Fußball-Bundesliga: Bayern glänzt vor Champions-League-Kracher

Bayern hat seinen 13. Liga-Sieg in Folge gefeiert. In Hannover triumphierten die Münchner vor dem Champions-League-Duell mit dem FC Barcelona erneut souverän. Der BVB gewann knapp, auch Leverkusen und der HSV waren erfolgreich. Schalke musste in Frankfurt einen Rückschlag hinnehmen.

30. Bundesliga-Spieltag: Tormaschine Bayern, CL-Anwärter Leverkusen Fotos
DPA

Hamburg - Drei Tage vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League hat der FC Bayern einen freundlichen Gruß in Richtung Barcelona geschickt. 6:1 (3:0) gewann der FCB in Hannover, es war eine erneute Demonstration der eigenen Stärke, zumal erneut nur eine bessere B-Elf auflief. Mit nun 81 Punkten stellten die Münchner zudem den Punkterekord von Borussia Dortmund aus der vergangenen Saison ein.

Auf gleich acht Positionen hatte Trainer Jupp Heynckes sein Team im Vergleich zur Pokal-Gala gegen Wolfsburg (6:1) geändert, zu merken war davon rein gar nichts. Bereits in der 16. Minute gingen die Münchner durch ein Eigentor von Lars Stindl (16. Minute) in Führung, nur sieben Minuten später erhöhte Frank Ribéry mit einem Linksschuss.

Mario Gomez, der gegen Barça den gelbgesperrten Mario Mandzukic ersetzen dürfte, sorgte bereits in der 40. Minute für die Vorentscheidung. Doch der Nationalspieler traf noch einmal, in der 63. Minute tunnelte er Hannover-Torwart Ron-Robert Zieler zum 4:0. Die Münchner hatten damit noch immer nicht genug, Claudio Pizarro (71.) legte beim 13. Liga-Sieg in Serie nach. Bayern-Torwart Manuel Neuer verursachte dann Hannovers Ehrentreffer: Er konnte einen Freistoß von Konstantin Rausch nicht festhalten, Andre Hoffmann (84.) staubte ab. Doch nur zwei Minuten später stellte Pizarro den alten Abstand wieder her. Dabei hatte 96 noch Glück, Ribéry (5.) und Pizarro (20.) scheiterten jeweils an der Latte.

Borussia Dortmund - Mainz 05 2:0 (1:0)

In der Champions League feierte Borussia Dortmund im Viertelfinal-Rückspiel gegen Málaga einen ganz späten Erfolg. In der Liga ist der BVB derzeit um schnelle Erfolge bemüht - und da machte Trainer Jürgen Klopp auch gegen seinen früheren Club Mainz 05 keine Ausnahme. Gerade einmal 32 Sekunden dauerte es, bis Gästekeeper Christian Wetklo das erste Mal den Ball aus dem Netz holen musste. Ein langer Ball von Dortmunds Abwehrspieler Mats Hummels landete im Mainzer Strafraum vor den Füßen von Marco Reus, der ohne Mühe vollstrecken konnte.

Danach ließ die Borussia nach, womöglich schonte sich das Team schon für den Halbfinal-Kracher gegen Real Madrid am Mittwoch (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: ZDF und Sky) in der "Königsklasse". Erst in der zweiten Hälfte intensivierte der BVB seine Offensiv-Bemühungen wieder und hatte durch Marcel Schmelzer (51./52.) und Marco Reus (54.) innerhalb weniger Minuten hochkarätige Chancen. Und weil auch weiter Möglichkeiten fahrlässig vergeben wurden, musste Dortmund in der Schlussphase noch um den Erfolg zittern. Allerdings nur bis zur 87. Minute: Im zwölften Spiel in Folge traf der Stürmer zum 2:0 (1:0)-Endstand.

Eintracht Frankfurt - Schalke 04 1:0 (1:0)

In Frankfurt durfte sich Schalke im Kampf um Rang vier, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, keinen Ausrutscher erlauben. Doch genau das taten die Gäste: S04 unterlag der Eintracht 0:1 (0:1), damit könnte das Team am Sonntag vom SC Freiburg vom vierten Tabellenplatz verdrängt werden.

Die Schalker hatten in der 24. Minute die große Chance zur Führung, doch Michel Bastos scheiterte mit einem Handelfmeter an Frankfurts Keeper Oka Nikolov. Nach zögerlichem Beginn wurde die Eintracht in der Schlussphase der ersten Hälfte stärker und kam zu guten Chancen. Zunächst konnte S04-Schlussmann Timo Hildebrand noch gegen Takashi Inui parieren, kurz darauf brachte ein Freistoß die Führung für die Gastgeber: Die Vorlage des 17-jährigen Marc Stendera köpfte Marco Russ aus kurzer Distanz ins Tor (41.).

