Bundesliga Gladbach und Leverkusen überholen den BVB

Gegen Hoffenheim hat Leverkusen einen deutlichen Sieg gefeiert - vor allem dank Leon Bailey. Mainz hat im Kellerduell das Spiel gegen Stuttgart gedreht. Gladbach hat gewonnen, Leipzig nach Führung verloren.

DPA

TSG Hoffenheim - Bayern Leverkusen 1:4 (0:1)

Bayer Leverkusen ist durch einen Sieg in Hoffenheim auf Platz zwei gesprungen. Kurz vor der Pause gelang Leon Bailey ein spektakuläres Tor: Er nahm den Ball in zentraler Position im Strafraum mit rechts an und traf anschließend mit der linken Hacke (43.) Minute.

Die TSG hatte zweimal Pech: Schon in der ersten Hälfte war Geigers abgefälschte Flanke an der Unterkante der Latte gelandet, acht Sekunden nach Beginn der zweiten Hälfte traf Lukas Rupp den Pfosten (46.). Leverkusen war effektiver: Julian Baumgartlinger erhöhte auf 2:0 (52.), Lucas Alario traf zur Entscheidung (70.). Adam Szalai verkürzte noch per Lupfer (86.), aber Alario stellte mit seinem zweiten Treffer den Drei-Tore-Abstand wieder her. Am Sonntag (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) kann der FC Schalke durch einen Sieg gegen Hannover allerdings wieder an Bayer vorbeiziehen und Zweiter werden.

Borussia Mönchengladbach - FC Augsburg 2:0 (1:0)

Durch eine Standardsituation ging Gladbach schon früh in Führung: Thorgan Hazard brachte eine Ecke in die Mitte und Matthias Ginter setzte den Ball per Kopf an den Innenpfosten (10.). Es war das vierte Saisontor für den aus Dortmund verpflichteten Innenverteidiger. Gladbach ließ anschließend mehrfach Chancen zum zweiten Treffer ungenutzt, erst in der 90. Minute machte Hazard alles klar. Durch den Sieg zieht die Borussia am BVB vorbei, der am Freitag nicht über ein Remis in Berlin hinausgekommen war. Gladbach ist nun vorerst Vierter.

SC Freiburg - RB Leipzig 2:1 (0:0)

Schon früh im Spiel musste Freiburg den Torwart wechseln. Alexander Schwolow verletzte sich, für ihn kam Rafal Gikiewicz ins Spiel. Und auch er blieb bis zur Pause ohne Gegentor, Leipzig tat sich schwer. In der zweiten Hälfte gelang Leipzig dann aber die Führung. Timo Werner, der in die Startelf zurückgekehrt war, traf mit einem starken Abschluss aus gut 16 Metern (66.). Aber durch zwei Standardsituationen - das große Problem der Leipziger - drehte Freiburg das Spiel. Janik Haberer (72.) und Robin Koch (76.) trafen beide nach einer Ecke. Freiburg hat damit erstmals gegen RB gewonnen und setzt sich von den Abstiegsplätzen ab. Leipzig fällt zurück auf Rang drei.

FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 3:2 (1:1)

Wichtige Punkte für Mainz im Abstiegskampf: Der FSV hat gegen Stuttgart gewonnen, obwohl er früh durch ein kurioses Eigentor zurücklag. Alexander Hack - bedrängt von einem eigenen Mitspieler - bugsierte den Ball nach einer Ecke unglücklich über die Linie (19.). Ein Kopfballtor von Suat Serdar wurde anschließend nach Anwendung des Videobeweises aufgrund eines Handspiels aberkannt. Mainz profitierte dann vor allem von Fehlern des Stuttgarter Torwarts Ron-Robert Zieler: Er ließ Distanzschüsse von Yoshinori Muto zum Ausgleich (45.+2) und von Gerrit Holtmann (64.) zum 1:3 durchrutschen. Muto hatte das Spiel zwischenzeitlich mit seinem zweiten Treffer gedreht (54.). Daniel Ginczek verkürzte zwar noch (90.+1), aber es blieb beim Sieg für den FSV, der nun punktgleich mit Stuttgart ist.

