Fußball-Bundesliga: Bayern-Gala, Hoffenheim-Drama

Fußball-Bundesliga: Zwei Platzverweise, zwei Elfmeter Fotos
AFP

Weiter, immer weiter: Auch Werder Bremen hatte nicht den Hauch einer Chance gegen Bayern München. Augsburg wuchtet sich mit einem Sieg über Hoffenheim auf den Relegationsplatz, Hannover deklassierte den HSV. Stuttgart und Nürnberg sowie Mainz und Wolfsburg trennten sich remis.

Hamburg - Mal wieder ein neuer Bayern-Rekord: Mit dem 6:1 (2:0) gegen Werder Bremen hat der FCB seine eigene Bundesliga-Bestmarke auf 60 Punkte aus 23 Spielen erhöht. Doch es war eine andere Zahl, die diesen Spieltag dominierte: die 1000. So oft stand Bayerns Trainer Jupp Heynckes jetzt auf dem Bundesliga-Rasen, 632-mal als Trainer, 369-mal als Spieler. "Ich kann das nicht genießen", sagte Heynckes jedoch vor der Partie gegen Werder, "wir befinden uns im Bundesliga-Wettbewerb, darauf bin ich fokussiert".

Auf Bremer Seite wagte man genau das zunächst zu bezweifeln. Im Vergleich zum 3:1-Erfolg gegen den FC Arsenal und vor dem Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund (Mittwoch, 20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) änderte Heynckes die Startelf auf sechs Positionen und brachte Diego Contento, Jérôme Boateng, Luiz Gustavo, Arjen Robben, Xherdan Shaqiri und Mario Gomez. Es sollte sich als richtige Entscheidung herausstellen.

Doch erst einmal dauerte es 20 Minuten, bis Robben eine Flanke von Franck Ribéry auf das Bremer Tor lenkte, Sebastian Mielitz parierte souverän. Fünf Minuten später war Robben erfolgreicher, als er einen hohen Ball von Philipp Lahm versenkte. Dann ging es schnell: Erst wurde Robben von Zlatko Junuzovic gefoult, der dafür Gelb sah, dann verwandelte Javi Martínez den Freistoß des Niederländers per Kopf zum 2:0 (29. Minute). Kurz vor der Pause wurde Sebastian Prödl nach einer Notbremse gegen Gomez vom Platz (44.) geschickt.

Auch im zweiten Durchgang hielt das Pech der Bremer an: In der 49. Minute bugsierte Theodor Gebre Selassie den Ball ins eigene Tor, zwei Minuten später traf Gomez nach einem Ribéry-Heber über Mielitz. Mehr als ein Ehrentreffer von Kevin De Bruyne zum 4:1 (58.) war für die deutlich unterlegenen Bremer nicht mehr drin. Ribéry und Gomez machten die Bayern-Gala mit ihren Treffern in der 86. und 89. Minute perfekt.

Hannover 96 - Hamburger SV 5:1 (3:1)

42 Stunden, mehr Zeit hatte Hannover 96 nach dem Aus in der Europa League am Donnerstag gegen Anschi Machatschkala nicht, um zu regenerieren. Es hat gereicht. Im 50. Nord-Derby gegen den Hamburger SV feierte die Elf von Trainer Mirko Slomka einen souveränen Sieg und verkürzte damit den Rückstand auf die Europapokalplätze auf einen Punkt. Mame Diouf brachte die Niedersachsen mit seinem zehnten Saisontor schon früh in Führung (7.), Szabolcs Huszti per Foulelfmeter (39.), Didier Ya Konan (45./68.) und Mohammed Abdellaoue (85.) erzielten die weiteren Treffer für die Gastgeber. Hamburg war zwischenzeitlich durch Rafael van der Vaart zum Ausgleich gekommen (Foulelfmeter/13.). Bitter für die 96er: Huszti verletzte sich bei seinem Tor und musste anschließend ausgewechselt werden.