Nach Wiederanpfiff drängt S04 auf den Ausgleich, schon nach zwei Minuten jubelten die Gäste. Allerdings hatte der Ball nach Ansicht der Schiedsrichter zuvor schon die Torauslinie überquerte, so dass der Treffer von Teemu Pukki nicht gegeben wurde. Danach verzweifelte Schalke mehrfach an Nikolov, der den Sieg seiner Mannschaft sicherte.

Bayer Leverkusen - TSG Hoffenheim 5:0 (2:0)

Leverkusens Offensive, das sind eigentlich nur Stefan Kießling und André Schürrle. Gegen Hoffenheim führte das Duo ihr Team mal wieder zum Sieg. Kießling legte früh vor (16.), der vom FC Chelsea umworbene Schürrle erhöhte eine Viertelstunde später. In der 66. Minute erzielte, natürlich, Kießling das dritte Tor, und, ja, zwei Minuten später Schürrle das vierte.

Zusammen kommen beide nun auf 32 Saisontreffer, mehr als die Hälfte aller Bayer-Tore. Dabei verschoss Simon Rolfes in der 24. Minute noch einen Elfmeter. Kießling war zuvor von Eugen Polanski gefoult worden, der Hoffenheimer bekam zudem die Rote Karte. Stefan Reinartz (79.) erzielte den Endstand. Es war zugleich die erste Pleite für TSG-Trainer Markus Gisdol.

Hamburger SV - Fortuna Düsseldorf 2:1 (2:1)

Zum erst zweiten Mal in dieser Saison hat der Hamburger SV zwei Spiele in Serie gewonnen und sich damit im Europa-League-Rennen gehalten. Eine Woche nach dem Sieg in Mainz führte Neu-Kapitän Rafael van der Vaart das Team zum Erfolg gegen Düsseldorf. Der Niederländer traf zunächst mit seinem ersten Bundsliga-Kopfballtor (14.), nur sechs Minuten später erhöhte er aus kurzer Distanz. Die Fortuna verkürzte noch vor der Pause durch Dani Schahin (34.), der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen. Auch weil Innenverteidiger Martin Latka in der 90. Minute nur die Latte traf.

