Krise beim Rekordmeister 0:3 gegen Gladbach - Bayern rutscht auf Rang fünf

Es läuft nicht bei den Münchnern: Der FC Bayern hat gegen Borussia Mönchengladbach die zweite Bundesliga-Pleite in Folge kassiert. Das Team von Niko Kovac steht nicht mehr auf einem Champions-League-Platz.

REUTERS

Der FC Bayern ist nur noch Fünfter. Dank einer 0:3 (0:2)-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach rutschten die Münchner in der Tabelle ab. Es war nach dem 0:2 gegen Hertha bereits die zweite Bundesliga-Pleite für den Rekordmeister in Folge. Auch in der Champions League hatten die Bayern zuletzt nur 1:1 gegen Ajax Amsterdam gespielt.

Einen ersten Aufreger gab es bereits in der vierten Minute: Gladbach-Keeper Yann Sommer lenkte einen Kopfball von Thomas Müller aus wenigen Metern Entfernung mit einem starken Reflex noch neben das Tor. Ein möglicher Treffer hätte jedoch auch nicht gezählt, weil der Bayern-Angreifer im Abseits stand.

Sechs Minuten später fiel das erste Tor - auf der anderen Seite. Gladbachs Angreifer Alassane Pléa brachte sich dank eines Doppelpasses mit Jonas Hofmann am Bayern-Strafraum in aussichtsreiche Schussposition. Mit einem gefühlvollen Flachschlenzer ins rechte Eck ließ er Münchens Keeper Manuel Neuer keine Chance (10. Minute).

Ribéry für Robben, Gnabry für Müller

Und es kam noch schlimmer für die Bayern: Neuer führte kurz darauf einen Abstoß schnell auf Thiago aus. Der Mittelfeldspieler ließ sich den Ball von Hofmann klauen, der wiederum sofort auf Lars Stindl ablegte. Der Gladbacher Angreifer ließ Mats Hummels aussteigen und traf vom Strafraumrand ins linke Eck (16.). Die einzige Bayern-Chance in der ersten Hälfte: Robert Lewandowski schoss Sommer in die Arme (36.).

In der zweiten Hälfte brachte Bayern-Trainer Niko Kovac Franck Ribéry für Arjen Robben und Serge Gnabry für Thomas Müller. Wenig später musste dann auch David Alaba verletzt vom Platz, für ihn kam Renato Sanches. Trotz der Veränderungen konnten die Münchner kaum Chancen kreieren. Gladbach stand tief in der eigenen Hälfte, die Bayern hatten keine Ideen.

James mit einem Seitfallzieher-Versuch (deutlich vorbei), Lewandowski nach einer Gnabry-Hereingabe (nicht erwischt), erneut der polnische Angreifer (Abseits) - Bayern versuchte vieles, doch der Anschlusstreffer fiel nicht. Im Gegenteil.

Auf der anderen Seite hätte Gladbachs Florian Neuhaus nach einem Konter fast den dritten Borussia-Treffer erzielt (70.). Besser machte es dann Patrick Herrmann, der kurz vor dem Ende der Partie zum 3:0 für die Gäste traf (88.). Schiedsrichter Frank Willenborg überprüfte das Tor per Videobeweis, blieb aber bei seiner Entscheidung.

Bayern München - Borussia Mönchengladbach 0:3 (0:2)
0:1 Plea (10.)
0:2 Stindl (16.)
0:3 Herrmann (88. nach Videobeweis)
München: Neuer - Kimmich, Süle, Hummels, Alaba (55. Sanches) - Thiago - Thomas Müller (46. Gnabry), Goretzka - Robben (46. Ribéry), Lewandowski, James
Mönchengladbach: Sommer - Lang, Ginter, Elvedi, Wendt - Kramer - Neuhaus (74. Herrmann), Hofmann - Hazard (83. Traore), Stindl (66. Zakaria), Pléa
Schiedsrichter: Frank Willenborg
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Ribery, James - Hofmann, Zakaria (2)

bka



insgesamt 90 Beiträge
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comfortzone 06.10.2018
1. Am Montag
heisst der neue Bayern-Trainer Hasenhüttl !
markus.w77 06.10.2018
2.
und morgen werden Dosen gewinnen und Bayern geht auf Platz 6. Man munkelt Frau Heynkes habe das schon das Telefon abgemeldet. Schade, das wieder mal ein sympathischer Typ wie Kovac sich an den Bayern verhoben hat. In Frankfurt wäre er Legende. Ein perfekter Spieltach alles in allem
newline 06.10.2018
3. Frau Heynkes
versteckt gerade alle Telefone oder schaltet diese auf lautlos.
peterw 06.10.2018
4. Lieber Uli!
Vielleicht hat der Özil doch nicht so einen „Dreck gespielt“? Aber wie man sieht: Der FCB spielt nun einen Dreck. Könnte Özil helfen?
minga1972 06.10.2018
5. Alles nicht dramatisch...
... das sind nicht die wichtigen Wochen der Saison. Wird schon... Und doch toll für diejenigen, die sich immer über die Bayern-Überlegenheit ärgern und „laaangweilig“ rufen. Haben sie doch einen (kurzen) Moment der Freude, bis es wieder im Mai 2019 so sein wird wie 2018, 2017, 2016, 2015, 2014 und 2013: Deutscher Meister FCB . Also: Alles gut.
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