FC Augsburg - 1899 Hoffenheim 2:1 (1:0)

Bei 1899 Hoffenheim wird die Angst vor dem Abstieg in die zweite Liga immer größer - zu Recht. Im Kellerduell gegen den FC Augsburg kassierte der Club bereits seine 15. Saisonniederlage. Augsburg kann dagegen wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Durch den Sieg klettert der FC in der Tabelle auf Relegationsplatz 16, Hoffenheim ist nun 17. Die Treffer für die Gastgeber erzielten Dong-Won Ji kurz vor der Pause (45.) und Sascha Mölders (79.). Kurz vor Abpfiff gelang Igor de Camargo das einzige Hoffenheimer Tor (90.+2).

Mainz 05 - VfL Wolfsburg 1:1 (1:1)

Der FSV Mainz 05 hat einen weiteren Rückschlag im Kampf um die Europapokalplätze hinnehmen müssen. Nach zuletzt drei Partien ohne Sieg kam die Elf von Trainer Thomas Tuchel gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein 1:1 hinaus. Winterzugang Niki Zimling traf für den FSV (5.), Naldo für den VfL (15.). Der Wolfsburger Alexander Madlung wurde in der 30. Minute wegen einer Notbremse vom Platz gestellt. Trotz einer Stunde Überzahl schaffte es Mainz anschließend nicht mehr, den Siegtreffer zu erzielen.

VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg 1:1 (0:0)

Aufwärtstrend bestätigt, Spiel trotzdem nicht gewonnen: Der VfB Stuttgart musste sich nach dem Erfolg gegen Hoffenheim am vergangenen Spieltag und dem Einzug ins Achtelfinale der Europa League unter der Woche gegen Nürnberg mit einem Remis begnügen. Der VfB bestimmte über weite Strecken das Spiel und ging durch Ibrahima Traoré in der 51. in Führung. Markus Feulner sorgte für den etwas glücklichen Ausgleich der Nürnberger (77.). In der Tabelle liegt der VfB als Elfter fünf Punkte hinter Europapokalplatz sechs. Nürnberg bleibt auf Rang 14.

mib/psk

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insgesamt 54 Beiträge
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    Seite 1    
1. Unterhaltsam :-)
trader_07 23.02.2013
Zitat von sysopWeiter, immer weiter: Auch Werder Bremen hatte nicht den Hauch einer Chance gegen Bayern München.
Unterhaltsamer Trainings-Kick für Bayerns B-Elf. War schön anzusehen - besonders Riberys Tor war ein Schmankerl :-)
2. 6-1
merkel123 23.02.2013
Zitat von trader_07Unterhaltsamer Trainings-Kick für Bayerns B-Elf. War schön anzusehen - besonders Riberys Tor war ein Schmankerl :-)
man koennte bei der Zahl der Gegentore meinen, bei Bremen stuende noch Frau Wiese im Tor:-)))
3. der
ziegenzuechter 23.02.2013
reagenzglas verein hoffenheim hat die characterloseste mannschaft aller vereine von liga 1-3. deshalb werden sie wohl auch gott sei dank sang und klanglos absteigen. dann können sie nächstes jahr wieder in hoffenheim spielen, denn für 2000 zuschauer ist die arena in sinsheim doch etwas zu groß.
4. naja
hinzkunz001 23.02.2013
Zitat von trader_07Unterhaltsamer Trainings-Kick für Bayerns B-Elf. War schön anzusehen - besonders Riberys Tor war ein Schmankerl :-)
B Elf wuerde ich nicht sagen, das ist nur so ein dummer ausdruck von den reportern. Was da auf dem platz stand war schon nicht schlecht, und bei den ganzen spielen die der FCB macht und den Nationalspielern mus sman einfach einen solch guten kader haben.
5.
totalmayhem 23.02.2013
Naja, die Saison is gelaufen, an Bayern, Dortmund und Leverkusen kommt keiner mehr ran, die drei Absteiger stehen auch fest und der Rest ist nur noch Mittelfeldgeplaenkel um ein paar Europaligaplaetze.
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