leh/max

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1. Knapp?
to5824bo 20.04.2013
Zitat von sysop...Der BVB gewann knapp... Bundesliga: Bayern glänzen vor Champions-League-Kracher - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-bayern-glaenzen-vor-champions-league-kracher-a-895571.html)
Seit wann ist ein 2:0 ein knappes Ergebnis?
2. Zusammenbruch der Qualität der Liga
Stauss 20.04.2013
Nun brechen einige Vereine regelrecht zusammen. Ich gehe davon aus, dass wir zum Saisonende auch noch zweistellige Ergebnisse sehen werden. Einen solchen Klassenunterschied hat es in der Bundesliga noch nicht gegeben. Erstklassig sind nur noch 5 Vereine! Der DFB muss sich Gedanken machen. Das beruht auf Geld. Nur oben herum kann man sich noch Spitzenspieler und Spitzentrainer leisten. Auf Grund von Geldern, die aus dem internationalen Geschäft kommen und die der DFB verteilt! Wer da nicht mitmischt, hat von vornherein verloren. Was ich nicht feststellen kann ist, dass die Bundesliga durch das Einsatz von Spielern aus dem Ausland stärker geworden ist. Ganz im Gegenteil, der FC Bayern hat noch überproportional viele deutsche Spieler im Kader. Sogar noch Bayern. Im Gegensatz z.B. zu Werder Bremen, wo kein einziger Bremer mehr spielt und Stuttgart, wo kein einziger Stuttgarter mehr aufläuft. Bei einzelnen Vereinen hat man den Eindruck, dass der alte Spruch "Südlich vom Main beginnt Afrika" tatsächlich stimmt.
3. Oooops, Herr Klopp
austübingen 20.04.2013
Zitat von sysopBayern hat seinen 13. Liga-Sieg in Folge gefeiert. In Hannover triumphierten die Münchner vor dem Champions-League-Duell mit dem FC Barcelona erneut souverän. Der BVB gewann knapp, auch Leverkusen und der HSV waren erfolgreich. Schalke musste in Frankfurt einen Rückschlag hinnehmen. Bundesliga: Bayern glänzen vor Champions-League-Kracher - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-bayern-glaenzen-vor-champions-league-kracher-a-895571.html)
Sorry, aber das muss einfach raus. J. Klopp am 5.5.2012: "Es ist Außergewöhnliches passiert. 81 Punkte, das ist eine historische Marke, die sobald keiner knacken wird - auch wir nicht. In 30 oder 40 Jahren werden wir mit einem Lächeln auf den Lippen zurückblicken, vielleicht ist die Marke dann ja noch immer nicht geknackt." Wie schnell doch die Zeit vergeht und 30 oder 40 Jahre vorbei gehen können. ;-) Nicht böse sein, es ist ironisch gemeint.
4. zu Sebastian Rode
FrankDr 20.04.2013
Wie mir das regelmäßige Gutmenschentum hier gegen die Eier geht. Er soll sich erstmal entwickeln, blablablubb,... Dabei würde es jeder genauso tun, wenn er sich wirklich länger als 3 Minuten mal damit auseinandersetzen würde,... a) es weiß jeder Fußballer, dass es viel schwieriger ist, auf Dauer aus eine schwächeren Mannschaft als Einzelspieler herauszustechen, ohne sich anzupassen b) man hat die Möglichkeit mit Ribery, Gomez, Martinez, Schweinsteiger und anderen Top-Leuten täglich zusammenzuarbeiten c) man holt Titel (und wenn jeder mal in sich geht, ist das ein Mega-Anreiz), auch wenn man nicht Stammspieler ist. Und Du hast mal bei Bayern gespielt - das Maß aller Dinge in Deutschland. Das nimmt dir ein Leben lang keiner mehr. d) was passiert denn, wenn man es nicht schafft? Dann spielt man danach (nur Beispiele, ohne das despektierlich zu meinen) bei Bremen, H96, oder sonstwo. e) Was passiert, wenn man es bei Bremen, Mainz, H96 oder sonstwo doch nicht schafft sich dauerhaft zu verbessern (Sean Dundee, Benjamin Auer und 1000 Andere). Dann weiß man, dass man mal ein Angebot des großen FCB abgelehnt hatte und spielt danach bei Karlsruhe, Braunschweig oder sonstwo. Da ist die Alternative d) doch 100x besser. Es hat keiner - selbst mit noch so großem Talent - die Garantie, dass man sich bei einem kleinen Verein weiterhin verbessert ohne bessere Mitspieler zu haben. Alaba, Müller, etc. zeigen, dass es auch klappen kann. Und auch Poldi, Schlaudraff, etc. geht es sicher nicht schlecht heute. Besser zumindest als Leute, die es dann beim kleinen Verein nicht dauerhaft schafften.
5. Toll!
ducasse 20.04.2013
Zitat von FrankDrWie mir das regelmäßige Gutmenschentum hier gegen die Eier geht. Er soll sich erstmal entwickeln, blablablubb,... Dabei würde es jeder genauso tun, wenn er sich wirklich länger als 3 Minuten mal damit auseinandersetzen würde,... a) es weiß jeder Fußballer, dass es viel schwieriger ist, auf Dauer aus eine schwächeren Mannschaft als Einzelspieler herauszustechen, ohne sich anzupassen b) man hat die Möglichkeit mit Ribery, Gomez, Martinez, Schweinsteiger und anderen Top-Leuten täglich zusammenzuarbeiten c) man holt Titel (und wenn jeder mal in sich geht, ist das ein Mega-Anreiz), auch wenn man nicht Stammspieler ist. Und Du hast mal bei Bayern gespielt - das Maß aller Dinge in Deutschland. Das nimmt dir ein Leben lang keiner mehr. d) was passiert denn, wenn man es nicht schafft? Dann spielt man danach (nur Beispiele, ohne das despektierlich zu meinen) bei Bremen, H96, oder sonstwo. e) Was passiert, wenn man es bei Bremen, Mainz, H96 oder sonstwo doch nicht schafft sich dauerhaft zu verbessern (Sean Dundee, Benjamin Auer und 1000 Andere). Dann weiß man, dass man mal ein Angebot des großen FCB abgelehnt hatte und spielt danach bei Karlsruhe, Braunschweig oder sonstwo. Da ist die Alternative d) doch 100x besser. Es hat keiner - selbst mit noch so großem Talent - die Garantie, dass man sich bei einem kleinen Verein weiterhin verbessert ohne bessere Mitspieler zu haben. Alaba, Müller, etc. zeigen, dass es auch klappen kann. Und auch Poldi, Schlaudraff, etc. geht es sicher nicht schlecht heute. Besser zumindest als Leute, die es dann beim kleinen Verein nicht dauerhaft schafften.
Na, das ist ja toll! Und wenn Sie mir jetzt noch verraten, was das alles mit dem Gutmenschentum zu tun hat, habe ich wieder was gelernt. Ducasse
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