Bundesliga Bayern mit Arbeitssieg gegen Nürnberg, Dortmund deklassiert Bremen

Die Bayern haben das Derby gegen den 1. FC Nürnberg nach einigen Mühen für sich entschieden, Borussia Dortmund kann nach einem deutlichen Sieg gegen Bremen durchatmen. Wolfsburg ist nach dem direkten Vergleich an Mainz vorbeigezogen, für Braunschweig gibt es kaum noch Hoffnung.

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Hamburg - Es gibt da einen Spruch im Fußball: Form schlägt Klasse. Demnach seien schwächere Mannschaften in der Lage, eigentlich überlegene zu besiegen, sofern sie einen aktuell besseren Lauf hätten. Dass das nicht immer so ist, zeigte Bayern Münchens 2:0 (1:0)-Sieg beim 1. FC Nürnberg, der nach zuletzt zwei Siegen hintereinander als Überraschungsmannschaft der Stunde galt.

Der "Club" begann stark: Gleich mehrfach kamen die Gastgeber gefährlich vor das Tor von Bayerns Manuel Neuer; Daniel Ginczek (2. Minute), Josip Drmic (3./17.) und Hiroshi Kiyotake (4.) scheiterten knapp. Münchens Führungstreffer durch Mario Mandzukic (18.) fiel gegen bis dahin überlegene Nürnberger überraschend - und beendete den Sturmlauf der Nürnberger. Bayern bekam das Spiel unter Kontrolle und legte nach.

Arjen Robben und Thomas Müller verpassten zunächst das 2:0, beide scheiterten binnen weniger Sekunden am Aluminium (32.). Philipp Lahm erhöhte dann mit seinem ersten Saisontreffer nach Vorarbeit von Mandzukic (49.). Nürnberg gelangte kaum mehr in Ballbesitz und hatte Glück, dass ein Robben-Abschluss nicht im Tor, sondern am Pfosten landete (56.).

Die Münchner sind damit auch im 45. Bundesligaspiel in Folge ungeschlagen geblieben und führen mit 13 Punkten Vorsprung auf Leverkusen die Tabelle an. Nürnberg fällt zurück auf Relegationsrang 16 und kann bei einem Sieg des Hamburger SV gegen Hertha BSC (Samstag, 18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky) auf Platz 17 fallen.

Werder Bremen - Borussia Dortmund 1:5 (0:2)

Dortmund hatte gegen nur zu Beginn aufmerksame Bremer keine Mühe, den zweiten Sieg hintereinander einzufahren. Robert Lewandowski verwertete die erste Torchance des Spiels (26.), noch vor der Pause erhöhte Henrich Mchitarjan für den Favoriten (41.). Manuel Friedrich entschied das Spiel nach Wiederanpfiff zugunsten der Borussia, die weiter nach vorne spielte und durch Mchitarjan (62.) und Lewandowski (85.) zu weiteren Toren kam. Levent Aycicek traf zum 1:5 aus Sicht der Gastgeber (89.).

Der BVB bleibt durch den Erfolg Dritter. Der Rückstand auf den Tabellenzweiten Leverkusen, der am Freitag gegen Mönchengladbach siegte, beträgt weiterhin vier Punkte. Werder ist vorerst 13., kann aber noch von Stuttgart und Hamburg überholt werden.

Eintracht Frankfurt - Eintracht Braunschweig 3:0 (3:0)

In Frankfurt wollte Tabellenschlusslicht Braunschweig zum Kampf gegen den drohenden Abstieg blasen - und ging entsprechend rasant in die Partie. Doch die Gastgeber hielten von Beginn an dagegen, zunächst gestattete keine der beiden Mannschaften der anderen Raum. Bis zur siebten Minute: Johannes Flum verwandelte eine Flanke von Sebastian Jung unbedrängt zum 1:0. Frankfurt übernahm mehr und mehr die Führung und agierte auch in der Defensive umsichtig.

Trotzdem dauerte es bis zur 43. Minute, ehe Alexander Meier nach einem etwas verunglückten Flum-Ball aus zehn Metern erhöhen konnte. Braunschweig war demoralisiert, Frankfurt nutzte die Unsicherheit, um nur eine Minute später durch Stefan Aigner 3:0 in Führung zu gehen. Das reichte den Frankfurtern offenbar aus, um sich in Hälfte zwei entspannt zurückzulehnen. Braunschweig hat damit weiterhin nur zwölf Punkte, der Klassenerhalt wird immer unwahrscheinlicher.

VfL Wolfsburg - Mainz 05 3:0 (2:0)

Vom Start weg lieferten sich Mainz und Wolfsburg ein ordentliches, aber an Höhepunkten zunächst armes Spiel. Die Gastgeber erarbeiteten sich durch ihr aggressives Vorgehen zwar nach und nach mehr Dominanz, es fehlte ihnen aber an Durchsetzungsvermögen im Strafraum. Zu den besseren Chancen kamen deshalb zunächst die 05er: In der 33. Minute rettete Junior Diaz einen Ball gerade noch vor der Torauslinie, Ja-Cheol Koo nahm die Flanke geschickt ab, zog aber am Tor vorbei. Kurz darauf war es ebenfalls der Mainzer Zugang, der Zdenek Pospech bediente, der schoss im zweiten Versuch jedoch über das Wolfsburger Tor.

