluss von einem österreichischen Brause-Opa.
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