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 1:3 (0:2)

Durch zwei Tore innerhalb von vier Minuten lag Frankfurt schon vor der Pause deutlich vorn. Erst traf Sébastien Haller aus halbrechter Position mit einem starken Abschluss (18.), dann legte Timothy Chandler am Ende eines Konters nach. Beide Male kam die Vorarbeit von Marius Wolf (22.). In der zweiten Hälfte brachte Maximilian Arnold sein Team durch einen Freistoß von der Strafraumkante in den Winkel wieder heran (66.). Die Schlussphase musste der VfL aber in Unterzahl überstehen, weil Landry Dimata wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah (67.). In der Schlussphase sorgte Luka Jovic für die Entscheidung zugunsten der Frankfurter.

aev



insgesamt 45 Beiträge
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Seite 1
skeptikerjörg 20.01.2018
1. Respekt
Wie viele wissen bin ich BVB-Fan und das ist gut so. Aber meine Hochachtung und Bewunderung gilt schon seit längerem und heute besonders dem SC Freiburg. Was die dort unten im Breisgau mit wenig Geld und umso größerem Enthusiasmus auf die Beine stellen, ist einfach grandios. Nicht erst, aber besonders mit Christian Streich! Zwar spielen sie nicht um die Meisterschaft, aber mit einem Prozentsatz der Mittel, die Vereine wie HSV, Köln, Bremen, Hoffenheim zur Verfügung haben, ist das schon großes Kino. Macht weiter so und bleibt der Bundesliga als positives Beispiel erhalten.
immerfroh 20.01.2018
2.
Zitat von skeptikerjörgWie viele wissen bin ich BVB-Fan und das ist gut so. Aber meine Hochachtung und Bewunderung gilt schon seit längerem und heute besonders dem SC Freiburg. Was die dort unten im Breisgau mit wenig Geld und umso größerem Enthusiasmus auf die Beine stellen, ist einfach grandios. Nicht erst, aber besonders mit Christian Streich! Zwar spielen sie nicht um die Meisterschaft, aber mit einem Prozentsatz der Mittel, die Vereine wie HSV, Köln, Bremen, Hoffenheim zur Verfügung haben, ist das schon großes Kino. Macht weiter so und bleibt der Bundesliga als positives Beispiel erhalten.
Dito . Christian Streich ist der beste Trainer der Liga. Was er aus den Mitteln der Freiburger macht, ist bewundernstwert. Ich hoffe er bleibt da noch recht lange und glaube nicht, dass er woanders funktionieren würde. Der Sieg des SCF heute ist etwas Balsam. Und der Vorsprung der Bayern ist auch nicht gewachsen ;-)
philipp.zuerich 20.01.2018
3.
Gerüchten zugolge ist suat serdar ca im Jahr 2000 auf dem Weg zum Kindergarten über eine rote Ampel gelaufen...denke dieser Regelverstoss hat heute auch zur Aberkennung seines Tors durch den Videobeweiss beigetragen. Lächerliches Hilfsmittel! Letzte Woche der „übersehene“ Elfer für Gladbach gestern das gleiche in Dortmund. Aber bei so einer Aktion ewig vor dem Tor erwacht der Kölner Keller wieder aus dem Tiefschlaf.
andromeda793624 20.01.2018
4.
Zitat von skeptikerjörgWie viele wissen bin ich BVB-Fan und das ist gut so. Aber meine Hochachtung und Bewunderung gilt schon seit längerem und heute besonders dem SC Freiburg. Was die dort unten im Breisgau mit wenig Geld und umso größerem Enthusiasmus auf die Beine stellen, ist einfach grandios. Nicht erst, aber besonders mit Christian Streich! Zwar spielen sie nicht um die Meisterschaft, aber mit einem Prozentsatz der Mittel, die Vereine wie HSV, Köln, Bremen, Hoffenheim zur Verfügung haben, ist das schon großes Kino. Macht weiter so und bleibt der Bundesliga als positives Beispiel erhalten.
Naja der BVB holt auch relativ wenig aus sich heraus,wenn man bedenkt wie viel Kohle der Verein hat. Normalerweise müsste der BVB ein Spitzenklub sein(was sie mit 8 Siegen und 5 Niederlagen nicht sind und von CL rede ich schon mal gar nicht).
joe.micoud 20.01.2018
5.
Als Werderfan war das zwar bis jetzt ein Katastrophensamstag, aber Streich ist echt sehr zu loben und ähnlich gilt das für Niko Kovac in Frankfurt. Die machen beide super Arbeit.
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