Eine unglückliche Rettungsaktion von Nico Bungert gegen Bas Dost zog einen Elfmeter für den VfL nach sich, Ricardo Rodriguez verwandelte sicher (59.). Von der Führung beflügelt spielten die Gastgeber nun endlich nach vorne, über Kevin de Bruyne und Ivica Olic gelang der Ball zu Dost, der in der 66. Minute auf 2:0 erhöhte. Für die endgültige Entscheidung sorgte Luiz Gustavo nach einem Standard (73.).

SC Freiburg - TSG 1899 Hoffenheim 1:1 (0:0)

Wer mit dem Verhindern von Treffern beschäftigt ist, kann keine Tore schießen - das demonstrierten Freiburg und Hoffenheim vor allem in der ersten Halbzeit eindrucksvoll. Beide Teams kämpften zwar von Anfang an, konzentrierten sich dabei aber vor allem auf die Defensive. Bis zum ersten Torschuss der Partie dauerte es knapp 20 Minuten, als David Abraham einen Freistoß aus 25 Metern deutlich über Oliver Baumanns Tor beförderte. Eine Direktabnahme von Kevin Volland in der 46. Minute war der sehenswerteste Angriff der Gäste.

Beinahe aus dem Nichts ging Freiburg in der 68. Minute in Führung: Jonathan Schmid gelang nach einem Zuspiel von Admir Mehmedi der vermeintliche Treffer des Tages. Kurz vor Ende glich der eingewechselte Anthony Modeste für die Gäste noch aus (85.).

mon/psk

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Seite 1
to5824bo 08.02.2014
1. Lewa abseits
Bevor das Gezeter einiger wieder los geht: Das letzte Tor von Lewa war knapp aber eindeutig abseits. /*Ironie ein*/ Ich empöre mich und frage entsetzt, was den Schiri und die Assistenten da geritten hat. War es gar ein Bonus für den CL-Finalisten, oder könnten sich die Herren auch einfach mal geirrt haben? Wenn jetzt der BVB aufgrund einer um ein Tor besseren Differenz Zweiter oder Dritter werden sollte, nicht auszudenken... Sollten etwa Watzke und Co.....? /*Ironie aus */ Ansonsten: Zumindest nach der Sportschau-Zusammenfassung ein gutes Bundesligaspiel und zwei herrliche Treffer des vermeintlichen "Fehleinkaufs" Mkhitaryan (so die Schreibweise laut BVB-Homepage, die müssten es ja eigentlich wissen). Guck ich mir nachher im Sportstudio gleich noch mal an... PS: Und bitte jetzt kräftig punkten, liebe Werderaner - die Liga braucht euch, und ich mag euch.
duwi 08.02.2014
2.
Ich bin zwar Bayern Fan, aber ich muss sagen schade für den Club. sie hätten aufjedenfall einen Punkt verdient gehabt nach diesem packenden Derby. aber ich denk das sie mindestens drei Teams hinter sich lassen, wenn ich mir alleine Bremen und Hamburg anschaue kann ich nur sagen gute nacht nordlichter.
da_27 08.02.2014
3. Club Fans
@duwi: hier muss ich Ihnen zustimmen, der Club hat heute gut gespielt und die Bayern vor deutlich mehr Probleme gestellt als so manch andere verein. Spielerisch war der Club heute echt gut. Aber was seine Fans abgeliefert haben ist niveaulosigkeit auf einem neuen Niveau. Diese haben eine Grenze überschritten die nicht mehr witzig ist. Und abschließend gute Besserung an die beiden wohl schwer verletzten Ginczek und Chandler!
Gna Gna Gna 08.02.2014
4.
Zitat von da_27@duwi: hier muss ich Ihnen zustimmen, der Club hat heute gut gespielt und die Bayern vor deutlich mehr Probleme gestellt als so manch andere verein. Spielerisch war der Club heute echt gut. Aber was seine Fans abgeliefert haben ist niveaulosigkeit auf einem neuen Niveau. Diese haben eine Grenze überschritten die nicht mehr witzig ist. Und abschließend gute Besserung an die beiden wohl schwer verletzten Ginczek und Chandler!
Hatte das Glueck heute auch Liverpool gegen Arsenal zu sehen, was ein sehr gutes Spiel war - auch was die Stimmung und die Fairness betrifft. Egal, was die Bayern im Moment im Spielerischen leisten, ist nicht von dieser Welt. Staunen drueckt sich oft in Unflätigkeiten aus. Ich kann ein Lied davon singen, ich bin Lautrer.
herzbube 09.02.2014
5. schöne Spiele
aber hier wird ja nur über das Gurkenspeil (HSV) berichtet
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